Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2021/103: Szenariorahmen 2030/2040 für die Stromnetzplanung · 35 Seiten
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Aktenzeichen: BFE-471.3-20/10/13
4. Zusammenfassung der Kernthemen
Der SZR CH als neues Instrument in der Netzplanung wird grundsätzlich begrüsst. Einzig die SVP lehnt den Szenariorahmen 2030/2040 für die Stromnetzplanung in seiner heutigen Form ab. Die meisten Stellungnahmen nehmen Bezug auf die Annahmen und Kennzahlen des SZR CH.
Nachfolgend die wesentlichen Kernthemen der Vernehmlassung:
Stromverbrauch
Swissgrid, SGB, Kantone, FDP, SVP, SPS, die Mitte, SES, Pronatura und PUSCH beurteilen die Kennzahlen zum Stromverbrauch als zu tief. Sie fordern, dass die Zunahme des Stromverbrauchs nochmals zu prüfen ist und die Zahlen im SZR CH anzupassen sind, da sich der Stromverbrauch in den drei Szenarien nicht gross unterscheidet. Andere Studien und aktuelle Entwicklungen (z.B. bei Rechenzentren) weisen auf einen grösseren zukünftigen Stromverbrauch hin.
Photovoltaik
Der Ausbau Photovoltaik wird von Swissgrid, SPS, SES, WWF, Pronatura und PUSCH als zu gering angesehen. Es wird gefordert eine ausreichend grosse Bandbreite von möglichen
Zukunftsentwicklungen im SZR CH abzudecken. Deshalb sollte ein Szenario über dem politisch am wahrscheinlichsten bzw. den energiepolitischen Zielen liegen.
Wasserkraft
SVP, Kanton BE und Kanton TI kritisieren, dass die Annahmen zur Wasserkraft im SZR CH zu optimistisch sind. Es gebe zwar einige Projekte, aber diese seien nicht wirtschaftlich. Der VSE und der SWV fordern, dass die Projekte des Runden Tisches im SZR CH abgebildet werden, um damit erforderlichen Anpassungen im Stromnetz rechtzeitig antizipieren zu können.
Annahmen zum Ausland
Swissgrid, Kanton AG und Greenconnector AG fordern, dass die Annahmen zum Ausland gemäss TYNDP2020 der ENTSO alle Szenarien berücksichtigen und damit das Szenario «National Trends» auch miteinschliesst. Zusätzlich wird gefordert, dass der unveröffentlichte TYNDP2022 als
Datengrundlage genommen wird.
Stromabkommen EU
EnDK, FDP, SVP, SGV und VSE fordern die Berücksichtigung der Auswirkungen des fehlenden Stromabkommens und eine möglichst rasche Anpassung des SZR CH sobald sich netzrelevante Fortschritte bez. Stromabkommen erzielt werden. Der Bundesrat wird aufgefordert Lösungen mit der EU oder mindestens mit den umliegenden Ländern zu finden.
Sicherheitspolitik
Gemäss einigen Kantonen und der SVP können energiewirtschaftliche Elemente und
sicherheitspolitische Aspekte nicht getrennt werden. Es soll im SZR CH ein zusätzliches Kapitel geschaffen werden, in welchem die Aufrechterhaltung der Stabilität des Schweizer Stromnetzes, der Schutz vor Überlastung aus dem Ausland und die Gewährleistung einer hohen Versorgungssicherheit für Bevölkerung und Wirtschaft in engstem Zusammenhang mit Schutzmassnahmen vor Stromausfall, Cyberangriffen und Reduzierung der Abhängigkeit von Stromimport beschrieben werden.
4/35 BFE-D-5C8C3401/257