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Vernehmlassung 2015/18: Nationale Strategie Sucht · 31 Seiten
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Handlungsfeld 6 – Wissen
Monitoring und ausgewählte Studien liefern dem Bund und den Kantonen das notwendige Wissen, ihre Suchtpolitik laufend neuen Gegebenheiten anzupassen. Das Monitoring stellt die Basis für die
Evaluation der Strategie dar. Die Aus- und Weiterbildung der Fachleute im Suchtbereich ist eine zentrale Grundlage für die wirksame Ausgestaltung der Suchthilfe. Die Suchtthematik soll auch in die Aus- und Weiterbildung von Leistungserbringern aus anderen Hilfssystemen wie IV, Justiz und Polizei einfliessen. Fachpersonen aus unterschiedlichen Bereichen sollen für die besonderen Anliegen von abhängigen Menschen und vulnerablen Gruppen sensibilisiert werden.
Ziel Es ist ausreichend Wissen generiert und für die Anwendung in der Praxis aufbereitet.
Strategische Ziele
Den suchtpolitischen Akteuren stehen für die Steuerung und Evaluation ihrer Arbeit die relevanten wissenschaftlichen Grundlagen und Daten zur Verfügung.
Ein Monitoringsystem, welches bestehende Datensysteme miteinander verbindet und verfügbar macht, wird aufgebaut. Es ergänzt weiterführende Forschungsarbeiten, die der Schliessung von Wissenslücken dienen und die Grundlage für eine evidenzbasierte Praxis in der Suchtpolitik bilden. Der Dialog zwischen Forschung und Praxis wird intensiviert. Die Partner und die Öffentlichkeit werden so regelmässig über die wichtigsten Trends informiert. Zudem dient das Monitoringsystem der strategischen Weiterentwicklung der Suchtpolitik.
Das zur Verfügung stehende Wissen über Entwicklungen und Trends wie neue
Beratungs- und Behandlungsmethoden oder innovative Zusammenarbeitsprojekte wird durch geeignete Weiterbildungsformate allen Akteuren zur Verfügung gestellt.
Gesundheitsfachpersonen der medizinischen Grundversorgung sind für die Prävention,
Früherkennung und Behandlung von suchtgefährdeten und suchtkranken Menschen
besonders wichtig. Deshalb ist es notwendig, Suchtaspekte bereits in die Ausbildung
einfliessen zu lassen. Eine Vertiefung dieses Wissens sollte in der Weiterbildung
aufgenommen werden. Für praktizierende Hausärztinnen und Hausärzte bietet das Online-Portal „Praxis Suchtmedizin“ Informationen über die verschiedenen Abhängigkeiten,
mögliche Therapieformen und weiterführende Therapieangebote.
27 I Nationale Strategie Sucht 2017–2024 Entwurf, Version vom 07.05.2015