Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2021/33: Änderung des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG) (Betreibungsauskunft, elektronische Zustellungen und Online-Versteigerung) · 22 Seiten

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Ergebnisbericht Vernehmlassung: Betreibungsauskunft, elektronische Zustellungen und Online-Versteigerung

nicht abgeschätzt werden können.11 Schliesslich führen in grundsätzlicher Hinsicht auch zwei Kantone aus, dass vor allem im Konkurswesen bezüglich Digitalisierung grosser Nachholbedarf bestehe.12

4.3 Bemerkungen zur Wohnsitzabklärung im Rahmen der Betreibungsauskunft (Art. 8a Randtitel und Abs. 3bis VE-SchKG)

4.3.1 Allgemeine Bemerkungen

Die Pflicht zur Wohnsitzabklärung wird von einer Mehrheit der Vernehmlassungsteilnehmenden, die sich dazu äussern, ausdrücklich begrüsst, im Einzelnen von 11 Kantonen13, 2 politischen Parteien14 und 9 Organisationen15. Es wird dabei von vielen Vernehmlassungsteilnehmenden angemerkt, dass dies die Aussagekraft der Betreibungsauskunft erhöhe16, auch wenn klar sei, dass die Auskunft nicht vollständig sein werde.17 1 Kanton begrüsst den Vorschlag, sieht für sein Gebiet jedoch keine Wirkungen, da er nur über einen einzigen Betreibungskreis verfügt.18 1 politische Partei begrüsst die vorgeschlagene Änderung insbesondere, weil damit weniger Notwendigkeit für Bonitätsauskünfte von Privatunternehmen bestehe, welche oft mit datenschutzrechtlich heiklen Methoden operieren würden.19 Verschiedene Vernehmlassungsteilnehmende betonen die Bedeutung der Betreibungsauskunft als Auskunft über die Bonität von Vertragspartnern.20

Mehrere Vernehmlassungsteilnehmende machen darauf aufmerksam, dass eine solche Wohnsitzabklärung – je nach dem mit oder ohne Angabe der Zu- und Wegzugsdaten auf der Betreibungsauskunft – heute bereits in gewissen Kantonen, namentlich in den Kantonen AG, AI, NW und ZH gemacht werde.21 Ein Kanton erwähnt zudem, dass die Daten der Betreibungsämter oft aktueller seien, als diejenigen der Einwohnerregister.22

Einige Vernehmlassungsteilnehmende wünschen sich sodann eine weitergehende Regelung: 7 Kantone, 1 politische Partei und 2 Organisationen würden die Verwendung der AHV-Nummer im Betreibungswesen23 und die Prüfung oder Einführung einer schweizweiten Betreibungsauskunft beziehungsweise die Vernetzung aller Betreibungsregister in der Schweiz24 begrüssen oder würden das als effizienteste Lösung für die Unterbindung von Missbrauch mit Betreibungsauskünften sehen. Demgegenüber spricht sich 1 Organisation ausdrücklich gegen eine schweizweite Betreibungsauskunft oder eine Vernetzung der Betreibungsregister aus.25

11 GE S. 1.

12 NW S. 1; SG S. 2.

13 AG S. 1; AI S. 1; AR S. 1; BS S. 1; FR S. 1; GE S. 1; LU S. 1; SG S. 1; SO S. 1; VD S. 2; VS S. 1.

14 Die Mitte S. 1; SP S. 1 f.;

15 CATEF S. 1 f.; CP S. 2; Creditreform S. 1; FRI S. 2; HEV S. 2; KBKS S. 2; sgv S. 1; SVIT S. 1; USPI S. 2.

16 TI S. 1; VS S. 1; Die Mitte S. 2; SP S. 2; CASTEF S. 2; CP S. 2; FRI S. 2; HEV S. 2; KdSZ S. 1; Zürich 5; USPI S. 2; UNIL S. 2.

17 VD Anhang S. 1; vgl. auch ZH S. 2; CATEF S. 2; vgl. auch UNIL S. 2.

18 TI S. 2.

19 SP S. 2.

20 SP S. 1 f.; CATEF S. 1; CP S. 1; FRI S. 2; HEV S. 1 f.; KBKS S. 2; USPI S. 1 f.

21 AG S. 1; AI S. 1; NW S. 1; ZH S. 2; vgl. auch KBKS S. 2.

22 NW S. 2.

23 ZH S. 2; Die Mitte S. 1; KBKS S. 2.

24 AG S. 1: FR S. 1; JU S. 3; LU S. 1; NE S. 2; VD Anhang S. 1; ZH S. 3; eventualiter auch Die Mitte S. 1; KdSZ S. 2; SVIT S. 1 f.

25 Im Zusammenhang mit der elektronischen Zustellung Creditreform S. 2.