Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2012/81: Schweizerisches Zivilgesetzbuch (Beurkundung des Personenstands und Grundbuch) · 26 Seiten

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Referenz/Aktenzeichen: COO.2180.109.7.100012 / 233.1/2012/00679

Die Konferenz der Innerschweizer Zivilstandsämter ist der Auffassung, dass die Vernehmlassungsvorlage, gemessen an der Ausgangslage – die Kantone und Gemeinden gewährleisten mit Infostar die Bereitstellung der Masterdaten für alle nachgelagerten Personenregister – , mit den Kantonen und Gemeinden überhaupt nicht respektvoll umgehe; sie ist sehr erstaunt darüber, dass in der Vorlage auf die Bedingungen der KAZ nicht eingegangen worden sei und diese denn auch nicht erfüllt würden.

Der Kanton Genf macht geltend, dass die Materie, die gesetzlich geregelt werden solle, weniger im ZGB als vielmehr in einem Spezialgesetz zu regeln wäre, analog dem Bundesgesetz vom 23. Juni 2006 über die Harmonisierung der Einwohnerregister und anderer amtlicher Personenregister (Registerharmonisierungsgesetz [RHG]; SR 431.02). Das ZGB regle von seiner Konzeption her eher die subjektiven Privatrechte und weniger organisatorische Materien.

Der Kanton Basel-Stadt begrüsst das Vorhaben, in sämtlichen Registern des Privatrechts eine einheitliche Erfassung der natürlichen Personen sicherzustellen. Dennoch weist er mit Nachdruck darauf hin, dass die anvisierte Verknüpfung mit verschiedenen anderen Registern und damit verbunden die Ausweitung der Nutzung der Personenregister, z.B. mittels Data-Warehouse, aufgrund der verfassungs- und datenschutzrechtlichen Vorgaben ausschliesslich gestützt auf gesetzliche Grundlagen, welche sowohl in Bezug auf die Normstufe wie auch auf die Normdichte über ein genügend hohes Niveau verfügen, erfolgen dürfe. Was die Bedingungen der KAZ für die Bundeslösung Infostar anbelangt, so verlangt er mit aller Deutlichkeit die Erfüllung dieser Bedingungen; die Vorlage sei entsprechend zu überarbeiten; er könne den Bestimmungen in den vorgeschlagenen Art. 39, 43a und 45a nicht zustimmen.

3.1.5 Keine Äusserung oder Verzicht auf Vernehmlassung

Einige Teilnehmer (VSGV, SwissBanking, SVC, HEV, SNV, uspi suisse, Ordine dei Notai del Cantone Ticino, Inspektorat für die Notariate, Grundbuch- und Konkursämter des Kantons Zürich) äussern sich nicht zur Beurkundung des Personenstandes, wohl aber zum Grundbuch (Ziff. 3.2 hiernach).

Andere Teilnehmer (Institut Suisse de Police, Schweizerischer Arbeitgeberverband, Verband Schweizerischer Holding- und Finanzgesellschaften, Verband Schweizerischer Kantonalbanken, KKJPD) haben ausdrücklich auf eine Vernehmlassung verzichtet.

3.2 Grundbuch

Grossmehrheitlich werden die vorgesehenen Bestimmungen betreffend das Grundbuch grundsätzlich – mit Vorschlägen und Anregungen – begrüsst, nämlich

 Artikel 949b VE ZGB betreffend die Verwendung der AHV-Versichertennummer als Per-

sonenidentifikator im Grundbuch (AG, AR, BE, BL, GE, GL, GR, JU, LU, NE, SG, SH, SZ, TG, UR, VD, VS, ZG, ZH; EVP, FDP, SP, SVP; CP, economiesuisse, SAV, SGV, SIX, SNV, SVC, Uspi); contra: AI, BS, NW, SO, TI; HEV, VSGV.

 Artikel 949c VE ZGB betreffend landesweite Grundstücksuche aufgrund der AHV-

Versichertennummer (AG, AR, BE, GE, GL, GR, JU, LU, NE, SG, SH, SZ, TG, UR, ZG, ZH; EVP, FDP; CP, economiesuisse, SAV, SGV, SIX, SNV, uspi); contra: AI, NW, SO, TI; VSGV.

 Artikel 949d VE ZGB betreffend ausdrückliche gesetzliche Grundlage für einen Aufgaben-

träger des kantonalen Rechts (AG, AR, BL, FR, GE, GL, GR, JU, NE, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, TI, UR, VS; EVP, FDP, SVP; CP, economiesuisse, Gemeindeverband, SGV, SIX, SwissBanking, uspi); contra: AI, NW, VD, ZG, ZH; SP; HEV, SAV, SNV, UNIL, VSGV.