Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2025/56: 21.449 n Pa. Iv. Kamerzin. Bei gemeinsamer elterlicher Sorge die alternierende Obhut fördern · 30 Seiten

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Vernehmlassungsbericht: Änderung Zivilgesetzbuch (Förderung der alternierenden Obhut)

erhalten.12 Weiter stärke sie das Wohl und die Rechte des Kindes13 und reduziere das Risiko einer Instrumentalisierung14 und der innerfamiliären Gewalt15. Ausserdem erleichtere sie die Aufrechterhaltung der Beziehung des Kindes zu seinen Grosseltern und der erweiterten Familie.16 Ferner trage die Revision dazu bei, die Praxis der Gerichte zu vereinheitlichen und eine Betreuungsform zu fördern, wenn sich die Eltern nicht einigen können.17 Gleichzeitig entlaste sie das Rechtssystem, indem Konflikte reduziert und gemeinsame Lösungen gesucht werden.18

Einige dieser Vernehmlassungsteilnehmenden begrüssen es insbesondere, dass mit der Variante 1 die Möglichkeit, die alternierende Obhut auch bei Ablehnung durch einen Elternteil anzuordnen, gesetzlich verankert werden soll,19 während andere Teilnehmende – die Mehrheit – die Verpflichtung der Behörden zur Prüfung der Möglichkeit einer alternierenden Obhut zu gleichen Teilen unabhängig von einem entsprechenden Antrag befürworten,20 wie die Variante 2 ausdrücklich vorsieht.

3.3 Befürwortung der allgemeinen Stossrichtung der Vorlage mit Vorbehalten

6 Kantone21, 2 Parteien22, 6 Organisationen23 und 1 Privatperson24 begrüssen die allgemeine Stossrichtung des Vorentwurfs mit Vorbehalten.

Zunächst weisen diese Vernehmlassungsteilnehmenden darauf hin, dass die bestehenden gesetzlichen Bestimmungen den Behörden bereits die Möglichkeit geben, Entscheidungen zu treffen, die den Besonderheiten des Einzelfalles angepasst sind,25 und die alternierende Obhut gegebenenfalls zu fördern26. Einige Teilnehmende erachten den Vorschlag von Variante 1 zur Verankerung der Rechtsprechung des Bundesgerichts im Gesetz dennoch als sinnvoll.27

12 SG (S. 1); Die Mitte (S. 1); AGNA (S. 1), CROP (S. 2 und 7) und Movimento Papageno (S. 3–5); Geburtig, Suter und Trojer.

13 Die Mitte (S. 1); AGNA (S. 2 und 3), IGM Schweiz (S. 1 und 2), Movimento Papageno (S. 3), Pro Familia (S. 3 und 4) und VeV Suisse (p. 3).

14 Die Mitte (S. 1).

15 CROP (S. 2 und 9).

16 Die Mitte (S. 1); CROP (S. 6–7).

17 GRÜNE (S. 1); männer.ch (S. 2).

18 SG (S.1); Movimento Papageno (S. 4) und Pro Familia (S. 3); Schmidli, Suter und Trojer.

19 BE (S. 1) und ZG (S. 2); Die Mitte (S. 2) und GRÜNE (S. 1-2); Pro Familia (S. 4).

20 NE (S. 1) und SG (S. 1); Grünliberale; AGNA (S. 4), Bally, CROP (S. 2), GeCoBi (S. 2), IGM Schweiz (S. 2) und Justiz & Familienrechtsaufsicht Swiss (S. 2).

21 BS, FR (S. 1), JU (S. 1), LU (S. 1), NW (S. 1-2) und VD (S. 1).

22 EDU (S. 1) und EVP (S. 2).

23 alliance F (S. 1 und 3), Frauenhaus freiburg (S. 1), KESCHA, LAVI Centre Genevois (S. 1), Pro Juventute (S. 2) und SKHG (S. 2–3).

24 Handschin.

25 FR (S. 1) und LU (S. 1).

26 BS (S. 1).

27 BS (S. 1) und LU (S. 2).