Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2023/17: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2025–2028 (Kulturbotschaft) · 29 Seiten
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Verschiedene Teilnehmende (namentlich AP, AS, BSA, DAH, EKD, GSK, NIKE, NSP, SAM, SKR, SL-FP, VmR, ähnlich SIA) betonen, dass die Baukulturpolitik des Bundes eine einmalige Chance darstelle, mit Kultur die Energie-, Umwelt- und Raumpolitik nachhaltig zu beeinflussen und eine qualitätsvolle Siedlungsentwicklung zu fördern.
VMS vermisst den Bezug zur Bedeutung der in den hiesigen Museen bewahrten Sammlungen. Allein die fachgerechte Aufbewahrung sowie die Gewährleistung der digitalen und physischen Zugänglichkeit der über 77 Mio. Sammlungsobjekte in den Ausstellungs- und Depoträumlichkeiten schweizweit stelle eine gewaltige Herausforderung für eine nachhaltig ausgerichtete Museumspraxis dar. Damit diese Güter langfristig erhalten und geschützt bleiben, brauche es dringend auch einen thematischen Brückenschlag zum Kulturgüterschutz, der nicht zuletzt auch in der nationalen Strategie zum Kulturerbe seinen Niederschlag finden müsse.
Kulturerbe als lebendiges Gedächtnis
Die Kantone begrüssen den Willen zu einer besseren Zusammenarbeit und Koordination zwischen den an der Erhaltung des kulturellen Erbes beteiligten Akteuren und die Notwendigkeit einer umfassenden Strategie, welche die institutionellen Barrieren überwindet. Die vorgeschlagene Segmentierung des Kulturerbes (materielles und immaterielles Erbe vs. digitales Erbe) wird als problematisch betrachtet. Der SSV teilt die Analyse, wonach der Bedarf nach gemeinsamen Standards, kooperativem Sammeln und organisationsübergreifenden Infrastrukturen für die digitale Langzeitarchivierung gross ist. Der SGV unterstützt die Überlegung, bei den Infrastrukturen bzw. Systeme zur digitalen Sicherung und Archivierung von Kulturgütern nach Synergien zu suchen, damit nicht jede Kultureinrichtung oder Verwaltung eigene Lösungen entwickeln muss. Zahlreiche Organisationen teilen die Ansicht, dass die grossen Herausforderungen im Bereich des Kulturerbes zunehmend nur noch kooperativ zu meistern sind.
Gouvernanz im Kulturbereich
Die Rückmeldungen zu diesem Handlungsfeld sind in Kapitel 4.3 wiedergegeben.
Fehlende Themen
Die Teilnehmenden haben punktuell auf aus ihrer Sicht fehlende Themen hingewiesen. Dies gilt etwa für das Thema der künstlichen Intelligenz, welche nach Ansicht verschiedener Teilnehmender eine massgebliche Herausforderung in Bezug auf die digitale Transformation der Kultur darstellt (vgl. vorstehend). Einige weitere nach Ansicht der Teilnehmenden fehlende Themen werden in Kapitel 4.6 behandelt.
4.2 Kernthema 2: Schwerpunkte des Bundes
Inhalt des Kernthemas: Der Botschaftsentwurf legt zu jedem der sechs Handlungsfelder die Schwerpunkte der Massnahmen des Bundes in der Förderperiode 2025–2028 fest. Den Vernehmlassungsadressaten wurde folgende Frage gestellt: Stimmen Sie den vorgesehenen Schwerpunkten des Bundes zu den einzelnen Handlungsfeldern im Grundsatz zu?
Grundsätzliche Zustimmung Grosse Vorbehalte Ablehnung
Kantone EDK, AG, AI, AR, BE, BL, BS, FR,
GE, GL, GR, JU, LU, NW, SG, SH,
TG, TI, UR, VD, VS, ZH
Politische Parteien FDP, GPS, Mitte, SVP
Wirtschaftsverbände SGB sgv
Dachverbände der SGV
Gemeinden, Städte und
Berggebiete
Organisationen AdS, Alesi, AP, ARF, AROPA, AS, BibMed, BibS, ch, CinéE, CinéF,