Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2018/31: Totalrevision der Verordnung über die Meteorologie und Klimatologie · 17 Seiten

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Kalibration und Qualitätssicherung

- Betrieb von globalen Kalibrationszentren in der Schweiz im Rahmen des GAW-3

Implementierungsplanes der WMO (bspw. an der EMPA in Dübendorf) zur Sicherstellung der Qualität und Datenintegrität innerhalb des GAW-Messnetzes und insbesondere um die Rückverfolgbarkeit von atmosphärischen Messungen zu den GAW-Referenzen zu gewährleisten;

- Unterstützung von internationalen GAW-Messstationen in Entwicklungsländern (bspw. GAW-Station in Kenia) bei der Behebung von Messproblemen sowie um die Ausbildung und den Austausch von Fachwissen zu fördern;

- Betrieb des schweizerischen Quality Assurance/Scientific Advisory Centers (QA/SAC) bei der EMPA in Dübendorf, um wissenschaftliche Netzwerke und Aktivitäten im GAW-Programm (zu begünstigen und) zu fördern sowie um das GAW-Qualitätssicherungssystem zu stärken und weiterzuentwickeln;

- Periodische Durchführung von internationalen Instrumentenvergleichen als wichtiger Beitrag zur Qualitätssicherung und den Erfahrungsaustausch innerhalb des GAW-Netzwerks.

Monitoring

Zur Verbesserung der grossräumigen Aussagekraft des schweizerischen atmosphärenchemischen Monitorings sind geeignete Ergänzungen der durch den Bund durchgeführten und via Globalbudget finanzierten Messungen notwendig (bspw. auch im Rahmen der GAW-Initiative „Integrated Global Greenhouse Gas Information System – IG3IS). Ein Schwerpunkt ist die Entwicklung, der operationelle Betrieb und die Auswertung verschiedener Parametermessungen gemäss GAW-Implementierungsplan auf der hochalpinen Forschungsstation Jungfraujoch. Das Jungfraujoch ist ein zentraler Referenzpunkt und als solcher ein wichtiger Beitrag der Schweiz an das globale GAW-Programm. Diese Messungen werden heute durch verwaltungsexterne Stellen, basierend auf Leistungsvereinbarungen mit dem Bund durchgeführt und über den Transferkredit finanziert.

Die Auswertung und Interpretation dieser Monitoring-Daten sind in Klimaforschungsaktivitäten einzubinden. Der Bedarf an Forschung ergibt sich zudem aufgrund des GAW-Implementierungsplanes. Dieser stellt regelmässig neue Anforderung an die Durchführung von atmosphärischen Messungen und deren Auswertung. Dementsprechend sollen im Rahmen des schweizerischen Beitrages an das GAW-Programm auch Forschungsaktivitäten unterstützt werden können.

Leistungsvereinbarungen mit Dritten

Es kann auf die entsprechenden Ausführungen zu den Leistungsvereinbarungen mit Dritten im Rahmen von Art. 4 verwiesen werden.

Finanzielle Auswirkungen

Gemäss dem erwähnten Bundesratsbeschluss vom 21. Dezember 1994 unterstützt der Bund langfristig mit Finanzhilfen den Beitrag der Schweiz an das globale GAW-Programm mit jährlich rund CHF 1,3 Millionen (die Beiträge werden jeweils der Teuerung angepasst). Mit der vorgeschlagenen Überführung des Bundesratsbeschlusses in die MetV bildet diese neu die Rechtsgrundlage und den Rahmen für die Einstellung der entsprechenden Beiträge im Budget der MeteoSchweiz. Sämtliche Beiträge sind im Budget und Finanzplan der MeteoSchweiz eingestellt. Dementsprechend erwachsen dem Bund mit der vorgeschlagenen Anpassung der MetV keine neuen finanziellen Verpflichtungen.

3 Aktueller GAW-Implementierungsplan der WMO: https://public.wmo.int/en/resources/library/wmo-globalatmosphere-watch-gaw-implementation-plan-2016-2023.