Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2017/92: Beiträge des Bundes an die Olympischen und Paralympischen Winterspiele «Sion 2026» · 34 Seiten
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Befürworten Sie eine Beteiligung des Bundes an der Durchführung Olympischer und Paralympischer Winterspiele in der Schweiz?
Welche Chancen erkennen Sie als Folge der Olympischen und Paralympischen Winterspiele in Ihrem Bereich?
Welche Risiken erkennen Sie als Folge der Olympischen und Paralympischen Winterspiele in Ihrem Bereich?
2.3 Darstellung der Ergebnisse im Vernehmlassungsbericht
Die Vernehmlassten werden in der Regel mit Abkürzungen (vgl. Anhang 5.2) zitiert. Bei Institutionen, für die keine offiziellen oder falls mehrdeutige Abkürzungen bestehen, wurden aus Praktikabilitätsgründen ad hoc neue Abkürzungen geschaffen.
Für den Vernehmlassungsbericht wurden die Teilnehmenden in sechs Kategorien (Austragungskantone, übrige Kantone, Austragungsorte, Parteien, Dachverbände und weitere Organisationen, Sportverbände) eingeteilt. Die Reihenfolge innerhalb einer Kategorie ist zufällig und drückt keine inhaltliche Wertung aus.
Als Standortkantone benennt werden die Kantone VS, VD, FR, BE, GR und OW, da auf ihrem Territorium Sportanlagen für die Austragung der Olympischen und allenfalls auch der Paralympischen Spiele genutzt würden. Die Kantone VS, VD, FR, BE und OW sind Mitglieder des Ver-
eins.
3. Grundsätzliche Einschätzung der Vorlage
Von den 139 Vernehmlassten steht anzahlmässig eine Mehrheit den Winterspielen in der Schweiz grundsätzlich positiv bis sehr positiv gegenüber. Sie unterstützen die Beiträge des Bundes, allerdings meist unter bestimmten Voraussetzungen. Die Standortkantone VS, VD,
OW, BE, GR beschränken ihre finanzielle Verantwortung. Auch die Befürworter sehen Risiken im Projekt, insbesondere werden die Gewährleistung der Sicherheit und die Einhaltung der Kosten genannt. Die ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Nachhaltigkeit des Anlasses werden auch von ihnen als zentral erachtet. Die Gegner stehen der Vorlage skeptisch gegenüber oder lehnen sie klar ab. Als Gründe werden insbesondere die fehlende Nachhaltigkeit, die Grösse des Anlasses und dessen Auswirkungen auf Natur und Umwelt sowie die fehlende Unterstützung in der Bevölkerung genannt. Die Unterstützung anderer Massnahmen wäre geeigneter zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung. Einzelne Vernehmlasste erachten den erläuternden Bericht nicht oder nicht in allen Punkten als ausreichende Entscheidungsgrundlage. Verschiedene Vernehmlasste fördern eine referendumsfähige Vorlage oder würden eine nationale Abstimmung begrüssen. Massnahmen zur Einhaltung der Schuldenbremse, welche Lastenabwälzungen des Bundes auf die Kantone zur Folge hätten, lehnen die KdK und verschiedene Kantone ab. Verschiedene Kantone weisen darauf hin, dass es nicht möglich wäre, ihre Einsatzkräfte neben den Winterspielen 2026 für weitere Grossanlässe (wie etwa das World Economic Forum WEF) abzustellen. Der Verein bittet den Bund, sich bei einem vorzeitigen Abbruch der Kandidatur an den bis dahin aufgelaufenen Kosten anteilmässig (zu einem Drittel) zu beteiligen.