Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2024/1: Totalrevision der Verordnung über die eidgenössische Berufsmaturität (BMV) · 24 Seiten
Fedlex · Erläuternder Bericht · Seite 24Fedlex · Erläuternder Bericht
4.2 Finanzielle Auswirkungen
Die Revision hat für die betroffenen Akteure keine von der bisherigen Regelung abweichenden finanziellen Auswirkungen.
4.3 Organisatorische Auswirkungen
Im Rahmen dieser Revision wurden vor allem formale Anpassungen vorgenommen, welche generell eine einheitlichere und zweckmässige Organisation der Bildungsgänge in den Kantonen ermöglichen werden.
Die Durchführung von gleichen schriftlichen Abschlussprüfungen in einer Ausrichtung auf kantonaler Ebene kann bei der Umsetzung für die Kantone, welche diese Praxis noch nicht entwickelt haben, organisatorisch eine Herausforderung darstellen. Diese Herausforderung ist für die Gewährung der Chancengleichheit der Absolventinnen und Absolventen und eines einheitlichen Unterrichts anzugehen.
In Bezug auf die Fremdsprachenfächer (2. Landessprache und Englisch) entscheiden neu die Kantone welche Fremdsprachendiplomprüfungen die Abschlussprüfung ersetzen können und zu einer Umrechnung des Resultats in die Prüfungsnote führen. Im Interesse der Chancengleichheit der Absolventinnen und Absolventen wird den Kantonen empfohlen, eine gemeinsame Praxis unter dem Lead der SBBK zu entwickeln, was für die Kantone einen höheren Koordinationsaufwand als unter bisherigem Recht bedeutet.
Die Auflösung der eidgenössischen Berufsmaturitätskommission führt dazu, dass die Anerkennungsverfahren durch das SBFI alleine begleitet werden. Alle administrativen Arbeiten, welche das externe Sekretariat der EBMK ausgeführt hatte, müssen neu vom SBFI aufgefangen werden. Demgegenüber dürfte die beabsichtigte Digitalisierung der Anerkennungsprozesse der BM-Bildungsgänge den bisherigen administrativen Aufwand reduzieren. Das SBFI wird künftig zudem für den regelmässigen Austausch mit Vertretungen der Verbundpartnern und der Fachhochschulen sorgen. Dieser Austausch dient dazu, die notwendigen Informationen zur künftigen Steuerung der Berufsmaturität zu erhalten, was zu einem organisatorischen Mehraufwand für den Bund führt. Angesichts des zu erwartenden organisatorischen Mehr- und Minderaufwands für das SBFI kann davon ausgegangen werden, dass die Entwurfsvorlage mit den bestehenden personellen Ressourcen umgesetzt werden kann.