Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2023/33: 19.433 n Pa. Iv. RK-NR. StGB-Tatbestände mit Stalking ergänzen · 24 Seiten

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Ergebnisbericht Vernehmlassung: StGB-Tatbest‰nde mit Stalking erg‰nzen

klares Zeichen gesetzt.14 Dem Gesetzgeber werde so ermˆglicht, das als strafw¸rdig erachtete Verhalten zu definieren.15 Stalking im Tatbestand der Drohung oder der Nˆtigung f¸r strafbar zu erkl‰ren, h‰tte Abgrenzungsschwierigkeiten mit sich gebracht.16

Die Strafnorm habe Signal- bzw. Symbolwirkung17 und diene der Pr‰vention weiterer Taten,18 da das Verhalten als verboten und potenziell strafbar erkannt werden kˆnne. Diese Wirkung sei bei einer eigenst‰ndigen Strafnorm am grˆssten.19 Die Strafnorm habe auch starken symbolischen Wert f¸r die Opfer.20 Ein ausdr¸ckliches Verbot im StGB sei auch mit Blick auf das Legalit‰tsprinzip w¸nschenswert.21

Die zivilrechtlichen Instrumente gen¸gten nicht, um gegen Stalking vorzugehen.22 Die strafrechtliche Situation sei heute unbefriedigend.23 So m¸ssten einzelne Elemente verschiedener Tatbest‰nde nachgewiesen werden, die verschiedene Einzelhandlungen abdeckten.24 Dennoch sei Stalking trotz stossendem Verhalten oft strafrechtlich kaum fassbar.25 Es sei unklar, wann Stalking zur Drohung oder Nˆtigung werde. Der grosse Ermessensspielraum der urteilenden Instanzen erschwere eine einheitliche Rechtsprechung und die Rechtssicherheit; die Gleichbehandlung der Opfer sei nicht garantiert.26 Die Anwendung des Nˆtigungstatbestandes auf Stalkingf‰lle gem‰ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung verursache verschiedene Probleme.27 Es fehle ein spezieller Tatbestand, nach dem einzelne, unter Umst‰nden ´sozial ad‰quateª bzw. nicht strafbare Handlungen als Komplex verstanden w¸rden, die in ihrer Gesamtheit schwerwiegende Auswirkungen auf die betroffene Person, deren Lebensgestaltung, Freiheit und Sicherheitsgef¸hl haben kˆnnten und somit strafw¸rdig seien.28 Heute kˆnnten die Einzelhandlungen oft lediglich als ‹bertretung qualifiziert werden; eine Busse werde dem kriminellen Unrecht, dem Leid der Opfer und dem ´harzigenª juristischen Weg nicht gerecht.29

14 AG, AR, BL, BS, NW, SH, ZH; GLP; Fachstelle Stalking.

15 FDP, FDP Frauen.

16 ZG; FDP, FDP Frauen; SODK. ƒhnlich SP.

17 NW, SO, ZG, ZH; SP; alliance F, BIF, Brava, BSJF, cfd, DAO, EFS, EKF, Fachstelle Zwangsheirat, frauenberatung, Frauenhaus Basel, Frauen-Nottelefon, FrauenzentraleBE, FSP, FVGS, io lotto, Konflikt.Gewalt., LibElle, NetzCourage, Online-Petition, Opferhilfeberatung Oberwallis, Opferhilfe SG-AR-AI, Post Beijing, Sexuelle Gesundheit, SODK, Stiftung gegen Gewalt, SVF.

18 BE, NE, SH; BIF, Brava, cfd, DAO, Fachstelle Zwangsheirat, frauenberatung, Frauenhaus Basel, Frauen-Nottelefon, FrauenzentraleBE, FSP, FVGS, io lotto, Konflikt.Gewalt., LibElle, NetzCourage, Opferhilfeberatung Oberwallis, Opferhilfe SG-AR-AI, Sexuelle Gesundheit, Stiftung gegen Gewalt. GR‹NE; SKonfG: abschreckende Wirkung. ƒhnlich FDP und FDP Frauen, wonach da geltende Recht keine generalpr‰ventive Wirkung habe.

19 SP; SODK.

20 TI; GR‹NE.

21 SO; OAV.

22 SZ, ZH; FSP, KKJPD, Online-Petition, SKHG, VSPB.

23 AG, BS, NE, OW, SZ, VS, ZH; BSJF, KKJPD, SKHG.

24 AR, BE, SG, TI, ZH; SSK. ƒhnlich SODK.

25 BE, NW, SG, TG, UR, TI; FDP, FDP Frauen; Online-Petition, SKHG, SSK, SVR. ƒhnlich SP. Umfassend VSPB.

26 AG, AR; BSJF, EFS, EKF, Post Beijing, SODK, SKonfG, SVF, SVR.

27 GE; BSJF, EFS, Online-Petition, SVR. Auch UNIL.

28 AR, BE, BS, SG, SH, TG, SZ, VS, ZG, ZH; FDP, FDP Frauen, GLP, Mitte; BIF, Brava, BSJF, cfd, CSP, DAO, Fachstelle Zwangsheirat, frauenberatung, Frauenhaus Basel, Frauen-Nottelefon, FrauenzentraleBE, FSP, FVGS, EFS, EKF, io lotto, KKJPD, Konflikt.Gewalt., LibElle, NetzCourage, OAV, Opferhilfeberatung Oberwallis, Opferhilfe SG-AR-AI, Post Beijing, Sexuelle Gesundheit, SODK, SSK, Stiftung gegen Gewalt, SVF, UNIL.

29 BSJF, EFS, EKF, Online-Petition. Post Beijing und SVF mit dem Hinweis, dass subtilere Formen von Stalking oft gar nicht geahndet werden kˆnnten.