Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2004/20: Vorentwurf des Berichtes des Bundesrats über die Situation der Fahrenden in der Schweiz · 26 Seiten

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• 7 politischen Parteien9;

• 3 Spitzenverbänden der Wirtschaft oder Berufsverbänden10;

• 10 weiteren Organisationen11

• 9 Spontanbeiträge:

- 1 Spitzenverband der Wirtschaft12

- 6 Organisationen13;

- 2 Einzelpersonen.14

4. GESAMTBEURTEILUNG DER VORLAGE

4.1 Allgemeine Bemerkungen

Die Vernehmlassung hat gezeigt, dass die Situation der Fahrenden in der Schweiz seitens der konsultierten Körperschaften, Organisationen und Institutionen auf Interesse stösst; diese haben ihrer Befriedigung darüber Ausdruck verliehen, dass dieses Thema Gegenstand eines Berichts des Bundesrates bildet und ein entsprechendes Vernehmlassungsverfahren bei Kantonen, politischen Parteien und interessierten Kreisen durchgeführt worden ist. Es bestehen allerdings Meinungsunterschiede, was die Einschätzung der Lage der Fahrenden in der Schweiz anbelangt. So reagieren die Kantone unterschiedlich, je nachdem, ob sie von dieser Thematik direkt betroffen sind oder nicht. Was die politischen Parteien, der Spitzenverbände der Wirtschaft und Berufsverbände sowie die weiteren befragten Organisationen anbelangt, sind ihre jeweiligen Stellungnahmen von ihrer Ausrichtung geprägt. In den folgenden Kapiteln sind die Ergebnisse des Vernehmlassungsverfahrens im Detail dargelegt.

4.2 Teilbericht I – Das Übereinkommen Nr. 169 der Internationalen Arbeitsorganisation über eingeborene und in Stämmen lebende Völker: Auswirkungen einer allfälligen Ratifizierung.

Die Kantone und Organisationen, die sich geäussert haben, sind der Auffassung, dass Massnahmen zur Verbesserung der Situation der Fahrenden in der Schweiz ergriffen werden könnten; dies insbesondere durch die Schaffung von Stand- und Durchgangsplätzen, Verbesserungen im Bereich Erziehung und Berufsbildung, eine gezieltere Konsultation der Fahrenden-Gemeinschaft sowie den Kampf gegen Diskriminierungen.

Ihre Meinungen divergieren jedoch, was die Zweckmässigkeit einer allfälligen Ratifizierung des Ü 169 anbelangt, da die Schweiz schon heute über gesetzliche Bestimmungen verfügt, die auf die Fahrenden anwendbar sind. Differenzen bestehen auch hinsichtlich der Notwendigkeit

9 Die Christlichsoziale Partei der Schweiz und die Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz haben ausdrücklich auf eine Stellungnahme verzichtet, Grüne, EVP, FDP, SP, SVP. Nicht geäussert haben sich: Alternative Liste, Grünes Bündnis, Schweizer Demokraten, Lega dei Ticinesi, Liberale Partei der Schweiz, Partei der Arbeit der Schweiz – PdA, Sozialistisch Grüne Alternative Zug, SolidaritéS, Eidgenössisch- Demokratische Union.

10 SGB, Schweizerischer Arbeitgeberverband, SGV über die Chambre vaudoise des arts et métiers. Nicht geäussert haben sich: Economiesuisse, Travail.Suisse, Schweizerischer Bauernverband.

11 Association Action Sinti et Jenisch Suisses, Gemeindeverband, Radgenossenschaft, VLP, EKKJ, EKR, FSU, Stiftung ZSF, GfbV, SSV. Nicht geäussert haben sich: Bund Schweizerischer Frauenorganisationen, Eidgenössische Kommission für Frauenfragen, Dreigliedrige Eidgenössische Kommission für Angelegenheiten der IAO, Evangelische Zigeunermission Schweiz – Leben und Licht, Rroma Foundation, Stiftung Naschet Jenische.

12 FER.

13 Büro von Indigenen und Nomaden, Jenischer Kulturverband Österreich, MERS, Pro Juventute, "Schäft qwant", Verein Schinagel.

14 Frau Joëlle Sambuc Bloise, Herr W. Schmitz.