Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2026/90: Verordnungspaket Umwelt Frühling 2027 · 19 Seiten

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Konzentrationswerten verglichen. In Abbildung 1 wird ersichtlich, dass sich die Anzahl der Ablagerungsstandorte mit Hinweis auf eine Sanierungsbedürftigkeit durch Anhebung des Summen-Konzentrationswertes von 50 ng auf 200 ng TEQ/L wesentlich ändert.

Abbildung 1: Anteil der untersuchten Ablagerungsstandorte mit Hinweis auf Sanierungsbedürftigkeit (in Prozent) bei drei möglichen Summen-Konzentrationswerten; Die Werte der Messkampagne des BAFU 2024 sind in blau, die Werte der r kantonseigenen Messungen in violett dargestellt.

Wenn man von der geschätzten Anzahl von 5800 Ablagerungsstandorten mit potenziellem PFAS-Verdacht ausgeht, würden gemäss der durchgeführten Untersuchungskampagne bei einem Summen-Konzentrationswert von 50 ng TEQ/L ungefähr 2200 Ablagerungsstandorte mit einem Hinweis auf eine Sanierungsbedürftigkeit resultieren. Bei einem Summen-Konzentrationswert von 200 ng TEQ/L reduziert sich diese Anzahl auf ungefähr 460 Ablagerungsstandorte.

Bei einem tiefen Summen-Konzentrationswert gäbe es zahlreiche Sanierungen, bei denen eine grosse Menge schwach belastetes Aushubmaterial anfallen würde, das triagiert und entsorgt werden müsste. Mit Blick auf die aktuellen Kenntnisse, insbesondere auch bezüglich der Risiken, scheint dies unverhältnismässig.

Schätzung der Anzahl neuer belasteter Standorte, die durch PFAS-haltige Löschschäume verursacht worden sind

Belastete Standorte, die durch PFAS-haltige Löschschäume verursacht worden sind, sind in der Altlastenbearbeitung ein neues Thema. Bis anhin waren Löschübungsplätze oder Feuerwehrdepots nicht im KbS eingetragen. In einem ersten Schritt geht es darum, diese Standorte zu identifizieren und danach zu beurteilen, ob eine schädliche oder lästige Einwirkung vorliegt. Anschliessend müssen die Standorte, bei denen das gemäss Artikel 32c USG und der AltlV der Fall ist, saniert werden. Auch hier stellt sich die Frage, mit wie vielen Standorten schweizweit zu rechnen ist.

Zwei Kantone sind bei diesen anstehenden Erhebungen bereits weit fortgeschritten. Diese Erhebungen wurden anhand der Anzahl Einwohner auf die Schweiz hochgerechnet und mit den Erfahrungen diverser anderer Kantone gespiegelt.