Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2022/32: Änderung der Verordnung über tierische Nebenprodukte (VTNP) und Erlass einer neuen Verordnung des EDI über die Verwertung von tierischen Nebenprodukten für Futtermittel und als Dünger · 20 Seiten

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3. Bemerkungen zu den einzelnen Artikeln der VTNP Artikel 2: Gegenstand und Geltungsbereich

Absatz 2 Buchstabe g:

Die VSKT und die Kantone GR, TI, SH, TG, AR, AI, BS, GL, OW, SO, UR, BE, SZ, NE, JU, NW und ZG begrüssen die Ersetzung von «Stoffwechselprodukten» durch «Magen- und Darminhalt sowie Gülle».

Artikel 3: Begriffe

Buchstabe hbis:

Die VSKT und die Kantone TG, TI, AR und JU beantragen, den Ausdruck «zur Herstellung geeignet» durch «zulässig» zu ersetzen.

Buchstabe hbisZiffer 8:

Die VSKT und die Kantone GR, LU, VD, TI, TG, AR, BS, FR, GL, OW, UR, BE, AG, SZ, NE, JU, NW und ZG fordern, dass der Ausdruck «tierischer Herkunft» gestrichen wird, da er redundant ist.

Buchstabe i:

Das FiBL hält diese Änderung für unlogisch und zieht die aktuelle Version vor.

Buchstabe mbis:

Die Organisationen ACSI, FRC und SKS erachten die Definition von «kanalisierte Verwertung» als nicht genügend präzise. Zudem schlagen sie vor, «en veillant» (dafür zu sorgen) durch «garantissant» (sicherzustellen) zu ersetzen.

Buchstabe mter:

Die VSKT und die Kantone GR, TI, SH, TG, AI, AR, BS, FR, GL, OW, SO, UR, BE, AG, SZ, JU, NW und ZG fordern, «Kauspielzeuge» mit «tierischen Ursprungs» zu ergänzen.

Buchstabe nbis:

Die VSKT und die Kantone GR, LU, TI, TG, AI, BL, BS, GL, OW, UR, BE, NE, NW, ZG, SO und AG schlagen einen einfacheren Satzbau mit folgender Formulierung vor: «Gülle: Exkremente und Urin, mit oder ohne Einstreu, von Nutztieren, ausgenommen Wassertiere in Aquakulturbetrieben». Der Kanton SO fordert zusätzlich, dass auch der Umgang mit Fischgülle geregelt wird.

Buchstabe nter:

Die Organisationen ASR, BVAR, BELL, BVS, swissherdbook, HOS, SBV, SGP, SRP, SwissBeef, Coop und RethinkResource fordern, dass der Ausdruck «Insektenkot» durch «Frass» ersetzt wird.

Der Kanton ZH stellt den Sinn der Grenzwerte infrage und schlägt vor, das Ende des Satzes «in welcher der Anteil der Nutzinsekten höchstens 5 Prozent des Volumens oder 3 Prozent des Gewichts beträgt» zu streichen.

Elisa Filippi argumentiert, dass das Chitin toter Insekten eine positive Rolle in Düngern spielt und die Grenzwerte auf bis zu 10 Prozent des Volumens und 5 Prozent des Gewichts erhöht werden sollten.

ETH und NutriFly beantragen, die Definition von «Insektenkot» zu streichen.

Wunsch nach zusätzlichen Definitionen:

Die VSKT und die Kantone TG, AI und JU möchten, dass die Begriffe «rohe tierische Nebenprodukte», «rohes Heimtierfutter», «verarbeitetes Heimtierfutter», «verkaufsfertige Kultursubstrate» und «TNP, die nicht bei Umgebungstemperatur lagerfähig sind» genauer definiert werden.

Artikel 6: Tierische Nebenprodukte der Kategorie 2

Buchstabe d:

Der Kanton VD unterstützt die Änderung von Artikel 3 Buchstabe n (Magen- und Darminhalt) und fordert, dass Gülle aus der Kategorie 2 gestrichen wird, damit Biogas- oder Kompostierungsanlagen keinen unverhältnismässigen Aufwand für die Zugabe von Gülle haben (vgl. Ausnahme von Art. 23 Abs. 2).

ETH und NutriFly schlagen vor, Frass (Insektenkot) aus diesem Punkt zu streichen.