Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2021/103: Szenariorahmen 2030/2040 für die Stromnetzplanung · 35 Seiten

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Aktenzeichen: BFE-471.3-20/10/13

Die eigentliche Herausforderung wird darin bestehen, die Nutzung der Kernenergie durch erneuerbare Energien zu ersetzen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt und unter Berücksichtigung der oben genannten Bemerkungen plädiert FER für den Betrieb von Kernkraftwerken bis zur maximalen gesetzlich

vorgesehenen Dauer, sofern die Sicherheitsstandards angemessen sind. Sie ist auch nicht gegen die in Szenario 3 angesprochene Entwicklung von Gaskraftwerken, insbesondere wenn die Entwicklung der erneuerbaren Energien nicht schnell genug voranschreitet.

In Bezug auf die Stromspeicherung zeigt der Szenariorahmen die steigende Entwicklung der Leistung und der Speicherkapazitäten durch dezentrale Batterien und Pumpspeicherkraftwerke. In diesem Punkt weist FER darauf hin, wie wichtig es ist, Projekte im Zusammenhang mit der

Energiespeicherung zu entwickeln. Alle Innovationen müssen mit grösster Aufmerksamkeit betrachtet werden, da die Versorgungssicherheit davon abhängt, insbesondere in den Wintermonaten. Es sei darauf hingewiesen, dass, wenn die Absicht des Bundesrates darin besteht, bis 2050 eine Netto-Null-Emission zu erreichen, einige Technologien wie dezentrale Batterien überdacht werden müssen, da die Produktionskette noch weit davon entfernt ist, dekarbonisiert zu sein. Diese Situation wird

zusätzliche Schwierigkeiten mit sich bringen, während die Sicherheit der Stromversorgung dringend erforderlich ist.

Darüber hinaus wird der konventionelle Stromverbrauch dank der verbesserten Energieeffizienz zwar höchstwahrscheinlich sinken, dies wird jedoch nicht für die Elektromobilität oder die Wärmepumpen gelten. Der Gesamtstromverbrauch in der Schweiz wird in den kommenden Jahren steigen. Daher ist es von grundlegender Bedeutung, den Bedarf zu antizipieren, um die Kontinuität der

Energieversorgung zu gewährleisten und einen Blackout in der näheren oder ferneren Zukunft zu vermeiden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass FER diese Planung des Stromnetzes befürwortet, da es ohne ein Stromabkommen zwischen der Schweiz und der EU unerlässlich ist, die Zukunft

vorauszusehen, da einige europäische Länder nicht mehr in der Lage sein werden, ihre Energie in die Schweiz zu exportieren. FER ist besonders besorgt über die Situation im Bereich der Elektrizität und, unter Berücksichtigung der jüngsten Regierungserklärungen, über einen möglichen Blackout. Es ist daher von grundlegender Bedeutung, geeignete Lösungen zu finden, Innovationen zu fördern,

insbesondere bei der Entwicklung von Technologien zur Energiespeicherung, und die Kernkraftwerke bis zum Ende ihrer Betriebszeit zu pushen. Es stellt sich auch die Frage, wie neue erneuerbare

Energien angesichts der erwähnten Barrieren und der in den verschiedenen Szenarien festgelegten Ziele entwickelt werden können.

Gruppe Grosser Stromkunden

Im Bericht heisst es: «Genaueres hierzu [nämlich zu den Szenarien] werden die dem Szenariorahmen nachfolgenden Markt- und Netzsimulationen der Swissgrid zeigen» und «Die Ausgestaltung der konkreten Regionalisierung bleibt in der Kompetenz und Zuständigkeit der jeweiligen Netzbetreiber. Bei der Regionalisierung der nationalen Kennzahlen des SZR CH durch die Netzbetreiber ist eine Abstimmung der regionalen Annahmen zu Entwicklung von Erzeugung und Nachfrage mit den

betroffenen Kantonen vorzunehmen (gemäss Artikel 9c Absatz 2 StromVG)»,

Der SZR CH ist gespickt mit Tabellen zu der zugrunde gelegten Entwicklung der Erzeugungs-

kapazitäten und Verbräuche, die wiederum auf den Energieperspektiven 2050+ (EP 2050+) basieren. Über die Annahmen in den EP 2050+ liesse sich trefflich streiten, aber diese stehen nicht zur Debatte.

Bezüglich des erwarteten Stromverbrauchs stellen wir fest, dass man in der Energiestrategie unter der Leitung damaligen BR Leuthard noch davon ausgegangen ist, dass der Stromverbrauch in der

Schweiz aufgrund von Effizienzmassnahmen trotz Elektrifizierung weiterer Sektoren in etwa konstant bleiben werde. In den EP 2050+ geht man mittlerweile davon aus, dass es zu einem deutlichen

Anstieg des Bedarfs kommen wird. Dieser Mehrbedarf und der Wegfall der Kernenergie sollen

überwiegend mit einem massiven Zubau von PV bewältigt werden. 26/35

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