Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2008/50: Analysenliste (Anhang 3 der Verordnung des EDI über Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung) · 27 Seiten
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Labor mehr existiere, müsse zwangsläufig Personal abgebaut werden. Zahlreiche MPA-Arbeits- und Ausbildungsplätze würden verloren gehen.
Die vorgeschlagenen Tarife sind nach Ansicht des BSD SRK (32) zum grossen Teil fehlerhaft aufgeführt. Dies könne einen Abbau von Dienstleistungen, sowie Qualitätseinbussen bei der Patientenversorgung zur Folge haben und die Notfallanalytik gefährden.
Das CHUV (39) sieht durch den durch die neue Tarifierung entstehenden wirtschaftlichen Druck negative Folgen für die Qualität (Personalabbau, evtl. Aufgabe von Akkreditierungsverfahren, Gefährdung der Weiterbildung, Rückgang von Qualitätskontrollen). Auch sei eine Konzentration von Laboratorien im Spitalbereich denkbar.
Aram (28) sieht die Notfallanalytik in den Grundversorgerpraxis und die Zukunft der medizinischen Praxisassistent-/innen gefährdet.
CRS NE/JU (40) weist darauf hin, dass die vorgeschlagene Revision nicht vernachlässigbare Konsequenzen für die Organisation der Referenzlaboratorien zur Folge hat.
FAMH (45), ÄTG (29), VGV TG (99), TVFS (95) und VLS TG (100) sehen durch einschneidende Umsatzeinbussen die wirtschaftliche Existenz zahlreicher Laboratorien in Gefahr. Weiter führe das Revisionsprojekt zu einer starken Branchenmonopolisierung. Die neuen Labortarife hätten auch grosse qualitative Verluste auf Seiten der Laboratorien zur Folge. Eine Vielzahl der Arbeitsplätze wäre gefährdet. Der Preisdruck der neuen Tarife würde zudem dazu führen, dass in Zukunft die noch im Markt auftretenden Laboratorien nur noch eine Auswahl von wirtschaftlich tragbaren Analysen anbieten könnten, was einen Qualitätsverlust zur Folge habe. Ungenügende Labordiagnostik führe dazu, dass die potenziellen Folgekosten stärker ansteigen und die nun vorgesehenen Einsparungen bei weitem übersteigen würden.
BSMPA (18) ist der Ansicht, dass für die Patienten und Angehörigen die geplante Tarifsenkung nur Nachteile habe.
GR (6) befürchtet bei einer Einführung der neuen Tarife zahlreiche Schliessungen von Spitallaboratorien, was entsprechend eine weitergehende Veränderung der Versorgungslandschaft zur Folge habe. Auch bei den Arztpraxen sei mit einer grundlegenden Versorgungsverschiebung zu rechnen.
CCQ (37), La Source (60) und Dianalabs (44) weisen darauf hin, dass der vorgeschlagene Entwurf zu Qualitätseinbussen führen werde.
FASMED (20) ist der Ansicht, dass die Taxpunkt-Reduktionen zu Strukturveränderungen im gesamten Bereich der Grundversorgung führen, sei doch anzunehmen, dass die Einführung des neuen Tarifs zum Wegfall des ärztlichen Labors sowie des Mittelstandes der Auftragslabore führen werde. Zudem würden weitere Hausarztpraxen schliessen. Die erwähnte Strukturveränderung habe auch Auswirkungen auf die Anzahl der direkt in diesem Bereich Beschäftigten. Durch den Wegfall von Praxis- und Auftragslabors einer bestimmten Grösse bedingte Konzentration in immer grössere Labors, führe dazu, dass auch mehr Eventualanalysen erhoben würden. Damit würden sich die Kosten des Gesundheitswesens erhöhen. Die zu erwartende Konzentration in Grosslabors führe dazu, dass bei (fast) jeder Analyse die höhere Präsenztaxe zur Anwendung gelange, was wiederum zu einer unnötigen Verteuerung des Gesundheitswesens führe. Ausserdem werde der Wegfall der bisherigen Labormedizin zu einer Verlängerung der Krankheits- und Spitalaufenthaltsdauer führen. Bei fehlendem Präsenzlabor komme es zu vermehrten Einweisungen ins Spital, dies mit entsprechender Kostenfolge. Schliesslich bestehe die Gefahr der Zunahme der rein prophylaktischen Medikamenten-Abgaben.
Genetica (47) befürchtet eine „drastische“ Einkommensreduktion, was zu einer Schliessung des Labors führen würde.
Für Axis-Shield (30) wird eine kostendeckende Betreibung des Praxislabors durch den vorliegenden Revisionsentwurf verunmöglicht.
Die FER (21) ist der Ansicht, dass die vorliegende Revision nicht zu den geplanten Einsparungen führen wird. Weiter werde sie zu Schliessungen von Praxis- und Spitallabors führen.