Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2011/14: Änderung der Eisenbahn-Netzzugangsverordnung (NZV) · 21 Seiten
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Referenz/Aktenzeichen: 012.21/2011-05-04/322
4 Finanzielle Auswirkungen
4.1 Direkte finanzielle Auswirkungen des neuen Trassenpreissystems
Abbildung 2: Vergleich Trassenpreise pro Sparte nach altem und nach neuem System
Abbildung 2 zeigt die Zusammensetzung der gesamten Trassenpreiserlöse aus den Sparten Fernverkehr (FV), RPV und Güterverkehr (GV) nach dem bisherigen (Preise 2012) und dem neuen System. Alle Segmente leisten gegenüber heute höhere Beiträge an die Infrastruktur. Dank Differenzierungen werden dabei die Kosten innerhalb der Sparten verursachergerechter verteilt.
Die Trassenpreise werden nach Kapazität und Anlagenintensität der Strecken sowie nach Trassenqualität der Zugsgattungen differenziert. Damit wird typischerweise ein S-Bahnzug auf belasteten Strecken in der Hauptverkehrszeit wesentlich mehr pro Trassenkilometer zahlen als ein Regionalzug auf Nebenstrecken. Beim Güterverkehr werden mit dem Vorschlag die schweren Züge relativ gesehen etwas entlastet, weil die Hälfte der Unterhaltskosten nicht mehr auf das Gewicht bezogen ist. Dabei können Züge mit lärmsanierten Wagen von einem höheren Bonus profitieren, während Gefahrguttransporte mit einem neuen Zuschlag belastet werden.