Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2008/50: Analysenliste (Anhang 3 der Verordnung des EDI über Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung) · 27 Seiten

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ödung der Tätigkeitsfelder der Ärzteschaft und das steigende Desinteresse an dieser Berufsausübung.

Das CSCQ (41) begrüsst die neue Analysenliste in gewissen Punkten, befürchtet jedoch, dass nicht mehr kostendeckend gearbeitet werden kann und sieht die Qualität gefährdet.

3.3 Der Revisionsprozess

Die CCQ (37), La Source (60), CSCQ (41) und labmed (61) bemängeln, dass die Revisionsunterlagen lediglich in deutscher Sprache verfügbar waren. labmed (61) beantragt nach Vorliegen der übersetzten Anhörungsunterlagen eine neue Anhörungsfrist von 3 Monaten. FR (3), die SVM (91) kritisieren ebenfalls das Fehlen der Unterlagen in französischer Sprache.

Die FMH (46), ÄTG (29), VGV TG (99), TVFS (95) und VLS TG (100) sind der Ansicht, dass der Revisionsprozess unsorgfältig gehandhabt wurde. Die Expertenaussagen seien nicht in der ursprünglichen Form berücksichtigt bzw. nachträglich verändert worden.

Die FAMH (45) ist der Meinung, dass die Revision der Labortarife unsorgfältig gehandelt wurde. Der Verband und seine Experten seien zwar in den Prozess zur Erarbeitung der neuen Analysenliste eingebunden, aber die Expertenaussagen seien offensichtlich nicht in der ursprünglichen Form berücksichtigt oder nachträglich verändert worden. Die in der Version BETA festgehaltenen Tarife würden substanzielle Diskrepanzen zu den Expertenmeinungen und auch offensichtliche Fehler aufweisen. Diese Diskrepanzen seien zudem nicht nachvollziehbar, da das BAG bisher nicht bereit sei, die zu Grunde liegenden Berechnungsunterlagen transparent zur Verfügung zu stellen. Dies stehe im Gegensatz zur stets konstruktiven und transparenten Grundhaltung der FAMH und ihrer Experten. Diese Vorgehensweise mit einer vorschnellen Veröffentlichung der Beta-Version ohne vorhergehende präzise Validierung habe nun zu einer unkorrekten und unbrauchbaren Beta-Version geführt.

Der BSD SRK (32), CRS NE/JU (40), die BSP SRK BL/BS (36), der BSD SRK NO (34), der BSD SRK BE (33), der SRTS CRS FR (86), der SRTS CRS VS (88), der SRTS CRS VD (87) kritisieren, dass die Anhörungsunterlagen nicht in allen 3 Landessprachen zur Verfügung standen. Beantragt wird eine neue Anhörungsfrist von 3 Monaten nach Vorliegen der entsprechenden Unterlagen.

Die GDK (17) und GE (4) monieren die kurzfristige Inkraftsetzung der revidierten Analysenliste. Die Inkraftsetzung hätte mehr als 12 Monate vorher angekündigt werden und gestaffelt erfolgen müssen.

Die GUMEK (108) erachtet das Revisionsverfahren als überstürzt und nicht mit der erforderlichen Sorgfalt und Seriosität vorbereitet.

Das Inselspital (55) beanstandet, dass die vorliegende Beta-Version nicht den Inputs der Fachleute aus den Universitätsspitälern entspricht. Weiter sei das Zustandekommen der Beta-Version nicht transparent.

LU (8) beanstandet, dass die Berechnungen der Experten aus der Praxis nicht in die neue Liste aufgenommen sowie deutsche und österreichische Standards übernommen worden seien.

OW (9) kritisiert, dass die Schlussfassung des Entwurfs nicht in einem partnerschaftlichen Verfahren mit Kantonen und Fachleuten erarbeitet worden sei. Die Anhörungsfrist wird weiter als zu kurz erachtet.

SG (10) verweist auf das Communiqué der FAMH vom 11.06.08, wonach die von den Experten eingebrachten Daten durch diese kaum wieder zu erkennen und die Kriterien für die Veränderungen nicht nachvollziehbar seien. Weiter stellt SG die Unabhängigkeit des beratenden Unternehmens (Prime Networks AG) in Frage.

SGH (77) und SVTM (92) monieren, dass die von Fachexperten eingebrachten Daten in der Beta-Version der Analysenliste kaum mehr wieder zu erkennen seien. Es sei nicht nachvollziehbar, nach welchen Kriterien die Taxpunkte geändert worden seien.