Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2010/146: 09.499 Pa.Iv. UREK-NR. Agrotreibstoffe. Indirekte Auswirkungen berücksichtigen · 31 Seiten

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Eine etwas schlechtere Ökobilanz kann mit den positiven Aspekten einer regionalen Wertschöpfung und Versorgungssicherheit kompensiert werden.

Aus Sicht des HEKS und den KBSS werden die Grundrechte der indigenen Völker nicht vollumfänglich mit den Kernarbeitsnormen abgedeckt, sondern erst mit der Beachtung der ergänzenden ILO-Konvention Nr. 169. Das HEKS fordert daher ein zusätzliches Kriterium bezüglich dem Mitspracherecht indigener und traditioneller Bevölkerungsgruppen:

In Herkunftsgebieten bzw. Produktionsgebieten, welche auch Lebensraum indigener und traditioneller Bevölkerungsgruppen sind, müssen diese Gemeinschaften gemäss Art. 15 der ILO-Konvention 169 informiert und konsultiert worden sein.

Bemerkungen zu den Absätzen 2 bis 5

Absatz 2

Der Kanton VD schlägt folgende Formulierung für Abs. 2. vor:

Le Conseil fédéral définit les biocarburants et règle en détail les conditions au sens de l’al. 1, en se référant à des méthodes d’évaluation ou à des certifications reconnues sur le plan international, qui ne pénalisent pas la production indigène.

Absatz 3

Der Begriff «Stand der Technik» sei zu spezifizieren (AI, AR, GL, GR, OW, SG).

Der Kanton VD schlägt folgende Formulierung für Abs. 3. vor:

Les conditions au sens de l’al. 1, let. a à d, sont dans tous les cas réputées remplies pour les carburants fabriques conformément aux techniques les plus récentes qui sont obtenus à partir de:

a. déchets ou de résidus de production biogènes;

b. produits agricoles indigènes dans des unités de production qui visent des objectifs

d’intérêt général, notamment dans le cadre d’interprofessions agricoles, de projets régionaux ou d’installations-pilote.

Die BGS beantragt diesen Absatz zu streichen. Die Verwertung von Produktionsrückständen könne negative Auswirkungen haben, da dies dem Boden dringend benötigte organische Substanz (und damit Kohlenstoff) als Ausgangsmaterial für die Bildung von Humus entzogen werde. Treibstoffe aus Produktionsrückständen seien daher für die Steuererleichterung ebenfalls vorgängig zu prüfen.

Absatz 4

14 Vernehmlassende lehnen den Minderheitsantrag, wonach Abs. 4 gestrichen würde, explizit ab (AI, AR, GL, GR, JU, OW, SG; TG, AS, BzS, HEKS, PN, Swissaid, WWF).