Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2024/38: Vorentwurf zur Teilrevision des Opferhilfegesetzes · 26 Seiten

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Ergebnisbericht Vernehmlassung: Vorentwurf zur Teilrevision des Opferhilfegesetzes

5 Bemerkungen zu den einzelnen Artikeln

5.1 Art. 1 Abs. 4

Alle Kantone18, Parteien19 und Organisationen20, welche sich zu Artikel 1 Absatz 4 OHG ge- äussert haben, begrüssen dessen Aufnahme ins Gesetz ausdrücklich. Insbesondere in Zu- sammenhang mit der rechtsmedizinischen Hilfe befürworten die Kantone AG, FR und NW, ein Grossteil der Parteien21 sowie zahlreiche Organisationen22, dass sich das Opfer zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden kann, ob es Strafanzeige erstatten möchte.

Kantone

Gemäss NW darf die Revision nicht dazu führen, dass die Beweisanforderungen für die Er- bringung von Leistungen, namentlich die Entschädigung und die Genugtuung, gesenkt wer- den.

Parteien

Die GRÜNEN begrüssen, dass sich durch die Regelung für Personen ohne geregelten Auf- enthaltsstatus der Zugang zur Opferhilfe verbessern könnte.

Da explizit keine Strafanzeige mehr nötig ist, um Leistungen der Opferhilfe zu erhalten, ver- langt die SVP Vorkehrungen gegen Missbrauch. Dies soll verhindern, dass Personen Leistun- gen erhalten, welche vorsätzlich ihre Opfereigenschaft vortäuschen.

Dachverbände der Wirtschaft, interessierte Organisationen und Private

Gemäss Franxini – Reatch sollten aufgrund der Änderung die Beweisanforderungen insbe- sondere bei der Zusprechung von längerfristiger Hilfe, Entschädigungen und Genugtuungen sinken. Die Behörden könnten dem Opfer nicht mehr vorhalten, dass es durch Nichteinrei- chen einer Strafanzeige den rechtsgenüglichen Nachweis der Straftat vereitelt habe. Ansons- ten bestehe indirekt weiterhin eine Pflicht zur Einreichung einer Strafanzeige.

5.2 Art. 8 Abs. 1 Kantone

Die Kantone begrüssen die Aufnahme des Informations- und Sensibilisierungsauftrags, wobei 2423 eine Ausweitung des Auftrags auf den Bund verlangen. 19 von ihnen24 schlagen den

18 AG, AI, AR, BS, FR, GL, GE, GR, LU, NE, NW, OW, SO, SZ, TI, UR, VD, VS

19 EVP, GRÜNE, SP

20 alliance F, Anthrosocial, ARTISET, Associazione Consultorio delle Donne Lugano, AvenirSocial, BIF, Brava, Centre d’accueil MalleyPrairie, CSP Vaud, DAO, DJS, EKF, EKG, EKKJ, FEG, femmes protestantes, FIZ, Franxini – Reatch, Frauen für den Frieden Schweiz, Frauenberatung sexuelle Gewalt ZH, Frauenhaus AG-SO, Frauenhaus beider Basel, Frauenhaus freiburg, Frauenhaus LU, Frauenhaus Winterthur, Frauenhaus ZH, Frauenhaus ZH Oberland, Frauen-Nottelefon Winterthur, Frieda, IAMANEH, insieme, LibElle, LOS, Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung Schweiz, Opferhilfe beider Basel, Opferhilfe Bern, Opferhilfe SG – AR – AI, post Beijing, Puntozero, SGB, SGCH, SKF, SKHG, SODK, Solidarité femmes Biel/Bienne, Solidarité femmes Neuchâtel, SVF-ADF, SZBLIND, Unterschlupf

21 FDP, GRÜNE, SP, SVP

22 alliance F, Anthrosocial, ARTISET, Associazione Consultorio delle Donne Lugano, AvenirSocial. Brava, Centre d’accueil MalleyPrairie, CSP Vaud, DAO, DJS, EKF, EKKJ, FEG, femmes protestantes, FIZ, Frauen für den Frieden Schweiz, Frauenhaus AG-SO, Frauenhaus beider Basel, Frauenhaus freiburg, Frauenhaus LU, Frauenhaus Winterthur, Frauenhaus ZH, Frauenhaus ZH Oberland, Frieda, IAMANEH, LibElle, LOS, Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung Schweiz, Opferhilfe beider Basel, Opferhilfe Bern, Opferhilfe SG – AR – AI, post Beijing, Puntozero, SGB, SGCH, SKF, SKHG, Solidarité femmes Biel/Bienne, Solidarité femmes Neuchâtel, SVF-ADF, SZBLIND, Unterschlupf

23 AG, AI, AR, BE, BL, BS, FR, GL, GR, JU, LU, NE, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, TI, UR, VD, ZG, ZH

24 AG, AI, AR, BL, BS, FR, GL, GR, JU, LU, NE, OW, SO, SZ, TG, TI, UR, VD, ZH