Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2017/92: Beiträge des Bundes an die Olympischen und Paralympischen Winterspiele «Sion 2026» · 34 Seiten

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4.5 Dachverbände und weitere interessierte Organisationen

Laut Schweiz Tourismus begrüsst die Tourismusbranche die Idee der Winterspiele, um damit die Kernkompetenzen des Schweizer Wintersportes und der Schweizer Gastfreundschaft global präsentieren zu können. Schweiz Tourismus als nationale Tourismus- und Marketingorganisation ist der Überzeugung, dass die Winterspiele weit über die Tourismusbranche hinaus eine ökonomische Wirkung entfalten werden. Heute schon gibt der Gast nachweislich zwei von drei Franken ausserhalb des Tourismus aus. Die operativen Risiken sind aus Sicht Schweiz Tourismus kalkulierbar und tief, weil vorsehbar und damit lösbar (bspw. Kapazitäts-Engpässe mit Stammgästen, wenn die Winterspiele in der Hochsaison stattfinden).

OTV unterstützt eine nachhaltige Kandidatur und Durchführung der Winterspiele in der Schweiz und die vorgesehene Beteiligung des Bundes. Der Tourismus im Berggebiet könnte redynamisiert und die Infrastruktur könnte modernisiert sowie auf die Bedürfnisse neuer Gäste ausgerichtet werden. Das Beispiel der Olympischen Jugendspiele 2020 in Lausanne zeigt, wie neuer unternehmerischer Geist ausgelöst werden kann. Risiken sieht OTV in Verdrängungseffekten von Stammgästen und einem Imageverlust der Schweiz bei einem Defizit in der Durchführung der Winterspiele.

Travail.Suisse unterstützt die Vorlage unter der Voraussetzung einer nachhaltigen Entwicklung und der Einhaltung der arbeitsrechtlichen Bestimmungen sowie bestehender Kollektiv-/Mantelverträge. Travail.Suisse schlägt die Ausarbeitung eines Sozialpaktes vor, der die verschiedenen Beteiligten verpflichtet. Die Beiträge des Bundes dürfen zu keinem Leistungsabbau bei anderen Bundesaufgaben führen.

vbu lehnt die Durchführung von Winterspielen in der Schweiz und eine Beteiligung des Bundes an solchen ab. vbu erachtet die Winterspiele in der heutigen Form als Veranstaltung, die nicht nachhaltig durchgeführt werden kann. Es bräuchte ein fundamentales Umdenken und eine ganzheitliche Neukonzeption des Anlasses. Diese ist für vbu mit den vorliegenden Vorschlägen für eine Durchführung im Jahr 2026 in der Schweiz nicht erkennbar.

CP unterstützt das Projekt "Sion 2026" und die vorgesehenen Bundesbeiträge. CP sieht finanzielle Risiken, da acht Jahre vor dem Anlass noch nicht alle Positionen definitiv festgelegt werden können. So sind beispielsweise die steuerlichen Auswirkungen noch nicht berücksichtigt. CP geht davon aus, dass allfällige Mehrausgaben durch entsprechende Mehreinnahmen kompensiert werden können.

hotelleriesuisse sieht in Winterspielen eine grosse Chance, neue Impulse für die Entwicklung des Schweizer Tourismus zu setzen und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Hotellerie und des Tourismus zu verbessern. Die Spiele seien geeignet, nachhaltig neue Gästesegmente zu erschliessen und das Land als «barrierefreie Schweiz» zu positionieren. Die Beteiligung des Bundes ist für hotelleriesuisse unerlässlich. hotelleriesuisse sieht Risiken im finanziellen Bereich. Diese könnten durch konsequente Kontrollen und fortlaufenden Austausch zwischen den Akteuren minimiert werden. Das Sicherheitsrisiko ist zum heutigen Zeitpunkt nicht abschätzbar. Daher ist es richtig, dass der Bund einen finanziellen Spielraum vorsieht und miteinplant. hotel-

leriesuisse GR, HBM und HVBO äussern sich wie hotelleriesuisse.

SBS steht Winterspielen in der Schweiz sehr positiv gegenüber. SBS sieht eine grosse Chance zur Stärkung des Tourismus und der Seilbahnbranche, die sich in einem Strukturwandel befindet. Durch die dezentrale Austragung kann nachhaltig, umweltverträglich und wirtschaftlich in die bestehende Infrastruktur investiert werden. Die Schweiz und insbesondere die alpinen Regionen brauchen ein solches Grossprojekt, um dem Wintertourismus neue Impulse verleihen zu können. Potenzielle finanzielle und sicherheitstechnische Risiken werden durch die Beteiligung des Bundes und die grosse Erfahrung der Schweiz in der Organisation von Grossanlässen minimiert. Die WBB äussern sich ebenfalls in diesem Sinne.

pro natura lehnt die Kandidatur "Sion 2026" und die Beiträge des Bundes ab. Winterspiele seien nicht nachhaltig und das Projekt "Sion 2026" plane verschiedene Wettkämpfe in geschützten Zonen. Auswirkungen auf die Natur und die Landschaft sind unvermeidlich. Winterspiele würden den notwendigen Strukturwandel im Angebot des Tourismus im Berggebiet verzögern. pro natura weist darauf hin, dass in den von den Promotoren veröffentlichen Doku-