Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2017/92: Beiträge des Bundes an die Olympischen und Paralympischen Winterspiele «Sion 2026» · 34 Seiten
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1. Ausgangslage
Mit Gesuch vom 4. August 2017 hat Swiss Olympic dem Bundesrat einen Antrag zur Unterstützung der Kandidatur „Sion 2026“ und der Durchführung von Olympischen und Paralympischen Winterspielen 2026 (Winterspiele) in der Schweiz eingereicht. Dieses Gesuch bildete den Abschluss eines längeren Verfahrens, das seinen Anfang mit dem Entscheid zur erneuten Lancierung einer schweizerischen Kandidatur im März 2016 nahm. Im Vorfeld kam eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des Präsidenten von Swiss Olympic („TaskForce 2026“) zum Schluss, dass die Chancen für eine Kandidatur trotz des negativen Ausgangs der Volksabstimmung im Kanton Graubünden im März 2013 intakt seien. Dies insbesondere unter der Berücksichtigung der Agenda 2020 des IOC.
Das als einziges im Rennen verbliebene Projekt „Sion 2026“ wurde von der „TaskForce 2026“ von Swiss Olympic evaluiert und dem Exekutivrat im März 2017 in zustimmendem Sinn unterbreitet. Im Rahmen einer ausserordentlichen Versammlung hat das Sportparlament (oberstes Organ von Swiss Olympic) im April 2017 einstimmig entschieden, mit „Sion 2026“ eine Kandidatur zu lancieren.
Der Bundesrat hatte ein erstes Mal in einer Aussprache im Dezember 2016 Kenntnis von den Bestrebungen einer möglichen Austragung von Winterspielen in der Schweiz im Jahr 2026 genommen. Nach seiner Auffassung sind die Winterspiele in mehrfacher Hinsicht eine Chance für die Schweiz. Zudem anerkannte er, dass ein Sportanlass dieser Grössenordnung ohne substanzielle finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand nicht möglich sein würde.
Mit Beschluss vom 18. Oktober 2017 hat der Bundesrat vom Stand des Projekts „Sion 2026" Kentnis genommen und die finanziellen Eckwerte einer Bundesbeteiligung am Projekt festgelegt. Er hat gleichzeitig das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS beauftragt, dem Bundesrat bis 15. Dezember 2017 einen Antrag zur Eröffnung einer Vernehmlassung betreffend die Unterstützung des Projekts zu stellen. Der Beschluss des Bundesrates beruhte auf dem von Swiss Olympic Ende August 2017 eingereichten Gesuch um eine finanzielle Unterstützung des Projekts „Sion 2026“ und den Ergebnissen der Abklärungen zu dessen technischer und finanzieller Machbarkeit.
Die Unterlagen zum Vernehmlassungsverfahren wurden nach dem Beschluss des Bundesrates vom 8. Dezember 2017 auf der Webseite der Bundeskanzlei und des Bundesamtes für Sport BASPO publiziert. Die Adressaten der Vernehmlassung (vgl. Liste Anhang 5.1) wurden dahingehend informiert.
Die Vernehmlassungsfrist dauerte bis 23. März 2018.
2. Vorbemerkungen
2.1 Teilnahme am Vernehmlassungsverfahren
Neben den Kantonen wurden die KdK, die KKJPD, die politischen Parteien, die gesamtschweizerischen Dachverbände der Gemeinden, Städte und Berggebiete, die gesamtschweizerischen Dachverbände der Wirtschaft, die vorgesehenen Austragungsorte sowie 61 weitere interessierte Organisationen direkt begrüsst. Im Rahmen der Vernehmlassung gingen insgesamt 139 Stellungnahmen ein (24 Kantone, KdK, 13 Austragungsorte, 8 Parteien, 35 Dachverbände und weitere interessierte Organisationen sowie 58 Sportverbände).
2.2 Fragen an die Vernehmlassungsteilnehmenden
Die Teilnehmenden an der Vernehmlassung waren gebeten, sich mittels der Beantwortung eines Fragebogens zu äussern. Dies unabhängig davon, ob sie eine ausführliche Stellungnahme verfassten oder nicht.
Wie stehen Sie grundsätzlich zur Durchführung Olympischer und Paralympischer Winterspiele in der Schweiz?
Befürworten Sie die Kandidatur Sion 2026 zur Durchführung Olympischer und Paralympischer Winterspiele in der Schweiz?