Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2023/42: Änderung des Zivilgesetzbuches (Gewaltfreie Erziehung) · 26 Seiten
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Ergebnisbericht Vernehmlassung: Änderung des Zivilgesetzbuches (Gewaltfreie Erziehung)
anwendbaren Artikels 26 KJFG161 in Bezug auf jugendpolitische Konzepte.162 Von 5 Organisationen und weiteren Interessierten163 wird die ausdrückliche Ergänzung von Absatz 4 durch «Bund und Kantone sorgen dafür...» beantragt, um den Bund finanziell in die Pflicht zu nehmen.
5 Weitere Anmerkungen und Vorschläge
5.1 Sensibilisierung
11 Kantone164, 2 Parteien165 und 29 Organisationen und weitere Interessierte166 heben in ihren Stellungnahmen die Bedeutung von Kampagnen hervor.
Ein Kanton167 und zwei Organisationen168 bedauern, dass keine Massnahmen vorgesehen seien, um die Wirkung der Einführung der neuen Bestimmungen zu verstärken. Die Zuständigkeit und die Finanzierung der Sensibilisierungskampagnen seien zu klären.169 8 Kantone170, 2 Parteien171 sowie 17 Organisationen und weitere Interessierte172 sprechen sich ausdrücklich dafür aus, dass es nationale Kampagnen benötige. Es sei wichtig, dass der Bund insbesondere im Zuge der Inkraftsetzung des Artikels in den ersten Jahren, aber auch anschliessend, mit nationalen Kampagnen Sorgeberechtigte für die gewaltfreie Erziehung sensibilisiere und so dem Ansinnen zu einer nachhaltigen Wirkung verhelfe.173 Nationale Kampagnen würden es erlauben Kinder und Eltern schweizweit in gleichem Masse zu erreichen,
weshalb es zumindest eine Koordination der Sensibilisierung und Aufklärung auf Bundesebene benötige.174 Von anderer Seite wird ausdrücklich hervorgehoben, dass die gesamte Gesellschaft zu sensibilisieren sei, dass Gewalt in der Erziehung nicht mehr toleriert werde.175 Zudem sollen die Kantone aktiv die Sorgeberechtigten und die Kinder über die Beratungs- und Unterstützungsangebote informieren.176
Es brauche ein zwischen Bund und Kantonen koordiniertes Vorgehen auf nationaler Ebene, um die Prävention, die Sensibilisierung und die Information rund um diese Problematik zu fördern – umso mehr als die Studien ausdrücklich darauf hinweisen würden, dass ein Verbot
161 Bundesgesetz über die Förderung der ausserschulischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vom 30. September 2011, SR 446.1.
162 TI (S. 2).
163 Elternbildung CH (S. 3), SP Aargau (S. 2), 3xSSLV (S. 4).
164 AR (S. 2), BE (S. 1), FR (S. 1), GE (Anhang, S. 3), NW (S. 3), OW (mit Verweis auf SODK, S. 2), SG (S. 2), SO (S. 2), TI (S. 2), VD (S. 3), VS (S. 2).
165 EVP (S.2), Grüne.
166 Alliance Enfance (S. 2), ARTISET / YOUVITA (S. 5), AvenirSocial (S. 6), chTP (S. 1), EKFF (S. 3), EKKJ (S. 1 f.), Elternbildung CH (S. 3), FSP (S. 2), Kinderanwaltschaft Schweiz (S. 2 mit Verweis auf KinderschutzCH), KinderschutzCH (S. 2), HES-SO (S. 2), NCBI Schweiz (S. 2), Netzwerk Kinderrechte Schweiz (S. 5), Ombudsstelle Kinderrechte Schweiz (S. 9), PACH (S. 4), Pro Juventute (S. 2), Save the Children (S. 4), SF MVB (S. 2), SHV (S. 4), SKHG (S. 2), SODK (S. 2), SSAV (S. 3), 3xSSLV (S. 3), SVAMV (S. 3), UNIGE (S. 5), UNIL (S. 3), Verein GEWALTFREIE ERZIEHUNG (S. 2 f.).
167 SO (S. 2).
168 chTP (S. 1), SODK (S. 2).
169 UNIGE (S. 5), Verein GEWALTFREIE ERZIEHUNG (S. 2).
170 BE (S. 1), GE (Anhang, S. 3), NW (S. 3), SG (S. 1), SO (S. 2), TI (S. 2), VD (S. 3), VS (S. 2).
171 EVP (S. 1), Grüne.
172 Alliance Enfance (S. 2), AvenirSocial (S. 6), chTP (S. 1), Kinderanwaltschaft Schweiz (S. 2 mit Verweis auf KinderschutzCH), KinderschutzCH (S. 2), NCBI Schweiz (S. 2), Netzwerk Kinderrechte Schweiz (S. 5), Ombudsstelle Kinderrechte Schweiz (S. 9), PACH (S. 4), Pro Juventute (S. 2), Save the Children (S. 4), SF MVB (S. 2), SHV (S. 4), SKHG (S. 2), SVAMV (S. 3), UNIGE (S. 5), Verein GEWALTFREIE ERZIEHUNG (S. 2 f.).
173 BE (S. 1), VD (S. 2).
174 PACH (S. 4).
175 Grüne, UNIGE (S. 5).
176 NW (S. 3), GE (Anhang, S. 3), Netzwerk Kinderrechte Schweiz (S. 5), PACH (S. 4), Pro Juventute (S. 2), Save the Children (S. 4), SF MVB (S. 2), SHV (S. 4), SVAMV (S. 3).