Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2017/83: Etappe 2 des Sachplans geologische Tiefenlager · 34 Seiten
Fedlex · Erläuternder Bericht · Seite 9Fedlex · Erläuternder Bericht
3 Weiter zu untersuchende geologische Standortgebiete: Vorschlag und sicherheitstechnische Begutachtung
Im Folgenden sind Berichte, Gutachten und Stellungnahmen zusammengefasst, welche sich auf die Sicherheit von geologischen Tiefenlagern beziehen.
3.1 Vorschlag der weiter zu untersuchenden geologischen Standortgebiete mit zugehörigen Standortarealen für die Oberflächenanlage4
Gemäss dem Konzeptteil Sachplan geologische Tiefenlager (SGT) erfolgt die Auswahl von Standorten für geologische Tiefenlager in der Schweiz in drei Etappen. Mit der Festlegung von sechs möglichen Standortgebieten endete 2011 die Etappe 1. In Etappe 2 hatte die Nagra gemäss SGT die Aufgabe, einerseits in Zusammenarbeit mit den Regionen in jedem Standortgebiet zumindest ein Standortareal zu bezeichnen und andererseits basierend auf einem sicherheitstechnischen Vergleich mindestens zwei geologische Standortgebiete pro Lagertyp (Lager für schwach- und mittelaktive Abfälle [SMA] bzw. Lager für hochaktive Abfälle [HAA]) für die weiteren Untersuchungen in Etappe 3 vorzuschlagen.
Im Hauptbericht der Nagra zur Etappe 2 (NTB 14-01) zeigt die Nagra ihren Einengungsvorschlag auf. Dabei legt sie den Vorschlag der in Etappe 3 weiter zu untersuchenden geologischen Standortgebiete Schritt für Schritt dar und begründet ihr Vorgehen. Die wichtigsten Schritte zur Einengung werden hier aufgeführt:
1. Die Methodik, die in Etappe 1 verwendet wurde, wird an die veränderten Rahmenbedingungen an-
gepasst.
2. Bei Standortgebieten für ein SMA-Lager mit mehreren Wirtgesteinen dienen sicherheitstechnische
Vergleiche zur Festlegung des prioritären Wirtgesteins. Für das HAA-Lager wurde bereits in Etappe 1 der Opalinuston als einziges Wirtgestein festgelegt.
3. In den in Etappe 1 festgelegten Standortgebieten wird eine optimierte räumliche Konfiguration der
prioritären Wirtgesteine ausgewählt, was eine Abgrenzung von optimierten Lagerperimetern bedeutet.
4. Mit Hilfe von Dosisberechnungen und einer qualitativen Bewertung anhand von Kriterien zur Sicher-
heit und zur technischen Machbarkeit wird die sicherheitstechnische Eignung der in Etappe 1 vorgeschlagenen Standortgebiete geprüft.
5. Durch einen sicherheitstechnischen Vergleich und die vergleichende Gesamtbewertung der geolo-
gischen Standortgebiete anhand der vom ENSI festgelegten entscheidrelevanten Merkmale werden mindestens zwei Standortgebiete pro Lagertyp vorgeschlagen.
4 Den Hauptbericht und die dazugehörigen Berichte können unter www.nagra.ch/de/cat/publikationen/technischeberichte-ntbs/ ntbs-2014-2015/downloadcenter.htm heruntergeladen werden.