Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2023/17: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2025–2028 (Kulturbotschaft) · 29 Seiten
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einige Organisationen wie auch die Kantone Präzisierungsvorschläge sowie Einwände aus der Perspektive einzelner Branchen angebracht (vgl. unten Ziff. 4.6 Bst. b).
Aktualisierung des Kulturförderungssystems
Die Kantone begrüssen den Vorschlag, die Unterstützungsprogramme dahingehend anzupassen, dass die der Produktion vor- und nachgelagerten Arbeitsphasen stärker berücksichtigt werden. Die Städte (SSV) unterstützen die vom Bund in seiner Kulturbotschaft dargelegten Vorhaben ebenfalls, die auf eine bessere Berücksichtigung aller Phasen der kreativen Arbeit, die Notwendigkeit flexiblerer Förderformate sowie eine klimaverträglichere Kulturproduktion hinwirken, allfällige Massnahmen seien in Absprache mit den weiteren Staatsebenen umzusetzen.
Mehrere Organisationen (z. B. SFound, VMS, VMS/CH-ICOM, ähnlich DS, EOV, HR, SIKJM, SJW, SKJF, SMR, SMV, STPV; ähnlich CinéE, SSA) begrüssen, dass im Rahmen der angekündigten Aktualisierung der Kulturförderung zusätzlich die der Produktion vor- und nachgelagerten Phasen gefördert werden sollen; viele Stellungnahmen präzisieren, dies dürfe jedoch nicht zu Lasten der klassischen Aufgaben der Kulturinstitutionen und der eigentlichen Werkförderung gehen, somit seien offensichtlich zusätzliche Mittel notwendig. Eine Aktualisierung solle auch eine Anerkennung der Popmusikveranstaltungsbranche und der Clubkultur umfassen (Petzi, SMPA). PC und andere Organisationen aus dem Filmbereich verweisen auf die wichtige Rolle der Kinos bei der Filmdiffusion, welche explizit zu erwähnen sei.
Digitale Transformation in der Kultur
Die entscheidende Bedeutung der digitalen Transformation in der Kultur wurde von vielen Seiten bekräftigt. Die Mitte betont die entscheidende Bedeutung der Förderung der digitalen Transformation in der Kultur. GPS weist darauf hin, dass digitale Transformation nicht nur eine Anpassung der analogen Kunst bedeute, sondern es sei anzuerkennen, dass es genuin digitale Kunst gebe, z. B. Videospiele; diese sind gemäss SGDA in einem separaten Kapitel zu berücksichtigen. DS weist darauf hin, dass digitale Entwicklungen die Unterstützung für analoge Produktionen nicht beeinträchtigen dürfen. Für die SVP ist die digitale Transformation eine technische Entwicklung wie jede andere und hat weder direkt noch indirekt mit der Kultur zu tun.
Verschiedene Teilnehmende (namentlich die Kantone AR, GE, GR, JU, SG, SH, SO, UR, VD, ZH sowie die Organisationen AdS, AROPA, BibS, Cinésuisse, CinéF, LFS, SCS, SGDA, SIKJM, SMV, Sonart, SSA, Suisseculture, visarte) regen an, das Thema der künstlichen Intelligenz im Handlungsfeld der Digitalisierung zu ergänzen. Mehrere Organisationen plädieren in diesem Zusammenhang für eine Thematisierung respektive Regulierung der künstlichen Intelligenz zum Schutz der Urheberinnen und Urheber. AS weist auf die Wichtigkeit eines Engagements des Bundes bei der Schaffung, dem Betrieb und der kontinuierlichen Weiterentwicklung einer, den schweizweiten Standards folgenden, digitalen Dokumentation des archäologischen Erbes hin. Memoriav bekräftigt, dass Insellösungen unbedingt vermieden werden müssten und weist auch auf die Wichtigkeit des Erhalts von Originalen hin.
Aus Sicht des Kantons GR (auch: LR, PSR) sei bezüglich der digitalen Transformation, neben dem kulturellen Gesichtspunkt, die sprachliche Vielfalt stärker zu gewichten und Sprachminderheiten wie das Italienische und das Rätoromanische zu unterstützen, damit diese mit den grossen Kulturräumen Schritt halten können und gleichermassen über effiziente, digitale Instrumente verfügen.
Kultur als Dimension der Nachhaltigkeit
Die EDK begrüsst eine Zusammenarbeit zwischen staatlichen Instanzen, die zur Erreichung gemeinsamer Ziele unerlässlich sei. Der Kanton VD ist beunruhigt von der Abwesenheit von Gedanken zu den Konsequenzen der Digitalisierung für die Nachhaltigkeit.
Verschiedene Organisationen (namentlich ARF, SCS, SIG, Sonart, Suisseculture, SzCH, t.; ähnlich visarte) begrüssen den Einbezug der Nachhaltigkeit, weisen aber auf die Komplexität des Themas hin und darauf, dass eine breite Koalition internationaler Kulturverbände für 2030 anstrebt, Kultur als eigenständiges 18. UN-Nachhaltigkeitsziel zu verankern.