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Vernehmlassung 2015/18: Nationale Strategie Sucht · 31 Seiten
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1.3 Wirksame und kohärente Suchtpolitik
Sucht und Abhängigkeit sind gesellschaftliche Probleme, die im Interesse der betroffenen Menschen und der gesamten Bevölkerung ein Zusammenwirken aller involvierten Akteure erfordern. Die
vorliegende Nationale Strategie Sucht beschreibt die übergreifende Ausrichtung der Schweizerischen Suchtpolitik für die nächsten Jahre und löst die Nationalen Präventionsprogramme zu Alkohol und Tabak (NPA und NPT) sowie das Massnahmenpaket Drogen (MaPaDro) ab. Die vielfältigen
gemeinsamen Anstrengungen und Initiativen zur Suchtprävention sowie zur Verringerung des
Risikoverhaltens und von Abhängigkeit sollen damit auf nationaler und internationaler Ebene vermehrt aufeinander abgestimmt werden.
In unserem föderalistischen System ist eine Vielzahl von Akteuren im Bereich der Suchtprävention und Suchthilfe engagiert, sei es im Gesundheits- und Sozialwesen, auf Gemeinde-, Kantons- oder Bundesebene, bei den Kranken- und Unfallversicherungen, in diversen medizinischen, psychologischen und sozialen Berufsgruppen, in Suchthilfeeinrichtungen und Sozialverbänden, in Erziehungs- und Familienberatung, in der Selbsthilfe – aber auch in den Schulen, in Angeboten und Institutionen von und für Migrantinnen und Migranten, den Betrieben und der Wirtschaft. Diese Vielfalt der Akteure erfordert eine umfassende Koordination und Kooperation.
Letztlich ist aber auch jede und jeder Einzelne gefordert, Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen. Eine überwiegende Mehrheit von 75 Prozent der Schweizer Bevölkerung befürwortet Anreize für gesundheitsförderndes Verhalten1, was die grosse Sorge um die Erhaltung der Gesundheit widerspiegelt. Sie steht seit Jahren auf den vordersten Plätzen des «Sorgenbarometers» der
Schweizer Stimmberechtigten.
1 Quelle: gfs.bern/Gesundheitsmonitor 2008
7 I Nationale Strategie Sucht 2017–2024 Entwurf, Version vom 07.05.2015