Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2004/89: Bundesgesetz über die Kulturförderung und Revision des Pro Helvetia-Gesetzes · 39 Seiten
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Vernehmlassungsbericht Kulturförderungsgesetz und Pro Helvetia-Gesetz
Vorgeschlagene Lösung
Zahlreiche Vernehmlassungsteilnehmer erachten eine Lösung der Frage der Sozialen Sicherheit für Kulturschaffende als vordringlich. Sie fordern dazu auf, die Lücken im Netz der sozialen Sicherheit möglichst rasch zu schliessen und unterstützen grundsätzlich alle Bestrebungen in diesem Sinne.
BE, BL, BS, GE, LU, NE, OW, SH, SO, SZ, TG, UR, VS, VD, ZG, ZH / Grüne, SPS / SGB, SGV / CHGV, EDK, KBK, KSK, SV / Bern, Genève, Luzern, Zürich / AdS, AMS, ASDEL, ASM, ASTEJ, Ciné, CSITI, DS, EFK, FDS, femscript, GARP, ICOM, IG, KHS, KTV, NIKE, PaCK, PH, SBüV, SC, SCV, SIKJM, SMR, SMS, SMV, ssfv, STV, SUI, TASI, UNIMA, visarte, VTS / AC, ASRDP, avdc, BaBa, BLS, Comedia, CVGE, EF, HGKZ, HMT, IGTBa, IGTZh, KCS, KLC, Krneta, Kumi, medmus, mt, PdL, PL, PL-FS, ProCin, SBKV, SBLV, SBTG, sccf, SFV, SIG, SKSV, SSV, SUISA, SVTC, TAP, TSG, TWZ, UTR, VFA, VPC, VPS, Vtiw
Ein Teil davon ist der Ansicht, dass die Frage innerhalb des KFG gelöst werden kann. Die Behauptung, es fehle eine geeignete Verfassungsgrundlage, sei nicht nachvollziehbar und entlarve sich als Vorwand.
Grüne / SGB / KSK / Bern, Genève, Luzern, Zürich / AdS, ASDEL, ASM, ASTEJ, Ciné, CSITI, DS, EFK, FDS, femscript, GARP, KTV, PaCK, SC, SIKJM, SMS, SMV, ssfv, STV, SUI, TASI, UNIMA, visarte, VTS / ASRDP, avdc, BaBa, BLS, Comedia, EF, IGTBa, IGTZh, Kumi, medmus, PdL, PL, PL-FS, ProCin, SBLV, SBTG, SFV, SIG, SSV, SUISA, SVTC, TAP, TSG, TWZ, UTR, VFA, VPC, VPS, Vtiw
In diesem Sinne müsse einerseits eine Rechtsgrundlage geschaffen werden, damit von den Förderbeiträgen ein angemessener Anteil zu Gunsten der Kulturschaffenden an Vorsorgeeinrichtungen einbezahlt werden kann. Andererseits sei dem Bund die Kompetenz einzuräumen, direkt mit Beiträgen Vorsorgeeinrichtungen zu unterstützen. Im Einzelnen seien folgende Punkte zu beachten:
• Ergänzung des Zweckartikels: Verbesserung der Rahmenbedingungen (Hinweis auf Art. 41
BV und Art. 103 BV im Ingress);
• Wiederaufnahme von Art. 7 Abs. 4 des Entwurfs der Steuergruppe: Beiträge an Vorsorgeein-
richtungen bei der Ausrichtung von Förderungsmitteln;
• Wiederaufnahme von Art. 13 des Entwurfs der Steuergruppe: Beiträge an eine nationale Vor-
sorgeeinrichtung (als Basis für den Aufbau einer schweizerischen Künstlersozialkasse wie sie in Deutschland oder Österreich existieren);
• Regelung von Anpassungen im Sozialversicherungsrecht in Art. 28, Punkt 8;
• Regelung von Anpassungen im Arbeitslosengesetz in Art. 28, Punkt 9 (betrifft insbesondere
die Sonderregelungen in Art. 13 und Art. 14 AVIG [betreffend die Beitragszeit]);
• Bessere Regelung der beruflichen Anerkennung von Kunstschaffenden: Hinweis auf die von
der KSK am 18.10.1990 verabschiedeten Kriterien bzw. auf die Kriterien im Aufnahmereglement des Berufsverbandes.
In mehreren Stellungnahmen wird auf die 1985 gegründete Vorsorgestiftung Film und Audiovision VFA als Modelllösung für Freischaffende in der Kulturlösung verwiesen. Der Aufbau einer 2. Säule sei eine fortschrittliche Massnahme gegen die strukturelle soziale Unsicherheit.
Ciné, EFK, FDS, GARP, SUI / EF, ProCin, SFV, SSV, VPS
Ablehnung und alternative Lösungen
Verschiedene Vernehmlassungsteilnehmer lehnen eine Regelung der Frage der sozialen Sicherheit im KFG ab. Aus systematischen Gründen müsse das Problem in der Sozialgesetzgebung gelöst werden. Beim vorliegenden Gesetz gehe es um die Kulturförderung und nicht um die soziale Absicherung der Kulturschaffenden. Die beiden Fragestellungen seien zwar indirekt miteinander verbunden, könnten jedoch nicht in demselben Gesetz geregelt werden. Auch diese Stimmen