Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2020/49: Bundesgesetz über die Landwirtschaft. Änderung · 19 Seiten

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Mindestgrenzschutz von 7 Franken je 100 kg Zucker. Mit den befristeten Massnahmen räumte der Bundesrat der Schweizer Zuckerwirtschaft drei Jahre ein, um ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter zu verbessern. Zudem leistet die Schweizer Zuckerwirtschaft einen Beitrag, indem sie zur Stützung der Zuckerrübenpreise dafür gebildete Reserven auflöst und eine Betriebswirtschaftsstudie Schweizer Zucker5 erarbeiten lassen hat.

Direktzahlungsberechtigte Betriebe in der Talzone erhalten für die Bewirtschaftung ihrer Ackerflächen Versorgungssicherheitsbeiträge von 1300 Franken je Hektare. Für den Anbau von Zuckerrüben zur Zuckerherstellung kommt der Einzelkulturbeitrag hinzu, der bis 2021 2100 Franken beträgt und nach geltendem Recht ab 2022 wieder auf 1800 Franken je Hektare sinken wird. Ausgehend von einem Einzelkulturbeitrag von 2100 Franken pro Hektare und Jahr sind derzeit je nach Bodenbearbeitung und Herbizideinsatz Beitragssummen bis 5050 Franken je Hektare und Jahr möglich.

Anbausystem

Aktuelle Beiträge für Zuckerrüben zur Zuckerherstellung

ÖLN + Zusatz- (in Franken pro Hektare und Jahr) ÖLN Bio massnahmen Versorgungssicherheits-Basisbeitrag 900 900900

Beitrag für offene Ackerfläche und Dauerkulturen 400 400400

Einzelkulturbeitrag 2100 21002100

reduzierte Bodenbearbeitung Direktsaat oder 250250

Streifenfrässaat oder 200200

Mulchsaat 150150

Zusatzbeitrag für Herbizidverzicht200

reduzierter Herbizideinsatz nur mechanische Unkrautbekämpfung zwischen den Reihen ab 4-Blatt-Stadium oder200

ab Saat oder400

vollständiger Verzicht auf Herbizide800

Verzicht auf Fungizide und Insektizide400

Beitrag für die biologische Landwirtschaft offene Ackerfläche ohne Spezialkulturen1200

total 3400 3400 bis 5050 4600 bis 4850

Quellen: Direktzahlungs- und Einzelkulturbeitragsverordnung

Die Zuckerrübenproduktion in der Schweiz ist eine Vertragsproduktion zwischen der einzigen Zuckerherstellerin, der Schweizer Zucker AG, und 4200 Zuckerrübenpflanzern. Im Jahr 2019 verarbeitete die Schweizer Zucker AG in den beiden Werken Aarberg und Frauenfeld insgesamt 1,65 Millionen Tonnen Zuckerrüben zu 240 000 Tonnen Zucker. Für 2020 erwartet die Schweizer Zucker AG Rohstoff aus einer gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderten Zuckerrübenfläche von 17 900 Hektaren. Davon werden etwa 1100 Hektaren nach den Richtlinien der Labelorganisation IP-Suisse und 150 Hektaren biologisch kultiviert. Gemäss den IP-Suisse-

5 https://www.svz-fsb.ch/de/publikationen/medienmitteilungen/39- betriebswirtschaftsstudie-schweizer-zucker.html