Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2017/92: Beiträge des Bundes an die Olympischen und Paralympischen Winterspiele «Sion 2026» · 34 Seiten
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Für die SAB dürfen Winterspiele, ebenso wie andere sportliche Grossanlässe, keinen Selbstzweck darstellen. Es ist zwingend notwendig, die langfristigen Entwicklungsperspektiven und nachhaltigen Verbesserungen für die Berggebiete in den Mittelpunkt zu rücken. Dies bedeutet, dass bereits in einer frühen Planungsphase dargelegt werden muss, in welcher Weise die Winterspiele zum Erreichen dieser übergeordneten Ziele beitragen werden. Diese Forderung betrifft einerseits den Verein "Sion 2026", der in Zusammenarbeit mit Swiss Olympic für die Ausarbeitung und Konzeption der Kandidatur zuständig ist. Andererseits sollten auch in der Vorlage des Bundesrates positive Entwicklungsziele für die alpinen Räume formuliert und entsprechende Bezugspunkte zur Organisation der Winterspiele aufgezeigt werden. Als möglichen Ausgangspunkt dieser Planung verweist die SAB auf die Herausforderungen, die der Bundesrat in seinem Bericht zur Politik des Bundes für die ländlichen Räume und Berggebiete erwähnt hat. Die SAB beantragt, bei der weiteren Ausarbeitung der Vorlage folgende Änderungen vorzunehmen: bessere Verbindung der Winterspiele mit konkreten Entwicklungszielen für die alpinen Räume; Beschränkung der finanziellen Haftung der Durchführungskantone und -gemeinden auf die Infrastrukturmassnahmen; Klärung der Beteiligung der Kantone an den Sicherheitskosten; separater Verpflichtungskredit für das olympische Vermächtnis mit konkreten Entwicklungszielen und einem Massnahmenkatalog.
Der SAC verhält sich neutral zur Olympiakandidatur "Sion 2026". Er setzt sich sowohl für den Leistungssport als auch für eine nachhaltige Entwicklung und Erhaltung der Bergwelt ein. Die jeweiligen Zielsetzungen seien beim Thema Olympia kaum miteinander vereinbar. Der SAC bewegt sich im Spannungsfeld der Bestrebungen, Sportarten wie Klettern, Skitourenrennen oder Eisklettern ins Programm der Olympischen Spiele aufzunehmen und der vielen Argumente, die gegen Winterspiele im Alpenraum sprechen. Der SAC Zentralverband bezieht deshalb weder für noch gegen eine Kandidatur "Sion 2026" Position. Er beteilige sich nicht an der Ausarbeitung der Kandidatur und nehme keinen Einsitz in Komitees für oder gegen eine solche. Weiter äussere er sich nicht zu den Bundesbeiträgen und der Volksabstimmung im Wallis.
4.6 Sportverbände
Swiss Olympic, als Dachorganisation des privatrechtlichen, organisierten Schweizer Sports, hält fest, dass der Schweizer Sport hinter diesem Konzept für Winterspiele steht. Die Schweiz benötige in der nächsten Dekade ein Generationenprojekt wie die Winterspiele. Swiss Olympic ist überzeugt, dass es gelungen ist, mit dem Kandidaturdossier alle wesentlichen Kritikpunkte, welche im Zusammenhang mit Schweizer Olympiakandidaturen geäussert wurden, aufzunehmen und konstruktive Lösungsansätze zu finden. Die Schweizer Sportverbände streben Winterspiele an, die ihre Wirkung im Bereich des Sports nur dann nachhaltig entfalten können, wenn Gesellschaft, Wirtschaft, Tourismus, Bildung und die Umwelt mindestens ebensolchen Mehrwert generieren können. Die Winterspiele sind viel mehr als ein Sportanlass: Sie sind ein Generationenprojekt, das weit über den Sport hinaus Inspiration für Kinder, Jugendliche und Erwachsene bringt und mit grossen Chancen für die Schweiz verbunden ist. Sie können der Schweiz als Katalysator dienen, um Lösungen für künftige wirtschaftliche, soziale und ökologische Herausforderungen zu entwickeln und die Schönheit und Leistungsfähigkeit unseres Landes einem weltweiten Milliardenpublikum näherzubringen. Winterspiele sind zudem eine einmalige Plattform zur Förderung des Breitensports und haben die Kraft, Millionen Menschen zu motivieren, selbst aktiv oder noch aktiver zu werden, Sport zu treiben und die exzellenten Sportanlagen in den Schweizer Bergen wie auch überall sonst im Land intensiver zu nutzen. Mit den Winterspielen als Motor können beispielsweise im öffentlichen Raum attraktive, niederschwellige und barrierefreie Sport- und Bewegungsangebote geschaffen werden. Zudem können die Bewegungsverträglichkeitsprüfung neuer Siedlungen institutionalisiert, die Bewegungs- und Ernährungsförderung am Arbeitsplatz gestärkt und eine lebenslange Bewegungsförderung bis ins vierte Lebensalter intensiviert werden. Weiter sieht Swiss Olympic die Winterspiele als hervorragende Gelegenheit, das Ansehen des Leistungssports in der Schweiz aufzuwerten, die Rahmenbedingungen für die Athletinnen und Athleten zu verbessern und eine ganze Generation von jungen Sportlerinnen und Sportlern zu motivieren und zu inspirieren. Für keinen Sportler dieser Welt gibt es etwas Grösseres, als an Olympischen Spielen im eigenen Land starten zu können. Dabei zählen nicht nur die Medaillen, welche die Schweizer Spitzensportlerinnen und Spitzensportler auf internationaler Ebene gewinnen: Jedes sportliche Talent ist ein Gewinn für unser