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Vernehmlassung 2015/18: Nationale Strategie Sucht · 31 Seiten

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Handlungsfeld 1 – Gesundheitsförderung, Prävention und Früherkennung

Gesundheitsförderung und Prävention zielen darauf ab, Gesundheit über alle Lebensphasen hinweg zu erhalten und Suchterkrankungen oder Risikoverhalten frühzeitig zu erkennen und zu verhindern. Die Stärkung der Gesundheitskompetenz, also die Fähigkeit jedes Einzelnen, Entscheidungen zu fällen, die sich günstig auf seine Gesundheit auswirken und gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen leisten hierzu einen entscheidenden Beitrag. Früherkennung hat zum Ziel, Belastungen oder Anzeichen, die auf eine Suchtproblematik oder andere Probleme hinweisen, frühzeitig wahrzunehmen. Ergänzt wird sie durch die Frühintervention, welche die passende Unterstützung für die betroffenen Menschen umfasst.

Ziel Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen erleichtern den Menschen die gesunde

Wahl. Abhängigkeit und Risikoverhalten sind verhindert oder vermindert.

Strategische Ziele

 Die Menschen werden darin unterstützt, einen risikoarmen Umgang mit

psychoaktiven Substanzen oder bestimmten Verhaltensweisen zu finden.

In Zusammenarbeit mit den Kantonen werden Schulen über das Netzwerk bildung +

gesundheit darin unterstützt, Prävention und Gesundheitsförderung im schulischen Kontext zu verankern. Mögliche Risiken für die Gesundheit werden dabei von und mit den Kindern und Jugendlichen diskutiert, so dass sie Hilfe darin finden, ihre persönlichen

Gesundheitspotenziale zu entwickeln.

 Gesellschaftliche Rahmenbedingungen und Lebensräume sind so gestaltet, dass ein risikoarmes Verhalten attraktiv ist.

Die im Rahmen des Nationalen Programms Alkohol erarbeiteten Massnahmen und

Empfehlungen zum Jugendschutz für Events und Partyveranstaltungen werden bei

Behörden und Veranstaltern bekannt gemacht. Sie werden auf diese Weise darin

unterstützt, Bestimmungen zum Jugendschutz umzusetzen und diesen generell zu

verbessern. Die Empfehlungen ergänzen weitere Bestrebungen im Bereich Nachtleben wie bspw. den „Sirupartikel“ (zwei nicht alkoholische Getränke sind billiger als das billigste alkoholische Getränk) oder die Zurverfügungstellung von Wasser und Früchten an Partys. Damit werden die Kantone und die Gemeinden darin unterstützt, gemeinsame Standards zu entwickeln und umzusetzen.

 Die Früherkennung und Frühintervention von Sucht und damit verbundenen

Problematiken wird gestärkt. Besonders vulnerable Menschen und Risikogruppen finden frühzeitig Hilfe und Unterstützung.

Fachverbände und NGOs unterstützen Schulen und Gemeinden, aber auch Freizeit-

angebote und Jugendorganisationen dabei, Kinder und Jugendliche mit Anzeichen

problematischer Entwicklung (bspw. frühzeitiger und erhöhter Alkoholkonsum) zu erkennen und ihnen und ihrem Umfeld geeignete Unterstützung anzubieten. Dazu werden Grundlagen erarbeitet und der Austausch zwischen den Fachleuten gefördert.

22 I Nationale Strategie Sucht 2017–2024 Entwurf, Version vom 07.05.2015