Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2010/71: Anpassung der Verordnungen aufgrund der Einführung biometrischer Daten im Ausländerausweis (Weiterentwicklung des Schengen-Besitzstands): Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit · 39 Seiten
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Art. 71c Biometrischer Ausländerausweis
1 Staatsangehörige von Nichtmitgliedstaaten der EU und der EFTA, die nie von ihrem Recht auf Freizügigkeit Gebrauch gemacht haben, erhalten einen biometrischen Ausländerausweis.
2 Mit einer Schweizerin oder einem Schweizer verheiratete Staatsangehörige nach Absatz 1 erhalten einen biometrischen Ausländerausweis mit der Anmerkung «Familienmitglied».
3 Gemäss den Anforderungen der Verordnung (EG) Nr. 1030/2002, geändert durch die Verordnung Nr. 380/2008, werden auf dem Datenchip des biometrischen Ausländerausweises ein Gesichtsbild, zwei Fingerabdrücke sowie die im maschinenlesbaren Bereich eingetragenen Daten zur Inhaberin oder zum Inhaber gespeichert.
4 Staatsangehörige im Sinne von Absatz 1, die eine nicht biometrische, nach dem 12. Dezember 2008 gemäss den Anforderungen der Verordnung (EG) Nr. 1030/2002 ausgestellte Karte besitzen, können diese bis zum Ablauf der Gültigkeit behalten.
Zustimmung
Kantone: AG, AI, AR, BE, BS, FR, GE, GL, GR, JU, LU, NE, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, TI, UR, VD, VS, ZG
Parteien: PCS, FDP.Die Liberalen
Interessierte Kreise: chgemeinden, CP, DJS, SBV, SFM, SMV, VSED, UVS, FSFP, FER, USAM
L'ASSH estime que la mention de « membre de la famille » de l'alinéa 2 de l'art. 71c n'est pas parlant. Il est proposé d'inscrire « membre de la famille CH » ou « CH membre de la famille ».
L'UVS trouve que le cercle des personnes qui obtient un titre de séjour biométrique est bien choisi. Il propose cependant la mention « membre de la famille suisse » dans l'alinéa 2.
La FSFP estime que la mention « membre de la famille » doit aussi valoir pour les enfants d'un ressortissant ou d'une ressortissante suisse et d'un étranger ou d'une étrangère.
Ablehnung
Kantone: BL, ZH
Parteien: SVP Interessierte Kreise: FIMM, USS
BL hält die Formulierung von Artikel 71c Absatz 1 für nicht ausreichend klar formuliert, denn sie erwecke den nicht zutreffenden Eindruck, Staatsangehörige von Nichtmitgliedstaaten der EU und der EFTA hätten ein Recht auf Freizügigkeit. Daher werde folgende Formulierung vorgeschlagen:
Staatsangehörige von Nichtmitgliedstaaten der EU und der EFTA, die nie von einem Recht auf Freizügigkeit Gebrauch gemacht haben, erhalten einen biometrischen Ausländerausweis.
ZH weist darauf hin, dass es Drittstaatsangehörige gäbe, welche zunächst eine Bewilligung gestützt auf das FZA erhalten würden (z. B. im Rahmen des Familiennachzugs). Wenn sich später der Sachverhalt ändere (z. B. aufgrund der Auflösung der Ehe), müsse der Aufenthalt wieder nach AuG geregelt werden, da diese Person nicht mehr unter die Bestimmungen des FZA fallen. Die Formulierung von Artikel 71c Absatz 1 VZAE trage diesem Umstand nicht Rechnung und müsse entsprechend umformuliert werden.
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