Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2014/103: Trassenpreisrevision 2017 - Änderung der Eisenbahn-Netzzugangsverordnung (NZV) · 25 Seiten
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Referenz/Aktenzeichen: BAV-242.1// 00001/00011/00003/00001/00001
Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll, sich das Bild anzuschauen, wenn Energie und Zusatzleistungen ausgeblendet werden und der Lärmbonus abgezogen wird. Dabei werden die höheren Deckungsbeiträge berücksichtigt. Sie werden aber um jenen Teil korrigiert, der rein auf die Verkehrsmenge zurückzuführen ist, damit in der Nettobetrachtung nur der Effekt der Tarifmassnahmen bleibt. Der Einfachheit halber gehen wir dabei von der Hälfte der Erlöszunahme aus:
Differenz PLAN 2017 ohne Strom und ZL Güterverkehr Fernverkehr RPV übrige Summen
Basispreis Trasse (Zugkm)* -4 12 2 010
*darin Lärmbonus -6.4 Mio.
Basispreis Gewicht (Btkm) bzw. Verschleiss 4 40 13 057
Deckungsbeitragzunahme wg. Tarifmassnahmen 0 18 12 030
Total 0 70 27 097
Tabelle 7: Geschätzte Veränderung der Trassenpreise pro Zugkategorie ohne Energie, Zusatzleistungen und Lärmbonus nach erfolgten Tarifmassnahmen
Für den Lärmbonus wird eine jährliche Zunahme der lärmsanierten Güterwagen von 7% in den Jahren 2013 bis 2017 angenommen. CHF 6,4 Mio. ist die Differenz zwischen den Mengen 2017 und 2013. In der "logischen Sekunde" ab Einführung der neuen Preise passiert noch nichts (Differenz = 0), aber in den kommenden Jahren nehmen die Bonus-Rückerstattungen dann sukzessive zu.
4.2 Finanzielle Auswirkungen auf den Bund
Der Bund profitiert von den rund CHF 100 Mio. Mehrerlös der Infrastruktur, da die Leistungsvereinbarungen mit den ISB entsprechend entlastet werden.
4.3 Finanzielle Auswirkungen auf die Kantone
Die Kantone beteiligen sich im Durchschnitt zur Hälfte an den RPV-Abgeltungen und somit indirekt am Trassenpreis der RPV-Züge. Die Abgeltungen sollten trotz Trassenpreiserhöhung tendenziell nicht steigen, denn die Tarifmassnahmen generieren umso mehr Erlöse für die TU. Es ist zwar denkbar,
dass insbesondere ab 2018 der Trassenpreis in einzelnen Fällen wegen höheren Verschleisskosten wesentlich steigt, aber dafür profitieren Kantone mit einem hohen Anteil an Schmalspurbahnen von der Senkung des Basispreises Trasse. Unter dem Strich sind es also die Kunden, die mehr zahlen,
beziehungsweise dafür sorgen, dass die RPV-Besteller nicht stärker belastet werden.
4.4 Finanzielle Auswirkungen auf die EVU im Güterverkehr
Bei den EVU im Güterverkehr ist im Durchschnitt mit einem ausgeglichenen Ergebnis zu rechnen. Wer vermehrt lärmsaniert Fahrzeuge einsetzt, wird seine Kosten tendenziell senken. Ungeachtet dessen