Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2008/50: Analysenliste (Anhang 3 der Verordnung des EDI über Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung) · 27 Seiten

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Der VPOD (111) macht geltend, dass die Lohndaten nicht der Realität entsprechen. Die Anzahl Arbeitstage diplomiertes Laborfachpersonal sowie die Angaben bei der Labor-Infrastruktur und Investitionen seien nicht zutreffend. Weiter sei die Standardproduktivität zu hoch angesetzt.

Labmed (61) kritisiert den Referenzwert von Fr. 90'000.--. Eine Überprüfung auf Basis von Daten einer Laborkette in der Schweiz sei als Referenzwert nicht repräsentativ. Die Lohndaten würden der Realität nicht entsprechen. Weiter werden die Anzahl Arbeitstage „diplomiertes Laborfachpersonal“ hinterfragt. Die Standardproduktivität sei zu hoch angesetzt. Schliesslich wird auf die fehlerhaften Daten für die Labor-Infrastruktur und die Investitionen hingewiesen.

Die SGIEM (78) hält fest, dass die Lohndaten für Spitallaboratorien seiner Ansicht nach zu tief angesetzt sind.

Nach Einschätzung der SGKC (80) ist für die BMA’s mit mind. 20 % höheren Lohnkosten zu rechnen. Die Kosten von Kaderpersonal im Overhead seien zu niedrig festgelegt.

Das USB (97) kritisiert der zu tiefe Durchschnittslohn für diplomiertes Laborpersonal.

GL (5) beanstandet die seiner Ansicht nach rund 30 % zu tiefen Lohnkosten.

H+ (48) befürchtet durch die tiefen Ansätze pro Einzelanalyse eine Gefährdung des Ausbildungsstandorts Spital. Es wird daher gefordert, im Tarif auch die Ausbildungskomponente zu berücksichtigen.

Die SGFM (76) möchte wissen, auf welchen Studien, welchen Parametern und auf welchen Statistiken die Berechnung der neuen Tarife beruht und zu welchem Preis die Analysen schlussendlich den Versicherten berechnet wird.

3.6 Referenzlabor

In Bezug auf das Referenzlabor geht die SGKC (80) davon aus, dass dieses nach Umsetzung der vorgestellten Revision nicht mehr wirtschaftlich arbeiten kann.

H+ (48) erachtet das Referenzlabor nicht als geeignet, um Laboratorien in der Schweiz zu repräsentieren. Insbesondere berücksichtige das Referenzlabor in keiner Weise die spezielle Situation der Spitallaboratorien, die an 365 Tagen pro Jahr rund um die Uhr Patienten mit oft komplexen Fragestellungen betreuten.

3.7 Qualitätssicherung

La Source (60) befürchtet eine Verschlechterung der Qualität, weil die diesbezüglichen Aufwendungen nicht in die neue Tarifierung einbezogen worden seien.

Die SGKC (80) bemängelt, es sei nicht nachvollziehbar, wie die Kosten der Qualitätssicherung in die Preise eingeflossen und berücksichtigt worden seien.

Die SGTP (82) weist darauf hin, dass die Qualität einer mikroskopischen Untersuchung von der Erfahrung und der Sorgfalt bei der Testdurchführung abhängig ist. Die SGTP erachtet es als befremdend, dass diesem Umstand nicht Rechnung getragen worden sei. Bei der Serologie sei der Nachweis von Antikörpern einheitlich auf 75 TP festgelegt worden (mit Ausnahme der Untersuchungen auf Amöben [24 TP] und Strongyloides [34 TP]). Es scheine, als ob diese Werte willkürlich bestimmt worden seien, nachvollziehbare Begründungen fehlten. Kulturen in der Parasitologie seien sehr arbeitsintensiv, zudem sei die Analysenfrequenz sehr tief. Eine Begründung für die Taxpunktsenkung sei nicht ersichtlich.

H+ (48) hält in Bezug auf die Qualitätssicherung fest, dass externe Laboratorien mit der vorgeschlagenen Analysenliste bevorzugt würden. H+ fordert, dass die Spitallaboratorien gleich behandelt werden wie andere Laboratorien und dass auch die wichtigen Qualitätsanstrengungen bei der Tarifierung berücksichtigt werden.

Die SULM (25) weist darauf hin, dass der Umstand, dass labormedizinischen Dienstleistungsanbietern der Zugang zu einem staatlich regulierten und staatlich subventionierten Abgeltungssys-