Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2025/56: 21.449 n Pa. Iv. Kamerzin. Bei gemeinsamer elterlicher Sorge die alternierende Obhut fördern · 30 Seiten
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Vernehmlassungsbericht: Änderung Zivilgesetzbuch (Förderung der alternierenden Obhut)
ten, Kommunikation und Kooperation der Eltern, Stabilität, Wunsch des Kindes, asymmetrische Aufteilung der bezahlten Arbeit vor und nach einer Trennung/Scheidung, Unvereinbarkeit von Berufs- und Familienleben, finanzielle Realität usw.).45
o Die Vorlage bringe keine Verbesserung der Kinderrechte im Verfahren (Anhörung, Mitwirkung im Verfahren, Bezeichnung einer Vertretung, Sozialabklärung, Beizug von Gutachten).46
o Viele Eltern seien bereits heute in der Lage, einvernehmliche Lösungen zu finden, die den Bedürfnissen ihrer Kinder tatsächlich entsprechen. Wenn dieser Grundsatz durch einen starreren Rahmen ersetzt werde, schwäche dies Abmachungen, die in der Praxis funktionieren. Die Erfahrung zeige, dass sich die alternierende Obhut nur erfolgreich umsetzen lässt, wenn die Eltern über eine gute Kooperationsfähigkeit verfügen.47
o Wenn eine solche Kooperationsfähigkeit nicht gegeben ist (insbesondere bei vorbestehenden Konflikten, häuslicher Gewalt), trage die alternierende Obhut zur Zunahme von Konflikten und damit der Anordnung von Schutzmassnahmen bei.48
o In keinem der anderen Länder, die im erläuternden Bericht untersucht wurden, sei es gelungen, eine Regelung, wie es die parlamentarische Initiative fordert, einzuführen, ohne dass diese negative Folgen für das Kind gehabt hätte.49
o Der Vorentwurf schaffe eine Ungleichbehandlung zwischen den Kindern von getrennten oder geschiedenen Eltern einerseits und jenen von Eltern in ungetrennter Ehe oder Partnerschaft andererseits (da nur bei ersteren auf eine geteilte Betreuung beider Elternteile hingewirkt wird).50
- Der Vorentwurf trage der Problematik der häuslichen Gewalt nicht genügend Rech-
nung.51 Insbesondere:
o Es werde nicht auf die Notwendigkeit hingewiesen, der häuslichen Gewalt bei der Regelung der Elternrechte systematisch Rechnung zu tragen.52
45 ZH (S. 3 und 5); ATFMR (S. 4–5), AvenirSocial (S. 2), DJS (S. 6), EKdM (S. 1 und 2), F-information (S. 5 und 6), Fachstelle OKey (S. 2), Fondation KidsToo (S. 1), Frauenberatung sexuelle Gewalt (S. 2), Frieda (S. 2 und 4), Kinderanwaltschaft Schweiz (S. 2 und 3), KOKES (S. 1 und 2), MMI (S. 2–3), Netzwerk Kinderrechte Schweiz (S. 2), Ombudsstelle Kinderrechte Schweiz (S. 2-3 und 4), PACH Pflege- und Adoptivkinder Schweiz (S. 1-2), SF MVB (S. 2), SVR (S. 2) und Unicef (S. 2).
46 AvenirSocial (S. 1 und 3), DAO (S. 2), EKFF (S. 2), FHbB (S. 3), Frauenhaus Luzern (S. 2), Frauenhaus Zürich (S. 3), Kinderanwaltschaft Schweiz (S. 5), Netzwerk Kinderrechte Schweiz (S. 1, 3, 4 und 5), PACH Pflege- und Adoptivkinder Schweiz (S. 1–2), SF MVB (S. 1 und 3) und Unicef (S. 1–4).
47 NW (S. 2) und VS (S. 1); Frieda (S. 2), SKG (S. 4) und SVFM (S. 2).
48 GL und ZH (S. 4); SP Frauen Schweiz (S. 2) und SP (S. 2); ATFMR (S. 8), AvenirSocial (S. 3), EKdM (S. 2 und 3), EKFF (S. 3), F-information (S. 6), Frieda (S. 3), Kinderanwaltschaft Schweiz (S. 3 und 5), LAVI Centre Genevois (S. 1-2), MMI (S. 2), Netzwerk Kinderrechte Schweiz (S. 2), PACH Pflege- und Adoptivkinder Schweiz (S. 2), SF MVB (S. 2), Unicef (S. 2) und UNIGE (S. 2).
49 ATFMR (S. 2–3 und 8) und DJS (S. 7).
50 EKF (S. 2), femmes protestantes (S. 3) und SVAMV (S. 2).
51 ZH (S. 4); SP (S. 2) ; ATFMR (S. 5–6 und 8), DAO (S. 2), DJS (S. 4 und 9), EKdM (S. 2 und 3), F-information (S. 6-7), FHbB (S. 3), Fondation KidsToo (S. 1–3 und 7), Frauenhaus freiburg (S. 1–2), Frauenhaus Luzern (S. 2), Frauenhaus Zürich (S. 3), Frieda (S. 1–3), LAVI Centre Genevois (S. 1 und 2), Netzwerk Kinderrechte Schweiz (S. 2), SKHG (S. 1), SVAMV (S. 4) und SVF (S. 2).
52 VD (S. 2); SP (S.2); F-information (S. 7), Frauenhaus freiburg (S. 3), LAVI Centre Genevois (S. 1 und 2), SKHG (S. 1) und SVAMV (S. 4).