Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2023/17: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2025–2028 (Kulturbotschaft) · 29 Seiten
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Verschiedene Kulturorganisationen (z. B. AdS, SMV, Suisseculture, t.) begrüssen die verstärkte Förderung und den Austausch zugunsten der Minderheitensprachen ebenfalls. Die Unterstützung der Minderheitensprachen dürfe aber nicht auf den Bildungsbereich beschränkt bleiben, sondern müsse auch auf die Entwicklung, Schaffung und Verbreitung von Produktionen der verschiedenen künstlerischen Disziplinen ausgedehnt werden (ähnlich GSFA, SSV betreffend Unterstützung für Drehbücher, Übersetzungen, Dossiers, Untertitel, Festival, Promotion und Auswertung).
Schulischer Austausch
Die EDK sowie die meisten Kantone begrüssen den Ausbau der Förderung des schulischen Austauschs. Dies entspreche der gemeinsamen Strategie von Bund und Kantonen, die von den Kantonen vorangetrieben und durch die steigenden Teilnehmendenzahlen bei Austauschaktivitäten bestätigt werden. Die vorgesehenen Fördermittel würden dem effektiven Bedarf allerdings nicht genügen. Einzelne Volksschulämterkonferenzen sind gegenüber der Schaffung eines Programms für den schulischen Einzelaustausch allerdings skeptisch. Sie empfehlen stattdessen die Förderung von Schulpartnerschaften. Der Kanton LU begrüsst die Entwicklung von Einzelaustauschprogrammen explizit. Der Kanton GR (auch: LR) wünscht sich eine systematischere Einbindung des Rätoromanischen (etwa in der Kommunikation seitens Movetia) sowie eine Berücksichtigung der spezifischen kantonalen/regionalen Sprachsituationen (im Kanton Graubünden spezielle Anreizprogramme für Italienisch/Rätoromanisch).
AdS, FH, und SBVV begrüssen sehr, dass der Bund den Aufbau eines Programms zur Förderung des Austauschs einzelner Schülerinnen und Schüler zwischen den Sprachregionen unterstützen möchte. Laut FH sollte vermehrt darauf geachtet werden, eine möglichst ausgewogene Verteilung der Austauschaktivitäten über alle Sprachregionen anzustreben. FPI schlägt vor, zur Stärkung der Förderung von Austauschen in allen Kantonen entsprechende Agenturen zu gründen.
Dialekte
Das IMsp weist darauf hin, dass der Kulturbegriff zuerst breit gefasst wird und u. a. den Bereich der Sprachen gemäss Sprachengesetz berücksichtigt. Insbesondere in Kapitel 2 bei der Beschreibung der Handlungsfelder sei der Kulturbegriff enger gefasst und der Sprachenbereich könne allenfalls implizit mitgemeint gelesen werden. Die sprachliche Verständigung sei explizit in den prioritären Handlungsfeldern zu nennen.
Der Kanton JU wünscht, dass in der Periode 2025–2028 ein Schwerpunkt auf die Förderung von Sensibilisierungs- und Unterrichtsaktionen für frankoprovenzalische und jurassische Patois gelegt wird. Dieses Förderziel ergebe sich aus der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen sowie aus der Verfassung des Kantons JU.
Leseförderung
Im Bereich Leseförderung begrüssen die EDK und einige Kantone das Engagement des Bundes und schätzen dieses als sinnvolle Ergänzung der Massnahmen auf kantonaler Ebene. Die Hauptverantwortung hierfür müsse jedoch bei den Kantonen bleiben. Dasselbe gelte auch für die Programme der Frühförderung.
i. Schweizerschulen im Ausland
Die EDK sowie weitere Vernehmlassungsteilnehmende (AG, BE, LU, TG, UR, ASO) weisen auf den dringenden Handlungsbedarf in Bezug auf das Personalstatut der Schweizer Lehrkräfte für die Schweizerschulen hin. Auch wenn die Frage nicht über die Fachagentur Movetia gelöst werden könne, müsse gehandelt werden.
edu (ähnlich ASO) vermisst Ausführungen zu strategischen Linien in der Entwicklung des Auslandschulwesens, namentlich zur Vertiefung der Zusammenarbeit mit den Auslandsschulen der Schweizer Nachbarländer sowie zur mittelfristigen Klärung des Verhältnisses zu kommerziellen (nicht