Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2021/98: Genehmigung des Haager Gerichtsstandsübereinkommens · 19 Seiten
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21 Kantone3 begrüssen die Vorlage zur Genehmigung des HGvÜ ausdrücklich und 3 Kantone4 haben keine Bemerkungen oder Einwände anzubringen. Nur 1 Kanton5 lehnt die Vorlage in der vorliegenden Fassung ab, da gemäss ihm geprüft werden sollte, ob ein Vorbehalt angebracht werden könnte, wonach das HGvÜ nur in den Kantonen mit einem Handelsgericht anwendbar ist. 1 Kanton6 hat ausserdem ausdrücklich auf eine Stellungnahme verzichtet. Von den 21 Kantonen, die die Genehmigung begrüssen, unterstützt 1 Kanton7 die Vorlage unter dem Vorbehalt, dass das HGvÜ in der Schweiz ausschliesslich für diejenigen Kantone gilt, die ein Handelsgericht installiert haben, während 1 Kanton8 darauf hinweist, dass die Bundesbehörden die Frage nach dem Mehraufwand für die Gerichte genauer prüfen sollten.
Von den Organisationen, die Stellung genommen haben, begrüssen 119 die Genehmigungsvorlage, 5 von ihnen10 ohne besondere Bemerkungen. Die übrigen11 formulieren Bemerkungen betreffend Vorbehalte und Erklärungen12, den eventuellen Bedarf nach einer Revision des IPRG13 und das Verhältnis und potenzielle Konflikte zwischen dem HGvÜ und dem Übereinkommen vom 30. Oktober 2007 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen14 unter dem Hinweis,
dass diese Fragen in der Botschaft des Bundesrates vertieft geprüft werden sollten.15 6 Organisationen16 haben ausdrücklich auf eine Stellungnahme verzichtet.
Die 3 politischen Parteien, die sich geäussert haben, begrüssen die Genehmigungsvorlage. 2 davon17 unterstützen die Genehmigung des HGvÜ ohne Vorbehalte, während gemäss 1 Partei18 insbesondere zu klären ist, ob nicht ein Vorbehalt betreffend die örtliche Einschränkung des HGvÜ auf Handelsgerichtskantone angebracht ist.
3.2 Allgemeine Rückmeldungen
Zusätzlich zu ihrer grundsätzlichen Zustimmung oder Ablehnung haben bestimmte Vernehmlassungsteilnehmer Bemerkungen allgemeiner Art zur Vorlage zur Genehmigung des HGvÜ angebracht. Da das HGvÜ bereits in Kraft ist und es im jetzigen Zeitpunkt nicht mehr möglich ist, die einzelnen Bestimmungen zu ändern, haben sich die Teilnehmer, die Bemerkungen
3 AG, S. 1; AI, S. 1; AR, S. 1; BE, S. 1; BL, S. 1; BS, S. 1; FR, S. 1; GE, S. 1; GR, S. 1; LU, S. 1; NW, S. 1; OW, S. 1; SG, S. 1; SO, S. 1; SZ, S. 1; TG, S. 1; TI, S. 2; UR, S. 1; VD, S. 2; VS, S. 1; ZH, S. 1.
4 GL, S. 1; JU, S. 1; NE, S. 1.
5 SH, S. 1.
6 ZG, S. 1.
7 LU, S. 1.
8 VD, S. 2.
9 CCIG, S. 2; economiesuisse, S. 1; Handelsgericht Bern; ODAGE, S. 1; SGB, S. 1; SGV, S. 1; SwissHoldings, S. 1; Uni BE, S. 1; Uni GE, S. 2 ff.; Unil, S. 1; Uni LU, S. 1.
10 CCIG, S. 2; economiesuisse, S. 1; ODAGE, S. 1; SGB, S. 1; SGV, S. 1.
11 Handelsgericht Bern, S. 1; SwissHoldings, S. 1 f.; Uni BE, S. 1 ff.; Uni GE, S. 1 ff.; Unil, S. 5 ff.; Uni LU, S. 5 ff.
12 S. Ziff. 3.3.
13 S. Ziff. 3.5.
14 SR 0.275.12; Lugano-Übereinkommen, LugÜ.
15 S. Ziff. 3.4.
16 Centre patronal; KKJPD; Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten der Schweiz; NVB / NGF; Schweizerischer Arbeitgeberverband; SVR.
17 FDP, S. 1; SPS, S. 1.
18 SVP, S. 1.