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Vernehmlassung 2014/86: Zusammenarbeit E-Government Schweiz ab 2016 · 39 Seiten

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Anhörung bei den Fachstellen zu E-Government Schweiz ab 2016

2.4. Zufriedenheit der Zielgruppen

Aus Sicht der Wirtschaft wird das Internet-

angebot der staatlichen Verwaltung insge-

samt weiterhin positiv beurteilt, obwohl der

Anteil derer, die sehr zufrieden sind, ten-

denziell gesunken ist. Demgegenüber hat

jedoch der Anteil der „Eher-Zufriedenen“

gegenüber 2011 noch weiter zugenommen,

auf über 70 Prozent. Bei der Beurteilung

des Internetangebots des Bundes zeigen

sich die Befragten „eher zufrieden“. Die

Angebote auf Bundesebene werden jedoch

nicht ganz so gut beurteilt, wie jene der

kantonalen Ebene. Ein Defizit in diesem

Bereich ist der nach wie vor fehlende flä-

Abbildung 4: Beurteilung des staatlichen Internetangebots durch chendeckende Service für die Deklaration

die Wirtschaft. (Studie Firmen und E-Government 2013)

der Mehrwertsteuer.

Auch in der Bevölkerung ist die Zufriedenheit der Nutzer mit den bestehenden Online-

Angeboten „eher gut“ bis „gut“. Die Nutzung der Online-Kanäle ist aber seit 2012 gleichbleibend mit teilweise rückläufiger Tendenz.

Aus Sicht der Verwaltung nimmt das Bedürfnis nach elektronischen Dienstleistungen bei Bevölkerung und Wirtschaft zu, während das Angebot an effektiv vorhandenen Services nach wie vor nur langsam steigt. Als Hauptgrund hierfür nennen die Behörden vor allem fehlende Ressourcen für E-Government-Projekte in der Verwaltung.

Obwohl E-Government einen zunehmenden Reifegrad hat, ist das Potential noch nicht erschlossen. Mit E-Government sind nach wie vor hohe Nutzenerwartungen verbunden:

► Die Wirtschaft erwartet weiterhin Aufwand- und Kostenreduktionen, Beschleunigung der Verwaltungsprozesse und dank einer modernisierten Verwaltung Wettbewerbsvorteile. Aus Sicht der Gesamtwirtschaft soll E-Government zu Standortvorteilen führen, welche sich auch für die Bevölkerung positiv auswirken.

► Die Bevölkerung erwartet einen einfachen, orts- und zeitunabhängigen Zugang zu Verwaltungsleistungen, eine schnelle Geschäftsabwicklung, Kundenorientierung und hohe Servicequalität bei geringen Gebühren oder kostenfrei.

► Die Verwaltung erwartet, dass sie die Forderung nach kundenorientierten Dienstleistungen noch besser erfüllen kann, innerhalb und über die Verwaltungsstellen hinweg reichende Geschäfte effizient, transparent und nachvollziehbar ausführen sowie Aufwand und Kosten reduzieren kann.

Weitere Erwartungen gehen über die Abwicklung von traditionellen Verwaltungsprozessen hinaus. So bieten neue Technologien neue Möglichkeiten zur Partizipation an politischen Prozessen (E-Partizipation, Crowds). Die erhöhte Mobilität von Personen und die Flexibilität von Unternehmen führen dazu, dass föderale Zuständigkeiten entsprechend den Gemeinde- und Kantonsgrenzen als unnatürlich oder hemmend erlebt werden, insbesondere wenn Verwaltungsprozesse durch Verwaltungsstellen unterschiedlich gehandhabt werden. Informationen, welche die Verwaltung anbietet, sollen frei zugänglich sein. Demgegenüber steht das starke Bedürfnis nach Datenschutz und Datensicherheit und die Wahlfreiheit des Individuums, auf welchen Kanälen verkehrt und welche personenbezogenen Daten wie verwendet werden dürfen.