Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2015/38: Änderung des Fernmeldegesetzes (FMG) · 25 Seiten
Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 3Fedlex · Ergebnisbericht
FMGRevision – Ergebnisse des Vernehmlassungsverfahrens
1 Einleitung
Am 11. Dezember 2015 eröffnete der Bundesrat das Vernehmlassungsverfahren zur Teilrevision des Fernmeldegesetzes vom 30. April 1997 (FMG). Die Kantone, die in der Bundesversammlung
vertretenen politischen Parteien und die interessierten Kreise waren eingeladen, bis zum 31. März 2016 Stellung zu nehmen. Insgesamt gingen 151 Stellungnahmen zum in die Vernehmlassung
geschickten Vorentwurf ein. Die einzelnen Teilnehmenden und das entsprechende
Abkürzungsverzeichnis sind im Anhang aufgeführt.1 Die Stellungnahmen können auf der Website des BAKOM eingesehen werden (www.bakom.admin.ch).
3+, die SRG und Telesuisse reichten eine gemeinsame Stellungnahme ein. Diese wurde auch von den AZ Medien, RRR, Goldbach Group und vom VSP mitunterzeichnet.2 Die beiden letztgenannten Vernehmlassungsteilnehmenden haben daneben auch eigene Stellungnahmen verfasst.
BAR Informatik, FireStorm ISP, Hostpoint, hosttech, Multimedia Networks, Nine Internet
Solutions und Worldsoft verweisen in ihren Stellungnahmen zudem auf die ausführlichen
Kommentare von Registrar Alliance bezüglich InternetDomains.
Die Kantone GR und TG verweisen neben ihren Kommentaren zu bestimmten Punkten3 auf die Stellungnahme der KKPKS. Zusätzlich zu den eigenen Stellungnahmen unterstützt die AG
Berggebiet jene der SAB, BKW jene des VSE, ISOCCH jene von Digitale Gesellschaft und
Registrar Alliance+ jene von asut und Swico, während der VSG auf die Stellungnahmen des VSE und des SVGW verweist, die FMH auf jene der AefU, die SIAA auf jene von Flughafen Zürich und Swisscom Directories auf die Stellungnahme von Swisscom. Bezüglich der Netzneutralität verweist Init7 auf die Stellungnahme von Simon Schlauri und die Piratenpartei auf jene von /ch/open.
Der Kanton NW hat auf eine Stellungnahme verzichtet.
2 Allgemeine Bemerkungen zur Revision des FMG
2.1 Ist eine Revision des FMG notwendig? In einer oder in zwei Etappen?
Zwei Kantone begrüssen den in die Vernehmlassung geschickten Vorentwurf vollumfänglich (JU)
beziehungsweise kommentarlos (OW), während die Kantone BL, BS, GE, TI und VD sowie Microsoft und Patrick Grawehr den Vorentwurf grundsätzlich gutheissen.
Folgende Teilnehmende lehnen den Vorentwurf ab beziehungsweise sind gegen jegliche Anpassung des FMG: der Kanton BE, die BDP, die SVP, economiesuisse, Travail.Suisse, asut, Glasfasernetz Schweiz, ICTswitzerland, Swisscom, Swisscom Directories und transfair. Sie sind der Ansicht, dass der Wettbewerb auf dem Markt für Fernmeldedienste funktioniere. Zu viele staatliche Eingriffe könnten sich zudem nachteilig auf die Bereitschaft zu Investitionen in neue Netze und auf die
Schaffung von Arbeitsplätzen auswirken. Die geplanten Massnahmen bezüglich Konsumentenund Jugendschutz, Netzneutralität und der gemeinsamen Nutzung der Infrastruktur seien nicht notwendig, da die Branche in der Lage sei, selbstständig Lösungen für die Probleme zu finden. Die Änderungen
1 Der Einfachheit halber werden die Stellungnahmen von BAR Informatik, FireStorm ISP, Hostpoint, hosttech, Multimedia Networks, Nine Internet Solutions und Worldsoft unter der Bezeichnung Registrar Alliance+ zusammengefasst. Ebenso werden die Stellungnahmen von Adelcom, connecta, Diepoldsau, EBL Telecom, Energie Belp, Gemeindebetriebe Muri, GIBSolutions , Hilterfingen, IBB ComNet, Kabelfernsehen Nidwalden, Localnet, Quickline, RiiSeezNet, SI Fully, Technische Betriebe Weinfelden, TvT Services, Valaiscom, Widnau, WWB und WWZ Telekom unter der Bezeichnung SUISSEDIGITAL+ zusammengefasst.
2 Die Stellungnahmen werden unter der Bezeichnung SRG+ zusammengefasst.
3 Vergleiche Kommentare zu Art. 21 und 36a.