Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2021/103: Szenariorahmen 2030/2040 für die Stromnetzplanung · 35 Seiten
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Aktenzeichen: BFE-471.3-20/10/13
Dies wird im Dokument gemäss Abbildung 3 zwar richtig dargestellt (Szenarienrahmen >
Regionalisierung > Netzplanung), ist aber leider nicht Bestandteil des Dokumentes.
Das vorliegende Dokument ist eigentlich eine energiewirtschaftliche Schweizweite Auslegeordnung in einem sehr groben Raster.
Für den Leser ist es schwierig, die in den Tabellen angegebenen Werte in Relation zueinander zu setzen, da z.B. MW für die Produktion und MWh für den Verbrauch verwendet werden. Dadurch ist es nicht möglich, die Produktion dem Verbrauch gegenüberzustellen. Für die Netzplanung und die
Netzstabilität sind Leistungswerte in Megawatt essentiel. Für die Stromversorgungssicherheit dagegen sind es Kilowattstunden bzw. MWh, dies kann nicht genügend betont werden.
Zweckmässiger wären zudem Angaben von mindesten Quartalswerten oder noch besser von
Monatswerten in der gleichen Einheit MW bzw. MWh. In der Netzplanung ist primär auf die Leistung (hier also MW) abzustellen. Damit kann festgelegt werden, wo welche Netzstärke (Querschnitt der Leitung – analog zur Wasserleitung) geplant werden muss. Die Dauer, während welcher die Leistung effektiv bezogen wird (in der Analogie: das Wasser also konkret fliesst), ist hier sekundär. So könnten auch Nettodarstellungen gewonnen werden.
Netzplanung - wer hat Priorität? Für die Netzplanung wäre eine strategische Vorgabe sinnvoll wie z.B.: «Der Kraftwerksstandort bestimmt den Netzausbau auf den Netzebenen 1 und 3. Auf tieferen Ebenen richtet sich der Produktionsstandort nach dem Netzausbau». Oder «Ein Kraftwerk mit einer Leistung von mehr als z.B. 25 MW» bestimmt den Netzausbau.
Der Energie Club Schweiz empfiehlt, neue Produktionsstandorte von Kraftwerken für die Netzebenen 1 und 3 rasch festzulegen.
Thermische Kraftwerke Tab. 5. Wenn allgemein von einer Strommangellage gesprochen wird, sollte in allen Szenerien bereits 2030 ein markanter Zubau von Kraftwerken 400-1000MW erfolgt sein und nicht erst im Zeitraum 2030 bis 2040 wie im Szenario 3. Zusätzlich sind fossile Stromproduktionskapazitäten entsprechend den Empfehlungen der ElCom schon wesentlich früher – nämlich ab 2025 - einzuplanen.
Der Energie Club Schweiz empfiehlt, Gaskraftwerke sofort zu planen, wie dies die ElCom am 17.
Februar auch gefordert hat. In Anbetracht der geopolitischen Lage muss aber zusätzlich auch die Beschaffung von flüssigem Erdgas (LNG) sofort an die Hand genommen werden, da die Schweiz keine Gasspeicher besitzt. Zudem liegen die vom Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung
geforderten Gasvorräte in Form von Heizöl extraleicht vor. Auch diese Reserven sollten in fossilen Multifuel-Anlagen in Strom umgewandelt werden können. Dies ist in der Netzplanung zu
berücksichtigen.
EU und CH/Swissgrid. Die Einbindung der Swissgrid (aber auch der ElCom) in die Europäischen Gremien ist dringend notwendig und zu unterstützen. Zunehmend belasten ungeplante
Stromnetzflüsse (LoopFlow) durch das Schweizer Stromnetz.
Im Dokument heisst es: «Die quantitativen Vorgaben für die Auslegung der Stromnetze im Rahmen der Netzplanung müssen unabhängig von möglichen Einschränkungen der Importmöglichkeiten während gewisser Stunden im Jahr festgelegt werden». Die Dauer der Einschränkungen könnten auch länger als nur gewisse Stunden betragen.
Der Energie Club Schweiz empfiehlt, die Importeinschränkungen genauer zu quantifizieren.
Netzkosten. Über Kosten wird im Dokument nicht gesprochen! Es gilt zu eruieren, welche Kosten durch den Netzausbau anfallen werden und wer wofür zahlt.
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