Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2021/103: Szenariorahmen 2030/2040 für die Stromnetzplanung · 35 Seiten

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Aktenzeichen: BFE-471.3-20/10/13

Weitere Anmerkung. Wie bereits in seiner Stellungnahme zum «Leitfaden Regionalisierung» vom 9. Februar 2021 verweist der VSE nochmals auf die Relevanz einer stichhaltigen und einheitlichen

Begrifflichkeit und empfiehlt, durchgehend die Begriffe «Verbrauch» und «Erzeugung» zu verwenden.

5.6. Eingaben der Industrie- und Dienstleistungswirtschaft

Fédération des Enterprises Romandes

Der Verband FER nimmt die drei möglichen Szenarien für den Ausbau des Stromnetzes in der

Schweiz zur Kenntnis. Die Regierung setzt vor allem auf den raschen Ausbau der Photovoltaik und der Windenergie, sie setzt auch auf Importe, Biogas und Gaskraftwerke mit Nutzung von importiertem Wasserstoff. Die FER hat eine gewisse Sensibilität für Szenario 3, das die Elektrifizierung mit der Entwicklung von Gaskraftwerken verbindet, deren Betrieb auf der Grundlage einer zunehmend

genutzten Ressource erfolgen würde: Wasserstoff. Das zu erreichende Ziel ist immer die Sicherheit der Energieversorgung.

FER unterstützt zwar grundsätzlich die Entwicklung von Szenarien, um die Stromnetze auszubauen, bedauert aber zutiefst, dass es kein Stromabkommen zwischen der Schweiz und der EU gibt. Auch wenn im erläuternden Bericht erwähnt wird, dass das Fehlen eines Stromabkommens an sich keine Option für den Energiesektor darstellt. Die Tatsache, dass kein Stromabkommen mit der EU

unterzeichnet wurde, wirkt sich eindeutig auf alle oben genannten Szenarien aus. Wie im erläuternden Bericht (S. 30) ausgeführt, «würde ein Stromabkommen zwischen der Schweiz und der EU im

Wesentlichen die Übernahme des europäischen Besitzstandes beinhalten und den Zugang zu den europäischen Marktplattformen sowie die diesbezügliche Marktkopplung regeln».

Mit anderen Worten: Das Fehlen eines Stromabkommens zwischen der Schweiz und der EU wird sich negativ auf den Betrieb der Stromnetzsysteme, auf die Importkapazitäten und auf die Wirtschaft im Allgemeinen auswirken. Der Bundesrat hat die Unternehmen und die Bevölkerung bereits vor einem möglichen Blackout im Energiebereich in den kommenden Jahren, insbesondere in den

Wintermonaten, gewarnt. In diesem besonderen Kontext weist FER auf die Notwendigkeit hin,

vorausschauend zu handeln und realistische Szenarien zu entwickeln, um die Kontinuität der

Energieversorgung der Schweiz und der wirtschaftlichen Aktivitäten zu gewährleisten. Es ist daher von grundlegender Bedeutung, Lösungen zu finden, um die Stabilität des Schweizer Stromnetzes zu erhalten, auch wenn die Energieimporte stark zurückgehen.

FER befürwortet grundsätzlich die Entwicklung erneuerbarer Energien. Er stellt sich jedoch die Frage, ob der prognostizierte starke Anstieg dieser in den verschiedenen Szenarien wirklich realistisch ist.

Den Zahlen über den in der Schweiz erzeugten Strom zufolge stammt dieser mehrheitlich aus

Wasserkraft und Kernenergie, während die «neuen» erneuerbaren Energien (Solar-, Wind-, Biomasse- und Kleinwasserkraft) nur 7 % des Gesamtvolumens ausmachen. Was den Verbrauch dieser neuen erneuerbaren Energien angeht, so steigt ihr Anteil von 8,4 auf 10,3 % im Jahr 2020. Die verbrauchte Energie stammt überwiegend aus Wasser- und Atomkraftwerken. Vor diesem Hintergrund ist die Lücke, die von den neuen erneuerbaren Energien gedeckt werden muss, gigantisch und ihre

Fortschritte bleiben vorerst bescheiden.

Die Nutzung der Photovoltaik nimmt in der Schweiz zu. In einem kleinen Land wie der Schweiz wird es jedoch schwierig sein, diese Energie in grossem Maßstab zu entwickeln, da die Photovoltaik im

Verhältnis zur erzeugten Energie sehr viel Platz beansprucht. Was die Windenergie betrifft, so sind die im Bericht genannten Zahlen sehr hoch, wenn man sie mit der tatsächlichen Umsetzung vergleicht. Die Aufgabe wird sich als kompliziert erweisen, wenn man bedenkt, wie viele Standorte tatsächlich für diese Art von Energie genutzt werden können und dass es relativ häufig Widerstände gegen

Windkraftanlagen gibt. Was die Geothermie betrifft, so gibt es in der Schweiz derzeit keine

geothermischen Kraftwerke, die Strom erzeugen. Zudem hat diese Technologie bislang viel

Widerstand hervorgerufen. Daher wird es schwierig sein, in der Schweiz auf die Entwicklung dieser Technologie in großem Maßstab zu setzen. 25/35

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