Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2026/90: Verordnungspaket Umwelt Frühling 2027 · 19 Seiten

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tendenziell beschleunigen, was dazu führen wird, dass allfällige Untersuchungen und Sanierungen früher angeordnet werden als bei weiterhin einzelfallspezifischen PFAS-Summen-Konzentrationswerten. Die Kosten werden somit früher anfallen. Hervorzuheben ist, dass gemäss angepasstem Umweltschutzgesetz vom 1. April 2025 bei von öffentlichen Körperschaften getragenen Feuerwehren eine Kostenbeteiligung des Bundes von 40 Prozent an die altlastenrechtlich gebotenen Massnahmen möglich ist (vgl. Art. 32ebisAbs. 10 und 11 i.V.m. Art. 32eterAbs. 1 Bst. h und i USG).

5.2.3 Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft

Die geplante Massnahme hat keine direkten Auswirkungen auf den Wettbewerb, die Standortattraktivität, den internationalen Öffnungsgrad, das BIP/Wachstum, die Produktivität oder die Verteilwirkung.

Die Innovation / Digitalisierung sind in geringem Masse betroffen, da durch die beschleunigte Altlastenbearbeitung die Innovation bei den Sanierungsmethoden sowie die Innovation bei PFAS-Alternativprodukten vorangetrieben wird.

Eine Sanierung einer PFAS-Altlast kann durchaus teuer sein. So kann beispielsweise der finanzielle Aufwand für ein Bauprojekt aufgrund der Kontamination mit PFAS signifikant ansteigen. Es ist jedoch zu berücksichtigen, welche Kosten ohne eine solche Sanierung entstehen würden.

2019 veröffentlichte der Nordische Ministerrat eine Abschätzung der sogenannten «Kosten des Nichts-Tuns» (engl. «costs of inaction»). Die Studie schätzt, dass wenn nichts unternommen würde, die gesundheitsbezogenen Kosten für die europäischen Bürger sich auf eine Summe zwischen 52 und 84 Milliarden Euro pro Jahr belaufen. Die nicht gesundheitsbezogenen Kosten (hauptsächlich Trinkwasseraufbereitung) über einen Zeitraum von zwanzig Jahren werden für die Nordischen Ländern sowie andere Länder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) auf 16.9 Milliarden Euro geschätzt.

Diese Studie kann im Grundsatz auch in der Schweiz Anwendung finden. Im Vergleich mit den Folgekosten, welche ohne eine Sanierung entstehen, erscheinen die Sanierungskosten gering.

5.3 Auswirkungen auf die Gesellschaft

Die Massnahme ermöglicht die frühzeitige Erkennung und Sanierung PFAS-belasteter Flächen. Dadurch werden Langzeitbelastungen für zukünftige Generationen reduziert, insbesondere im Hinblick auf Trinkwasser oder Bodenressourcen.

Werden Konzentrationswerte in der AltlV festgelegt, werden Sanierungen tendenziell eher an die Hand genommen, resp. forciert. PFAS-Belastungsquellen werden damit früher entfernt, was der Trinkwasserqualität und damit der menschlichen Gesundheit zugutekommt.