Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2008/72: Bundesgesetz über die Unternehmens-Identifikationsnummer (UIDG) · 21 Seiten

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Erläuternder Bericht und Kommentar zum UIDG

Die UID wird zudem vielfältige Anwendung im Bereich des E-Government finden. Zahlreiche Projekte benötigen die UID sogar als Grundvoraussetzung. Sie ist zum Beispiel unerlässlich als Identifikator für die elektronische Datenübermittlung zwischen den Unternehmen und der Verwaltung oder für die Einführung der elektronischen Authentifizierung in der Schweiz. Schliesslich benötigen die international agierenden Schweizer Unternehmen die UID, da ein immer grösserer Teil der wirtschaftlichen Aktivitäten mit dem und im Ausland eine offizielle einheitliche Identifikationsnummer verlangt. Dies ist insbesondere im Zoll- und Steuerbereich der Fall. Folglich wird die UID zu besseren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beitragen.

Die UID zieht grundsätzlich keine zusätzlichen Kosten für die Wirtschaft nach sich. Weder müssen sich die Unternehmen im UID-Register anmelden, noch müssen sie ihm Änderungen ihrer Identifikationsdaten (z.B. Adressänderung) mitteilen. Es besteht zudem keine Pflicht, die UID zu nutzen und auf Geschäftsdokumenten (Briefe, Rechnungen usw.) anzugeben. Daher können alle bisherigen Drucksachen weiter verwendet werden. Dies wird sich erst mittelfristig ändern, wenn die heute bestehenden Nummernsysteme (z.B. die Mehrwertsteuernummer) durch die UID ersetzt werden. Eine Anpassung der Mehrwertsteuernummer wird jedoch unabhängig von der Einführung der UID in den nächsten Jahren notwendig sein. Diese Kosten sind deshalb nicht im Zusammenhang mit der UID zu sehen.

Wenn Unternehmen die UID ihrer Geschäftspartner in ihre privaten Datenbanksysteme aufnehmen wollen, ergeben sich entsprechende Kosten durch Anpassungen im IT-Bereich. Dieser Schritt erfolgt jedoch auf freiwilliger Basis und bietet hauptsächlich Unternehmen mit einer grossen Anzahl von Geschäftspartnern (z.B. Banken und Versicherungen) erhebliche Vereinfachungen in der Datenverwaltung.