Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2021/46: Totalrevision der Verordnung über die internationale Zusammenarbeit im Bereich der Bildung, der Berufsbildung, der Jugend und der Mobilitätsförderung (VIZBM) · 18 Seiten
Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 6Fedlex · Ergebnisbericht
werden müsse. Die SPS äussert sich in dieselbe Richtung. Für sie ist es imperativ, dass die Bemühungen für eine Voll-Assoziierung an Erasmus+ weiterverfolgt werden. Die SPS nennt den Wert internationaler Zusammenarbeit und Mobilität nicht nur in Bezug auf die Wirtschaft, sondern auch in Bezug auf Kultur und Gesellschaft. Sie erachtet es als essentiell, dass sich der Bund weiterhin für die Förderung von Kompetenzen engagiert, die auf dem Arbeitsmarkt nachgefragt werden sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene.
Für die SVP hingegen wäre es kläglich, wenn die Schweizer Bildungs- und Forschungsinstitutionen einseitig von der EU und ihren einzelnen Programmen abhängig wären. Sie unterstreicht die Rahmenbedingungen, die mit den neuen gesetzlichen Grundlagen Formen der Zusammenarbeit im Bildungsbereich ausserhalb der EU ermöglichen. Sie ist sich sicher, dass die Förderung der Mobilität von Studierenden ausserhalb EU-Programmen günstiger und effizienter zu haben ist. Entsprechend kritisch sieht sie die strategische Bedeutung, die der Bundesrat der EU-Politik für die Schweizer Bildungspolitik zuschreibt, was sich auch hinsichtlich der im Anhang aufgelisteten Pauschalen zeigt, die sich an den Kategorien und Kriterien der EU-Bildungsprogramme orientieren. Sie begrüsst hingegen, dass neu auch der Bereich der Berufsbildung im Sinne einer einheitlichen Förderpraxis integriert ist und die Präzisierungen hinsichtlich den Stipendien für Nachdiplomausbildungen.
FDP und SVP äussern sich zudem zu einzelnen Artikeln (vgl. Kapitel 4).
3.3 Grundsätzliche Stellungnahmen der gesamtschweizerischen Dachverbände und der Wirtschaftsverbände
economiesuisse, SGV, SAV, SBV, KV Schweiz, FER und HotellerieSuisse begrüssen die Totalrevision, betonen einzelne Aspekte besonders (economiesuisse, SAV, SBV und FER) oder äussern sich auch bezüglich einzelnen Artikeln (SGV, KV Schweiz und HotellerieSuisse).
economiesuisse begrüsst die VIZMB als adäquate Umsetzung des BIZMB und betont, dass die Vollassoziierung der Schweiz an Erasmus+ 2021-2027 weiterhin oberste Priorität hat, dies sofern möglich, sinnvoll und finanziell tragbar. Die Schweiz sei für die Sicherung des Wohlstandes auf ein exzellentes Bildungssystem angewiesen, welches von der Förderung und Unterstützung internationaler Mobilität und Kooperationen mit dem Ausland profitiere. Nur so könne hochstehende Forschung und Innovationsleistung erbracht werden. economiesuisse begrüsst die Entflechtung der Hauptförderinstrumente von den europäischen Bildungsprogrammen, warnt jedoch von einem Alleingang, da diese die Einbindung in multilaterale Netzwerke wie Erasmus+ 2021-2027 nicht ersetzen könne. Die erwähnte Entflechtung wird deshalb eher als Ergänzung für Kooperation mit Ländern ausserhalb Europas zu einer Assoziierung an Erasmus+ begrüsst. FER äussert sich in dieselbe Richtung und unterstützt die Bemühungen des Bundesrates um eine Normalisierung der Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU. Ebenfalls die Wichtigkeit und Priorität einer Assoziierung an Erasmus+ 2021-2027 betonen KV Schweiz, und HotellerieSuisse. Eine ausschliesslich schweizerische Lösung könne ein multilaterales Programm nicht ersetzen.
Der SAV verweist für den Hochschulbereich auf die Stellungnahme von economiesuisse. Ansonsten setzt er in seiner Stellungnahme stärker den Fokus auf die Förderung der internationalen Zusammenarbeit und Mobilität in der Berufsbildung und insbesondere auch der höheren Berufsbildung. Dem schlies-
sen sich SGV, SBV und HotellerieSuisse an.
So befürwortet der SGV grundsätzlich die Mobilität von jungen Menschen in Ausbildung, vermisst allerdings dabei, dass die Verbundenheit der geförderten Institutionen mit der Schweiz nicht als Beitragsbedingung definiert ist oder die Bekanntheit des dualen Berufsbildungssystems und die höhere Berufsbildung stärker betont werden. Er ist der Ansicht, dass bei den Bemühungen der Förderung entsprechender Mobilitätsaktivitäten die Anliegen der Verbundpartner und direkt betroffenen Organisationen der Arbeitswelt (OdA's) zu wenig berücksichtigt werden.
Der SAV begrüsst die Ausdehnung auf die Berufsbildung bei den internationalen Zusammenarbeitsaktivitäten mit bildungspolitischem Mehrwert und gibt gleichzeitig zu bedenken, dass diese Vereinheitlichung der Förderpraxis nicht ausreicht, um die Mobilitätszahlen in der Berufsbildung zu verbessern. So erschweren die Strukturen insbesondere der beruflichen Grundbildung entsprechende Aktivitäten. Er sieht eher Potential bei kürzeren berufsorientierten praktischen Austauschformaten in der höheren Berufsbildung. In ähnliche Richtung äussert sich HotellerieSuisse. Der Verband sieht zudem grosses Aufholpotential bei der Berufsbildung im Vergleich zu allgemeinen Bildung.