Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2017/92: Beiträge des Bundes an die Olympischen und Paralympischen Winterspiele «Sion 2026» · 34 Seiten
Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 19Fedlex · Ergebnisbericht
Die Schneesportinitiative Schweiz sieht in "Sion 2026" eine gesamtschweizerische Chance, den Wintertourismus zu stärken, den Tourismus weiterzuentwickeln und neue Impulse zu generieren. Wintersport ist ein Schweizer Kulturgut und sollte fester Bestandteil im obligatorischen Schulunterricht sein. Gemäss Schneesportinitiative Schweiz weist eine solche Stärkung insbesondere in alpinen und ländlichen Regionen volkswirtschaftliche Bedeutung auf. Die sportliche Betätigung im Winter draussen ist für die Bevölkerung und gerade für Schülerinnen und Schüler wichtig. Sie kann bereits im Vorfeld der Winterspiele gefördert werden.
Laut Sportmuseum Schweiz wird ein Anlass im Ausmass der Winterspiele mit einem Konzept, das nicht zentral auf einen Austragungsort fokussiert ist, unweigerlich zum kulturellen Erbe der Schweiz gehören und als Zeugnis der menschlichen Schaffens- und Schöpfungskraft historische, gesellschaftliche, künstlerische, wirtschaftliche und wissenschaftliche Bedeutung erlangen. Sportmuseum Schweiz verweist auf Los Angeles 1984, bis heute in Bezug auf Finanzen und Nachhaltigkeit die erfolgreichsten Olympischen Spiele. Mit der Schaffung der LA Foundation 1984 wurde eine Institution ins Leben gerufen, die als "knowledge center" funktioniert, die das Vermächtnis pflegt und als Wissensspeicher bis heute eine wichtige Funktion erfüllt. Sportmuseum Schweiz befürwortet eine Beteiligung des Bundes.
Wie Swiss Olympic äussern sich die nachfolgenden Sportverbände: SFV, Kickboxverband,
Turnverband, Pentathlon, Fencing, SFFS, Badminton, SSCHV, AeCS, SA, Volley, FMS,
SSV, SHSV, FSB, SIS, Sailing, SVPS, SPA, SRV, ASG, Endurance, Kanu, Eisstockver-
band, Hängegleiter-Verband, SJV, Squash, SwissTopSport, Wrestling, SASP, Sliding,
Sportunion, Curling, TableSoccer, Wushu, TableTennis, SIHF, SwissCoach, Minigolf, Ten-
nis, Triathlon, Swiss-Ski, ZKV.
Volley erwartet zudem, dass in den sieben Jahren vor der Austragung Auswirkungen positiver Natur spürbar sind. Eine Art "vorgezogene Legacy" scheint Volley extrem wichtig, wenn es darum geht, breite Bevölkerungskreise in der ganzen Schweiz anzusprechen. SSV erachtet zudem die vorgesehene Aufteilung der Kosten der Kandidatur, die je zu einem Drittel durch den Bund, die Durchführungskantone und -gemeinden sowie durch Swiss Olympic gedeckt werden sollen, als sinnvoll. Diese Aufteilung muss auch bei einem Abbruch der Kandidatur vor Oktober 2019 gelten. Die SPA weist darauf hin, dass die internationalen Bestrebungen dahingehen, in Peking 2022 Polo auf Schnee wieder olympisch zu machen. Sollte das gelingen, wird es 2026 eine olympische Reitsportdisziplin geben, die bereits jetzt in St. Moritz ein sehr exklusives Zuhause in der Schweiz hat. Der SRV erinnert daran, dass die Winterspiele nicht zu Verdrängungseffekten führen dürfen, welche den Sommer- und den Wintersport gegeneinander ausspielen. Dem Sportsystem sollen keine finanziellen Mittel oder andere Ressourcen entzogen werden, welche die Durchführung von Sportfördermassnahmen, die Durchführung von Sportveranstaltungen oder den Bau von Sportinfrastrukturen aufgrund der Winterspiele verhindern oder verzögern (in gleichem Sinne äussern sich Kanu, SFV, SHV, Unihockey, Cycling und TableTennis). Swiss-Ski erachtet die erwähnten Austragungsorte und die dazugehörenden Sportarten und Disziplinen als gute Wahl. Swiss-Ski sieht es als äussert positiv, die genannten Gebiete weiter zu entwickeln und sie olympiatauglich zu erweitern.
Gemäss Unihockey wird der Bundesbeitrag korrekterweise für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele gesprochen. Unihockey erwartet, dass die Organisatoren der Paralympischen Spiele konsequent in die Kommunikation miteinbezogen werden und wünscht sich entsprechende Bestrebungen, damit dieser Teil des Anlasses durch die Schweizer Medien ebenfalls eine würdige Abdeckung erfährt. Unihockey bedauert, dass die Bundesbeschlüsse nicht einem nationalen Referendum unterstellt sind und sieht darin eine verpasste Chance zur breiten Legitimation des tollen Projekts.
Für ASMAS ergeben sich durch die Winterspiele sehr interessante Perspektiven zur langfristigen Förderung des Winter-Breitensports sowie zur Entwicklung des Schweizer Tourismus und der Regionalwirtschaft inklusive des schweizerischen Sportfachhandels.
Die Naturfreunde stehen der Durchführung von Winterspielen in der Schweiz kritisch gegenüber. Voraussetzung für eine Unterstützung wäre der Tatbeweis, dass die Winterspiele in der heutigen Form und Grösse tatsächlich nachhaltig durchgeführt werden können, sowohl umweltals auch sozialverträglich. Aus Sicht der Naturfreunde ist fraglich, ob sich der Mitteleinsatz