Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2024/38: Vorentwurf zur Teilrevision des Opferhilfegesetzes · 26 Seiten

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Ergebnisbericht Vernehmlassung: Vorentwurf zur Teilrevision des Opferhilfegesetzes

Dachverbände der Wirtschaft, interessierte Organisationen und Private

Die Mehrheit der Organisationen42 begrüsst die Konkretisierung der medizinischen und

rechtsmedizinischen Hilfe. Für die meisten43 ist es wichtig zu betonen, dass die rechtsmedizi-

nische Dokumentation von Verletzungen und Spuren sowie deren Aufbewahrung so zu ge-

stalten ist, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen eines Strafverfahrens verwendet

werden kann. Es sei deshalb zentral, Prozesse festzulegen, welche dies garantieren.

Die Mehrheit der Organisationen44 begrüsst es ausserdem, dass der Leistungskatalog nicht

abschliessend ist. Nach Ansicht der SODK hingegen sollte der Leistungskatalog abschlies-

send definiert werden, damit alle relevanten Leistungen berücksichtigt sind. Der Vorentwurf

weise bereits einen genügend hohen Abstraktionsgrad auf. Sie schlägt daher vor, den Begriff

«insbesondere» zu streichen.

Aus Sicht der meisten Organisationen45 sollte ergänzt werden, dass der Leistungskatalog die

für das Opfer notwendigen fachärztlichen Untersuchungen und Behandlungen umfasst.

Dadurch würde deutlich gemacht, dass sich der Umfang der erbrachten Leistungen an der im

konkreten Fall gegebenen Notwendigkeit orientiert und nicht aufgrund von Kostenüberlegun-

gen eingeschränkt wird. Buchstabe a sei demnach folgendermassen anzupassen: «die erfor-

derlichen fachärztlichen Untersuchungen und Behandlungen».

Für die Mehrheit der Organisationen46 wäre es wünschenswert, dass im Gesetz eine Mindest-

dauer für die Aufbewahrung der rechtsmedizinischen Dokumentation und der Spuren festge-

legt wird. Die meisten47 befürworten eine Aufbewahrungsfrist von 15 Jahren; andere Teilneh-

mende48 schlagen vor, sich an den Verjährungsfristen für Straftaten oder an der für

42Anthrosocial, ARTISET, Associazione Consultorio delle Donne Lugano, AvenirSocial, Brava, Centre d’accueil MalleyPrairie, CSP Vaud, DAO,

DJS, EKKJ, FEG, FIZ, Frauen für den Frieden Schweiz, Frauenhaus AG-SO, Frauenhaus beider Basel, Frauenhaus freiburg, Frauenhaus LU, Frauenhaus Winterthur, Frauenhaus ZH, Frauenhaus ZH Oberland, Frieda, IAMANEH, IKAGO, insieme, LibElle, Netzwerk gegen Mädchenbe- schneidung Schweiz, Opferhilfe beider Basel, Opferhilfe Bern, Opferhilfe SG – AR – AI, post Beijing, Puntozero, Sexuelle Gesundheit Schweiz, SKF, SKG, SKHG, Solidarité femmes Biel/Bienne, SZBLIND, Unterschlupf

43Anthrosocial, ARTISET, Associazione Consultorio delle Donne Lugano, Brava, Centre d’accueil MalleyPrairie, CSP Vaud, DAO, DJS, FEG,

FIZ, Frauen für den Frieden Schweiz, Frauenhaus AG-SO, Frauenhaus beider Basel, Frauenhaus freiburg, Frauenhaus LU, Frauenhaus Win- terthur, Frauenhaus ZH, Frauenhaus ZH Oberland, Frieda, IAMANEH, insieme, LibElle, Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung Schweiz, Op- ferhilfe beider Basel, Opferhilfe Bern, Opferhilfe SG – AR – AI, post Beijing, Puntozero, Sexuelle Gesundheit Schweiz, SKF, Solidarité femmes Biel/Bienne, SZBLIND, Unterschlupf

44Anthrosocial, ARTISET, Associazione Consultorio delle Donne Lugano, BIF, Brava, Centre d’accueil MalleyPrairie, CSP Vaud, DAO, DJS,

FEG, Frauen für den Frieden Schweiz, FIZ, Frauenberatung sexuelle Gewalt ZH, Frauenhaus AG-SO, Frauenhaus beider Basel, Frauenhaus freiburg, Frauenhaus LU, Frauenhaus Winterthur, Frauenhaus ZH, Frauenhaus ZH Oberland, Frauen-Nottelefon Winterthur, Frieda, IAMANEH, insieme, LibElle, LOS, Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung Schweiz, Opferhilfe beider Basel, Opferhilfe Bern, Opferhilfe SG – AR – AI,

post Beijing, Puntozero, Sexuelle Gesundheit Schweiz, SKF, Solidarité femmes Biel/Bienne, SZBLIND, Unterschlupf

45Associazione Consultorio delle Donne Lugano, Brava, Centre d’accueil MalleyPrairie, CSP Vaud, DAO, DJS, FEG, Frauen für den Frieden

Schweiz, FIZ, Frauenhaus AG-SO, Frauenhaus beider Basel, Frauenhaus freiburg, Frauenhaus LU, Frauenhaus Winterthur, Frauenhaus ZH, Frauenhaus ZH Oberland, Frieda, IAMANEH, insieme, LibElle, Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung Schweiz, Opferhilfe beider Basel, Op- ferhilfe Bern, Opferhilfe SG – AR – AI, post Beijing, Puntozero, Sexuelle Gesundheit Schweiz, SKF, SODK, Solidarité femmes Biel/Bienne,

Unterschlupf

46Associazione Consultorio delle Donne Lugano, Brava, Centre d’accueil MalleyPrairie, CSP Vaud, DAO, DJS, FEG, Frauen für den Frieden

Schweiz, FIZ, Franxini – Reatch, Frauenhaus AG-SO, Frauenhaus beider Basel, Frauenhaus freiburg, Frauenhaus LU, Frauenhaus Winterthur, Frauenhaus ZH, Frauenhaus ZH Oberland, Frieda, IAMANEH, IKAGO, insieme, LibElle, Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung Schweiz,

Opferhilfe beider Basel, Opferhilfe Bern, Opferhilfe SG – AR – AI, post Beijing, Puntozero, Sexuelle Gesundheit Schweiz, SKF, SKG, Solidarité femmes Biel/Bienne, Unterschlupf, VASOS

47Associazione Consultorio delle Donne Lugano, Brava, Centre d’accueil MalleyPrairie, CSP Vaud, DAO, DJS, FEG, Frauen für den Frieden

Schweiz, FIZ, Franxini – Reatch, Frauenhaus AG-SO, Frauenhaus beider Basel, Frauenhaus freiburg, Frauenhaus LU, Frauenhaus Winterthur, Frauenhaus ZH, Frauenhaus ZH Oberland, Frieda, IAMANEH, insieme, LibElle, SKF, Opferhilfe beider Basel, Opferhilfe Bern, Opferhilfe SG – AR – AI, post Beijing, Puntozero, Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung Schweiz, Sexuelle Gesundheit Schweiz, SKG, Solidarité femmes Biel/Bienne, Unterschlupf

48Laut der VASOS sei Bst. c folgendermassen anzupassen: «c. die Aufbewahrung der Dokumentation und der Spuren während mindestens drei

Jahren.», laut der IKAGO wie folgt: «c. die Aufbewahrung der Dokumentation und der Spuren während der Frist gemäss Art. 103 StPO, min- destens aber während 7 Jahren.»