Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2008/50: Analysenliste (Anhang 3 der Verordnung des EDI über Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung) · 27 Seiten
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Der SVBG (90) weist darauf hin, dass die produktive Zeit einer diplomierten biomedizinischen Analytikerin mit 90 % viel zu hoch eingeschätzt sei. Weiter sei es wichtig, die Eckwerte von Deutschland und Frankreich auf ihre Richtigkeit zu prüfen.
Der SVDI (26) führt in seiner Stellungnahme an, dass mit der vorliegenden Version der Analysenliste die Angaben zu den Produkten und Dienstleistungen der Industrie willkürlich pauschal um 10 bzw. 15% gekürzt worden seien. Zudem sei für Service und Support je nach Wartungsklasse von 0% - 8% der Investitionskosten eingerechnet worden; in Wirklichkeit lägen die Kosten jedoch bei mindestens 10%.
GL (5) stellt besorgt fest, dass das vorgeschlagene Tarifmodell auf Produktionszahlen von zentralen Grosslabors beruht.
Die KK BL (58) hält fest, dass die Lohnkosten deutlich zu tief angesetzt seien. Ein Spitallabor vom Typ C sei i.d.R. an 365 Tagen während 24 Stunden in Betrieb. Weiter sei die Standardproduktivität mit 90 % sehr hoch bewertet. Schliesslich seien die Wartungskosten im Labor der KK BL um 80 % höher als im vorgelegten Entwurf.
Die SGKC (80) moniert, das Tracer-Konzept weise Probleme auf: So entstammmten die Grundlagen der Kostenkalkulation aus ungeeigneten oder ungenannten und deshalb nicht überprüfbaren Quellen mit dem Ergebnis, dass viele Eckwerte zu niedrig angesetzt seien (Löhne, Produktivität, Wartungskosten, Mietkosten). Die Kostenfür Reagenzien seien häufig zu niedrig angesetzt. Die Daten seien modelliert worden, ohne hinterher in echten Laboratorien validiert zu werden. Weiter seien etliche Beispiele von Tarifen vorhanden, die unter denjenigen in Deutschland lägen, obwohl dies vom BAG ausgeschlossen worden sei. Schliesslich berücksichtige das Tracer-Modell nicht die Qualität oder den medizinischen Nutzen eines Tests.
H+ (48) kritisiert, die Eckwerte des Modells seien unklar, teilweise falsch, wenig transparent und entsprächen in den wichtigsten Belangen nicth der Realität. Insbesondere seien die Annahmen zur Laborfläche, Produktivität, Amortisation, Lohn-, Miet- und Unterhaltskosten nicht korrekt. Teilweise seien die Einzelanalysen zu den Traceranalysen falsch zugeordnet worden.
Das Inselspital (55) beanstandet die der Revision zu Grunde liegenden Eckwerte in Bezug auf die Produktivität, Geräteauslastung sowie die Mietwerte.
Die SGIEM (78) hält fest, im vorgeschlagenen Modell sei die Serienlänge adjustiert worden, was bei häufigen Analysen richtig sei. Doch wenn dies bei seltenen Analysen angewandt werde, verminderten sich dadurch die Gestehungskosten und der Analysenpreis.
SO H (83) macht geltend, dass die festgehaltenen Eckwerte der Realität kaum standhalten dürften.
Swissmedic (110) weist darauf hin, dass die mit den Referenzwerten errechneten Daten auf die Mehrzahl der mikrobioloigschen Laboratorien seiner Ansicht nach nicht anwendbar sind. Insbesondere gelte dies für Laboratorien, die ausser der Mikrobiologie keine andere medizinische Analytik durchführten.
Das Triemli (93) weist auf seiner Ansicht nach fehlerhafte Eckwerte hin.
Das USB (97) stellt offene Fragen in Bezug auf die Jahresbetriebsdauer sowie auf die Wartungskosten fest.
Die Privatkliniken (69), SGIEM (78), SGKC (80), USB (97) und GL (5) weisen darauf hin, dass die Standardproduktivität zu hoch berechnet sei.
Das KS Liestal (59) moniert, dass die Lohnkosten der diplomierten Biomedizinischen Analytikerin FH falsch eingeflossen sind. Diese Kosten seien höher. Für ein Zentrallabor in einem Akutspital sei die Angabe von 214 Arbeitstagen pro Jahr zu niedrig. Die Angaben zur Jahres-Betriebsdauer der Laborinfrastruktur gingen nicht von einem 24-Stunden-Betrieb in einem Akutspital aus. Hier seien die Gerätschaften 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr in Betrieb.
Die Privatkliniken (69) beanstanden, dass die Lohnkosten zu tief angesetzt seien.