Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2018/31: Totalrevision der Verordnung über die Meteorologie und Klimatologie · 17 Seiten

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gaben von mehr als fünf Millionen Franken oder wiederkehrende Ausgaben von mehr als zwei Millionen Franken pro Jahr). Auf Grund des limitierten Budgets von MeteoSchweiz ist davon auszugehen, dass die meisten Verträge von beschränkter Tragweite sein werden.

Entsprechend den Empfehlungen der EFV und des Bundesamtes für Justiz werden solche Verträge jeweils unter Vorbehalt der Kreditbewilligung abgeschlossen.

Art. 4: Beitrag an das Programm zum globalen Klimabeobachtungssystem (GCOS)  Übernahme des BRB in die MetV

Ausgangslage

Mit der Ratifizierung des Protokolls von Kyoto vom 11. Dezember 1997 zum Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (Kyoto-Protokoll; SR 0.814.011) am 9. Juli 2003 hat sich die Schweiz verpflichtet, die systematische Klimabeobachtung und Datenarchivierung zu schützen und ihre Weiterentwicklung zu fördern. Eine Stärkung und Weiterentwicklung der systematischen Klimabeobachtung fordert zudem auch das Klimaübereinkommen von Paris (SR 0.814.012).

Die systematische Klimabeobachtung wird weltweit über das globale Klimabeobachtungssystem (GCOS) koordiniert, welches wesentlich durch die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) getragen wird und eine wichtige Grundlage für die Klimaforschung darstellt. Mit dem neuen Art. 4 soll der Bundesratsbeschluss vom 6. Juni 2008 betreffend des Beitrags des Bundes an GCOS in die MetV überführt und an die aktuellen Verhältnisse angepasst werden.

Sicherung des Schweizer Beitrages an GCOS

Die Schweiz verfügt über eine lange Tradition in der Klimabeobachtung, unter anderem über 150- jährige Temperatur- und Niederschlagsreihen in den Alpen oder die längsten Eisbedeckungsdaten mitteleuropäischer Seen. Ebenfalls beherbergen Schweizer Institutionen wichtige Datenzentren, die zur weltweiten Standardisierung von Klimamessdaten beitragen. Entsprechend bildet die schweizerische Klimabeobachtung eine wichtige Grundlage für die internationale Klimaforschung.

MeteoSchweiz hat im Jahr 2018 eine vollständig überarbeitete und aktualisierte Bestandesaufnahme (Inventar) der Schweizer Klimamessreihen und Datenzentren durchgeführt. Dieses Inventar zeigt auf, bei welchen Klimamessreihen und Datenzentren aus heutiger Sicht die langfristige Weiterführung gefährdet ist. Zu den Ursachen gehören primär Probleme in der Finanzierung (Auslaufen von Forschungsprojekten, Pensionierung von leitenden Personen) sowie fehlende rechtliche Grundlagen und Verantwortlichkeiten. Ohne die Beitragsleistung des Bundes können diese Messreihen und Datenzentren nicht weitergeführt resp. weiter betrieben werden. Dies betrifft beispielsweise die langfristige Weiterführung der wichtigsten Permafrostbeobachtungen in der Schweiz, oder die Weiterführung des World Glacier Monitoring Service an der Universität Zürich.

Zudem werden auch Projekte unterstützt, die der nationalen Umsetzung des internationalen GCOS Implementierungsplans dienen. Dazu gehören z.B. Studien zur kombinierten Betrachtung einzelner Klimavariablen oder zur kontinuierlichen Überprüfung der Messnetze der einzelnen Klimavariablen. Der GCOS Implementierungsplan wird regelmässig durch das GCOS Programm publiziert und macht

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Vorgaben hinsichtlich der Ausrichtung und Weiterentwicklung der Klimabeobachtung .

Durch die Beitragsleistungen des Bundes wird insgesamt sichergestellt, dass sich der Schweizer Beitrag an GCOS an die sich ändernden Anforderungen an die Klimabeobachtung anpasst und auch künftig den internationalen Anforderungen gerecht wird.

2 Aktueller GCOS Implementierungsplan: https://library.wmo.int/opac/doc_num.php?explnum_id=3417.