Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2009/48: Änderung des Strafgesetzbuches und des Militärstrafgesetzes betreffend die organisierte Suizidhilfe · 27 Seiten

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nen16) eine Lösung im Sinne der Variante 1 (mit oder ohne Vorbehalt); 20 (1 Kanton [FR], 2 Parteien [EVP, EDU-ZH], 17 Organisationen17) unterstützen eine Lösung im Sinne der Variante 2 (mit oder ohne Vorbehalt) und 22 (3 Kantone [AG, TI, VS], 1 Partei [SP], 18 Organisationen18) erachten, dass eine Spezialregelung oder ein Spezialgesetz im Sinne eines Aufsichts- oder Überwachungsgesetzes diese komplexe und delikate Materie besser erfassen kann19. Weiter ist zu erwähnen, dass EXIT-ADMD eine Änderung von Artikel 114 StGB beantragt, um unter gewissen Bedingungen auch die aktive direkte Sterbehilfe zu erlauben.20

Von denjenigen Teilnehmern, welche den Status quo bevorzugen, haben vier (VKS, HUG, SVS, SGG) angefügt, dass sie sich subsidiär, falls keine andere Lösung als möglich erscheint, mit der Variante 1 und weitere fünf Teilnehmer (AGSG, GPAN-BS, Pro Senectute, MS, SFGG) mit einer spezialgesetzlichen Regelung abfinden könnten.

Es scheint schon zu Beginn dieser Auswertung offensichtlich zu sein, dass, obschon eine klare Mehrheit einen Handlungsbedarf auf Bundesebene erkennt (84 Teilnehmer unterstützen eine Änderung der heute geltenden Gesetzgebung und 25 den Status quo), kein Konsens darüber besteht, wie man dieses schwierige und heikle Thema lösen will (35 Teilnehmer befürworten eine Lösung im Sinne der Variante 1, 20 eine im Sinne der Variante 2 und 22 sind für eine spezialgesetzliche Lösung). Der verbleibende Rest der Teilnehmer21 hält, obschon ein Handlungsbedarf erkannt wird, weder eine Änderung des StGB noch ein Spezialgesetz für sinnvoll.

3.1.3. Notwendigkeit der Förderung der Suizidprävention und der Palliative Care

Etliche Teilnehmer haben die Vernehmlassung dazu verwendet, den Bund zu ermuntern, seine bisherigen Anstrengung in den Bereichen der Suizidprävention22 und der Palliative Care23 weiterzuverfolgen und alle notwendigen Massnahmen24 zu ergreifen, um diese in Zukunft noch stärker ausbauen und fördern zu können. Die EDU und die SEK verlangen darüber hinaus, dass die Palliativpflege über die obligatorische Krankenversicherung rückvergütet wird.

3.1.4. Bemerkungen über einige problematische Aspekte der Suizidhilfeorganisationen

Unter den genannten Aspekten der Suizidhilfeorganisationen empfinden elf Teilnehmer25 die Kommerzialisierung der Sterbehilfe als problematisch. Weitere 15 Teilnehmer26 kritisieren

16 KKPKS, CURAVIVA/INSOS, VASOS, FFS, KSS, KSBS, Palliative-VS, Alzheimer, SBK, SEK, SEV, SGB, UNI-LS, PJ.

17 AGEAS, Choisir la vie-VS, ASPDV, AMCAS-TI, BSBK, CFT, NRB, FAM, VFG, HGS, HLI-CH, JEM, MEP, JZL, SWK, VEBS, VKAS.

18 EXIT-DS, APGS, AEPL, CURML, EESP, FLK, FSP, KLS, NEK, SAMW, SKF, SKG, SSV, SGBE, ASS, UNI3-GE, FMH, VSAO.

19 Es gilt anzumerken, dass die Teilnehmer ZH, ZG, BS, SH, Alzheimer, KSS, KSBS, SEK, UNI-LS, SGV sich gefragt haben, ob ein Spezialgesetz nicht zweckmässiger ist. BL verlangt, dass parallel zur vorgeschlagenen Änderung des StGB auch ein Spezialgesetz erlassen werden muss.

20 Eine solche Lösung wird auch von der Privatperson SGA begrüsst.

21 SH, EDU, EXIT-ADMD, EX International, Palliative-CH, Pro Senectute, SGV.

22 LU, ZG, BL, AG, NE, CVP, EDU, EDU-ZH, GPS, AGEAS, AGSG, ASPDV, BSBK, CKKS, FFS, FSP, HLI-CH, NEK, Palliative-CH, SAMW, SBK, SEK, SGG, SKF, ASS, VSAO, VKAS.

23 LU, ZG, BL, AG, TI, NE, CVP, CVP-ZH, SVP-VS, EVP, EDU, EDU-ZH, GPS, PCS, EXIT-DS, Dignitas, APGS, AGEAS, AGSG, Choisir la vie-VS, AEPL, ASPDV, AMCAS-TI, BSBK, CURML, CKKS, NRB, VASOS, FFS, FLK, VFG, FSP, HGS, HLI-CH, JEM, KLS, NEK, MEP, Palliative-CH, Palliative-VS, Pro Familia, SAMW, Alzheimer, SBK, SEK, SEV, SGG, SGB, SIG, SKF, JZL, SWK, SFGG, SGBE, VSAO, FMH, VEBS, VKAS.

24 Man kann diesbezüglich besonders auf den Ausbau des palliativmedizinischen Angebots, eine bessere Aufklärung der Öffentlichkeit und eine bessere Ausbildung des Pflegepersonals hinweisen.

25 LU, SZ, ZG, SO, JU, GPS, APGS, Pro Familia, SGV, SSV, ASS. Die UNI-GE findet dagegen, dass es schon heute ausgeschlossen ist, Sterbehilfe mit kommerziellen Zielen auszuüben.

26 SZ, VS, ZG, TI, JU, CVP, FDP, FDP-ZH, EVP, EDU-ZH, GPS, FLK, SGV, SSV, JZL.