Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2024/38: Vorentwurf zur Teilrevision des Opferhilfegesetzes · 26 Seiten

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Ergebnisbericht Vernehmlassung: Vorentwurf zur Teilrevision des Opferhilfegesetzes

Dachverbände der Wirtschaft, interessierte Organisationen und Private

Die Aufnahme der Pflicht zur Bekanntmachung der Opferhilfe wird durchgehend begrüsst.29

Viele Organisationen30 erklären zudem explizit ihr Einverständnis mit der Streichung der aktu-

ellen Fassung.

Ein Grossteil der Organisationen31 verlangt eine Ausweitung des Informations- und Sensibili-

sierungsauftrags auf den Bund. Sie fordern deshalb die Formulierung «Der Bund und die

Kantone machen die Opferhilfe bekannt.» Die meisten dieser Organisationen wünschen eine

entsprechende Anpassung im 5. Kapitel des OHG.32

Alliance F, EFK und femmes protestantes stellen klar, dass unter Bekanntmachung ihres

Erachtens einerseits Sensibilisierungs- und Informationsmassnahmen für Betroffene und an-

dererseits für die Öffentlichkeit fallen. FIZ empfiehlt die Formulierung «Der Bund und die Kan-

tone machen die Opferhilfe gezielt und einer breiten Öffentlichkeit bekannt.»

Zahlreiche Organisationen betonen, dass die Sensibilisierungs- und Informationskampagnen

leicht zugänglich und verständlich sowie zielgruppenspezifisch sein müssen. Genannt werden

Menschen mit spezifischen Kommunikationsbedürfnissen wie Menschen mit Behinderun-

gen33, Personen, die keine der Landessprachen beherrschen (alliance F, FIZ und SKG) oder

nicht lesen können (SKG), LGBTIQ-Personen (Pink Cross), migrantische Personen, insbe-

sondere besonders gefährdete Personengruppen wie Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter (FIZ)

sowie generell marginalisierte und besonders gewaltgefährdete Personen (LOS und Pink

Cross). LOS und Pink Cross schlagen deshalb folgenden Artikel 8 Absatz 1 vor: «Die Kan-

tone machen die Opferhilfe bekannt. Dabei legen sie einen Fokus auf gesellschaftlich margi-

nalisierte und besonders von Gewalt betroffene Personengruppen.» FIZ schlägt einen zwei-

ten Satz vor: «Sie berücksichtigen dabei migrantische und besonders stigmatisierte

Personengruppen.»

Franxini – Reatch hält es für wichtig, dass weibliche Personen die Hauptzielgruppe bilden,

sieht jedoch gleichzeitig die Gefahr, dass dadurch Personen marginalisiert werden, welche

sich nicht als weiblich definieren.

Die VASOS erachtet gleichwertige analoge und digitale Informationen als besonders wichtig

für die ältere Bevölkerung. Sie schlägt folgende Formulierung vor: «Die Kantone machen die

29alliance F, Anthrosocial, ARTISET, Associazione Consultorio delle Donne Lugano, AvenirSocial, BIF, Brava, Centre d’accueil MalleyPrairie,

CSP Vaud, DAO, DJS, EKF, EKKJ, FEG, femmes protestantes, FIZ, Franxini – Reatch, Frauen für den Frieden Schweiz, Frauenberatung sexu- elle Gewalt ZH, Frauenhaus AG-SO, Frauenhaus beider Basel, Frauenhaus freiburg, Frauenhaus LU, Frauenhaus Winterthur, Frauenhaus ZH, Frauenhaus ZH Oberland, Frauen-Nottelefon Winterthur, Frieda, IAMANEH, insieme, LibElle, Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung

Schweiz, LOS, Opferhilfe beider Basel, Opferhilfe Bern, Opferhilfe SG – AR – AI, Pink Cross, post Beijing, Puntozero, SGB, SGCH, SKF, SKG, SKHG, Solidarité femmes Biel/Bienne, Solidarité femmes Neuchâtel, SVF-ADF, SZBLIND, Unterschlupf

30Anthrosocial, ARTISET, Associazione Consultorio delle Donne Lugano, BIF, Brava, Centre d’accueil MalleyPrairie, CSP Vaud, DAO, DJS,

FEG, femmes protestantes, FIZ, Frauen für den Frieden Schweiz, Frauenberatung sexuelle Gewalt ZH, Frauenhaus AG-SO, Frauenhaus bei- der Basel, Frauenhaus freiburg, Frauenhaus LU, Frauenhaus Winterthur, Frauenhaus ZH, Frauenhaus ZH Oberland, Frauen-Nottelefon Win- terthur, Frieda, IAMANEH, insieme, LibElle, Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung Schweiz, Opferhilfe beider Basel, Opferhilfe Bern, Opfer- hilfe SG – AR – AI, post Beijing, Puntozero, SGCH, SKF, Solidarité femmes Biel/Bienne, SZBLIND, Unterschlupf

31Anthrosocial, ARTISET, Associazione Consultorio delle Donne Lugano, BIF, Brava, Centre d’accueil MalleyPrairie, CSP Vaud, DAO, DJS,

FEG, FIZ, Frauen für den Frieden Schweiz, Frauenberatung sexuelle Gewalt ZH, Frauenhaus AG-SO, Frauenhaus beider Basel, Frauenhaus freiburg, Frauenhaus LU, Frauenhaus Winterthur, Frauenhaus ZH, Frauenhaus ZH Oberland, Frauen-Nottelefon Winterthur, Frieda, IAMANEH, insieme, LibElle, Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung Schweiz, Opferhilfe beider Basel, Opferhilfe Bern, Opferhilfe SG – AR – AI, post Bei- jing, Puntozero, SGCH, SKF, SKHG, SODK, Solidarité femmes Biel/Bienne, SZBLIND, Unterschlupf

32Anthrosocial, ARTISET, Associazione Consultorio delle Donne Lugano, Brava, Centre d’accueil MalleyPrairie, DAO, DJS, FEG, FIZ, Frauen für

den Frieden Schweiz, Frauenhaus AG-SO, Frauenhaus LU, Frauenhaus Winterthur, Frauenhaus ZH, Frauenhaus ZH Oberland, Frieda, IA- MANEH, insieme, LibElle, Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung Schweiz, Opferhilfe beider Basel, Opferhilfe Bern, Opferhilfe SG – AR – AI, Puntozero, SKF, SODK, Solidarité femmes Biel/Bienne, SZBLIND, Unterschlupf

33Anthrosocial, ARTISET, femmes protestantes, insieme, SZBLIND