Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2023/17: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2025–2028 (Kulturbotschaft) · 29 Seiten
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Neue digitale Formate
Gefordert wird dabei namentlich die Schaffung eines «digitalen Kompetenzzentrums» beim Bund, welches Know-How zur Thematik Digitalität aufbaut (z. B. Cinésuisse) resp. die neuen digitalen Technologien (z. B. Motion-Capture und Computerspieltechnologie) unabhängig vom Format (Film, Theater, Tanz) fördern soll (so z. B. ARF, GARP, GSFA, IGF, SFM).
Kino
Verschiedene Organisationen (z. B. ARF, GSFA, SFV, SINC, SKV, SSV, ZFS) betonen die Wichtigkeit des Kinos als Verwertungskanal. So verlangen z. B. PC, SFV, SINC, SKV und SSV unter anderem die Aufnahme des Themas «Kino» in einem separaten Abschnitt im Kapitel «Film» sowie die Betonung der Wichtigkeit des Kinos als niederschwelliger Zugang zu kultureller Teilhabe respektive zur Diffusion in Kapitel 2 der Kulturbotschaft (vgl. dazu auch Ziff. 4.1 vorstehend). Bei den Vielfaltsprämien seien in Zukunft auch Kinos mit mehr als 25 Sälen zuzulassen, SWISS FILMS sei bei der Planung und Umsetzung der neuen Aufgabe zur Promotion des Schweizer Films im Inland zur Zusammenarbeit mit der gesamten Schweizer Filmbranche zu verpflichten (so auch ARF, SF; ähnlich ZFS) und die Leistungen der Kino- und Verleihbranche seien explizit anzuerkennen.
Verschiedene Kantone (u. a. BS, GR, SG, UR, ZH) und die Städte (SSV) verwehren sich gegen die Aussage, die Kinos seien verstärkt durch Gemeinden, Städte und Kantone zu unterstützen, und fordern ein grösseres Engagement des Bundes in der Kinoförderung (ähnlich ZFS).
e. Strategie zum Erhalt des Kulturerbes
Zahlreiche Teilnehmende (namentlich EDK, viele Kantone, FDP, CinéM, DAH, GSK, NIKE, SIG, SIsrG, SKR, Suisseculture, SzCH, t., VMS) begrüssen die Erarbeitung und Umsetzung einer übergeordneten Strategie zum Erhalt des Kulturerbes.
Betreffend immaterielles Kulturerbe begrüssen einige Organisationen wie DAH, GSK, NIKE, NSP, SKR und VmR die finanzielle Förderung von Strukturen sowie die angestrebte bessere Vernetzung der Akteure und Trägerschaften ausdrücklich und erachten diese als Grundlage zu einer nachhaltigen Erhaltung und Weiterentwicklung desselben; sie fordern, dass weitere Traditionen der Schweiz in die UNESCO-Listen des immateriellen Kulturerbes aufgenommen werden. Die EDK macht geltend, dass die grossen Herausforderungen im Bereich des immateriellen Kulturerbes nicht ausreichend adressiert seien. Sie fordert eine verstärkte Förderung «offener Formen der Traditionspflege» und im Bereich des Handwerks auch die Vermittlung und Weitergabe von Fertigkeiten. Mehreren Teilnehmenden (namentlich FDP, VMS) fehlt der Einbezug des industriellen Kulturerbes.
Verschiedene Organisationen (namentlich BibS, Cultura, SAPA, SIG und SSP) bedauern, dass die «Nationale Strategie zum Kulturerbe der Schweiz» noch nicht vorliegt und allfällige Erkenntnisse deshalb nicht in der Kulturbotschaft berücksichtigt werden können.
Verschiedene Teilnehmende (namentlich FDP, Memoriav, SSP, Suisseculture, SzCH, t., VMS; ähnlich SVMS) fordern einen Einbezug ihrer Organisation oder generell von privaten Organisationen und Partnern der Kulturerbeinstitutionen insbesondere bei der Ausgestaltung der Strategie.
f. Unterstützung von Netzwerken Dritter
Zahlreiche Teilnehmende (namentlich EDK, die meisten Kantone, die Städte (SSV), einige Parteien [namentlich FDP, SP; ähnlich GPS] sowie Organisationen [z. B. Alps, BibS, Cultura, DAH, GSK, Memoriav, NIKE, SAB, SAPA, SBV, SKR, SKuV, SRG SSR, TFC, VHS, VMS; ähnlich SSA, SSC, SSP, SVMS, VmR, VMS/CH-ICOM]) sind der Auffassung, dass die Anzahl der Beitragsempfänger ohne Zusatzmittel nicht erweitert werden soll. Sie lehnen zudem meist auch die Ausschreibung der Beiträge an Netzwerke ab und fordern eine Weiterführung des bisherigen Mechanismus ohne Ausschreibungsverfahren. Verschiedene Organisationen (namentlich BibS, SSMP, VMS) fordern eine Evaluation des aktuellen Systems, bevor eine Änderung diskutiert wird.