Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2023/17: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2025–2028 (Kulturbotschaft) · 29 Seiten
Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 14Fedlex · Ergebnisbericht
GARP, GSFA, IGF, KVS, PC, SBV, SFP, SFV, SKJF, SMPV, SMR) begrüssen die Schaffung einer «Beratungs- und Dienstleistungsstelle für Kulturschaffende». Mehrere Organisationen (namentlich AdS, ARF, SCS, SKJF, Suisseculture, t., ähnlich visarte) weisen auf die bereits bestehenden Beratungsangebote hin, welche durch eine gesamtschweizerische Beratungsstelle nicht ersetzt werden sollen. Der SMV erachtet eine solche Stelle unter dem Aspekt der Dienstleistungen als prüfenswert, weniger unter dem Aspekt der Beratung; verschiedene Organisationen (u. a. ARF, SKJF, SMPV) verlangen eine sorgfältige Bedarfsabklärung unter Einbezug der Berufsverbände und ihrer Dachorganisationen. Mehrere Organisationen (namentlich ARF, EOV, Sonart, SMR, SMV, Suisseculture,) merken zudem an, dass eine solche Stelle nicht aus den bestehenden KUOR-Beiträgen finanziert werden könne, sondern mit zusätzlichen Mitteln alimentiert werden müsse.
Entschädigungen
Viele Organisationen (namentlich AROPA, CinéF, DS, Petzi, SCS, SGB, SFound, SGDA, SIG, SMPA, SMR, SMV, Sonart, Suisseculture, SzCH, t., visarte) begrüssen explizit die Berücksichtigung angemessener Entschädigungen von professionellen Kulturschaffenden bei der Beurteilung von Fördergesuchen. Die EDK sowie die Kantone teilen das Anliegen, die Einkommenssituation professioneller Kulturschaffender zu verbessern. Die Städte (SSV) begrüssen das Engagement des Bundes, der Prekarität entgegenzuwirken und die soziale Sicherheit der Kulturschaffenden zu verbessern. Dabei sei allerdings die Vielfalt der Städte, deren demografische Situation und deren Ressourcen und Kulturpolitiken zu berücksichtigen und die Vorgaben des Bundes sollen sich auf die Positionen und Verpflichtungen des Bundes beziehen.
Einige Organisationen haben offene Fragen in diesem Bereich und verlangen eine Berücksichtigung der Branchensituation. Petzi und andere Organisationen machen geltend, dass beispielsweise im Musikbereich viele Personen nicht auf, sondern neben der Bühne arbeiteten und genauso wie die eigentlichen Künstlerinnen und Künstler vor grossen wirtschaftlichen Herausforderungen stünden. Gemäss SMPA (ähnlich analog HeK) führten Minimumgagen (gerade in der Popmusikveranstaltungsbranche) zu einer künstlichen Verteuerung von Veranstaltungen und zu unrealistischen Gagenforderungen, sodass die Gefahr bestünde, dass Schweizer Kunstschaffende für nicht subventionierte Veranstaltungen zu teuer würden und so weniger Schweizer Musik gespielt werde. Die SDA wünscht sich in diesem Bereich eine wettbewerbsrechtliche Klärung in Bezug auf die Möglichkeit der Verbände Empfehlungen zu Honoraren und Gagen zu erlassen. SSA empfiehlt u. a., bei Fördergesuchen zusätzlich die Einhaltung des Urheberrechts zu verlangen.
Nationale Anlaufstelle zur Bearbeitung von Fällen sexueller Gewalt, Missbrauch und Mobbing
Die SP und verschiedene Organisationen (namentlich AdS, ARF, AROPA, CinéF, Cinésuisse, EFiK, GARP, GSFA, HR, IGF, PC, SCS, SFP, SFV, SGDA, SIG, SMV, Sonart, Suisseculture, t., visarte; ähnlich SzCH) regen an, eine nationale Anlaufstelle zur Bearbeitung von Fällen sexueller Gewalt, Missbrauch und Mobbing zu schaffen, wie es sie im Sport seit kurzem gibt. Mehrere Organisationen (u. a. SBV, SCS, SGDA, SIG, SMV, Suisseculture, SzCH, t., visarte) weisen darauf hin, dass zum Thema «Chancengleichheit und Diversität» auch die Vereinbarkeit von Familie und Kunstberuf gehöre. Gemäss DS sollten die im Bereich Film zum Thema Gleichstellung und Chancengleichheit vorgesehenen Massnahmen für alle Bereiche gelten. Gemäss Interbiblio ist im Zusammenhang mit der Diversität auch dem Aspekt der Migration Rechnung zu tragen.
c. Regulierung von Streaming-Plattformen im Musikbereich
Verschiedene Teilnehmende (z. B. ARF, Economiesuisse, EOV, M., Petzi, SCS, SIG, SMR, SMV, Sonart, SSA, Suisseculture, SzCH, t., visarte) äussern sich zur Regulierung von Streaming-Plattformen im Musikbereich. Es werden namentlich drei Themen genannt respektive Forderungen gestellt: Zunächst reiche es bezüglich Haftung von Streaming-Plattformen für Urheberrechtsverletzungen durch ihre Nutzenden und eine mögliche Angleichung der Schweizer Gesetzgebung an das europäische Modell nicht, die weitere Entwicklung der globalen Streaming-Plattformen in Bezug auf ihre Entschädigungsmodelle für Künstlerinnen und Künstler aufmerksam weiterzuverfolgen, sondern es müsse explizit gehandelt werden. Sodann seien die grossen globalen Streaming-Plattformen für die